Donnerstag, 08.01.2015

Frankfurter beging Verkehrsdelikt

Russ muss 160.000 Euro Strafe zahlen

Nach Marco Reus hat nun auch Marco Russ Ärger mit der Justiz wegen eines Verkehrsdelikts - diesmal sogar verbunden mit dem Vorwurf einer falschen eidesstattlichen Versicherung. Der Abwehrspieler von Eintracht Frankfurt hat einen Strafbefehl in Höhe von 160.000 Euro (80 Tagessätze in Höhe von jeweils 2000 Euro) erhalten und kündigte am Donnerstag an, die Strafe zu akzeptieren.

Marco Russ hat wegen einer falschen eidesstattlichen Erklärung Ärger mit der Staatsanwaltschaft
© getty
Marco Russ hat wegen einer falschen eidesstattlichen Erklärung Ärger mit der Staatsanwaltschaft
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"Ich habe einen Fehler gemacht und den bügele ich jetzt aus", sagte Russ der "Bild"-Zeitung: "Es wird nicht zur Verhandlung kommen. Ich werde die Strafe zahlen."

Sprecher Michael Meier vom zuständigen Amtsgericht Limburg bestätigte dem "SID" einen entsprechenden Bericht der "Frankfurter Neuen Presse". Hätte Russ die Strafe nicht gezahlt, hätte er sich am Mittwoch vor Gericht verantworten müssen.

Russ war in der Nähe von Limburg deutlich zu schnell mit seinem Auto unterwegs und hätte deshalb vor Gericht erscheinen müssen. Der 29-Jährige folgte der Ladung aber nicht. Stattdessen legte Russ eine eidesstattliche Versicherung zusammen mit einem ärztlichen Attest vor. Daraus ging hervor, dass Russ verhandlungsunfähig sei.

Testspiel trotz ärztlichen Attests

Als die Justizbehörden allerdings erfuhren, dass Russ am Abend des eigentlichen Verhandlungstags in einem Testspiel für die Eintracht auflief, wurden sie aktiv. Dem Defensivspieler wurde der Strafbefehl wegen einer falschen eidesstattlichen Erklärung zugeschickt.

Am Nachmittag äußerte sich auch der Verein per Pressemitteilung zu dem Thema: "Marco Russ hat Eintracht Frankfurt darüber informiert, dass gegen ihn ein Strafverfahren lief, welches heute sein Ende gefunden hat.

Der Eintracht-Profi räumt ein, dass er einen großen Fehler gemacht hat und erklärt, sich deshalb seiner Verantwortung zu stellen." Da der Strafbefehl nun rechtskräftig sei, entfalle die Hauptverhandlung und der Spieler "wird daher am anstehenden Trainingslager teilnehmen können".

Nationalspieler Reus von Borussia Dortmund muss 540.000 Euro Strafe zahlen, weil er sich jahrelang ohne Fahrerlaubnis hinters Steuer gesetzt hatte.

Marco Russ im Steckbrief

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