BVB: Das Rucksack-Problem

Dienstag, 27.01.2015 | 22:00 Uhr
Dortmund muss als auswärtsschwächstes Team zum Rückrundenauftakt in Leverkusen ran
© getty
Advertisement
League Cup
So25.02.
Bohnen-Alarm! Rocket Beans kommentieren das Finale
Six Nations
Sa24.02.
Insel-Gedränge! Schottland - England & Island - Wales
Bundesliga
SoJetzt
Schau dir jetzt die Nordderby-Highlights an!
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Superliga
Union SF -
Colon
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Super Liga
Radnicki Nis -
Partizan
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkischer Kommentar)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Bröndby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Ligue 1
Troyes -
PSG
Serie A
Lazio -
Juventus
Eredivisie
PSV -
Utrecht
Premier League
Liverpool -
Newcastle
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
First Division A
FC Brügge -
Kortrijk
Ligue 1
Amiens -
Rennes
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Toulouse
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Tottenham -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Real Madrid -
Getafe
Serie A
Neapel -
AS Rom
Premier League
Leicester -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Swansea -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Super Liga
Partizan Belgrad -
Rad
Premier League
Lok Moskau -
Spartak Moskau
Eredivisie
Vitesse -
Ajax
Premier League
Brighton -
Arsenal
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Slaven Belupo
Ligue 1
Caen -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Crotone
Serie A
Udinese -
Florenz
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Serie A
Atalanta -
Sampdoria
Serie A
Chievo Verona -
Sassuolo
Primera División
FC Barcelona -
Atletico Madrid
Ligue 1
Montpellier -
Lyon
Primera División
Real Sociedad -
Alaves
Primera División
Valencia -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Inter Mailand
Ligue 1
Marseille -
Nantes
Premier League
Crystal Palace -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Las Palmas
Championship
Leeds -
Wolverhampton

Mit dem Spiel bei Bayer Leverkusen beginnt für Borussia Dortmund am Samstag (18.30 Uhr im LIVE-TICKER) die Mission Klassenerhalt. Wie sich der abstiegsbedrohte Tabellensiebzehnte im Verlaufe der Rückrunde präsentieren wird, bleibt ein großes Rätsel. Doch der härteste Gegner des BVB steht bereits fest.

Es war ein aus Dortmunder Sicht symbolträchtiges Bild, das am 14. Januar 2011 in der Leverkusener BayArena entstand. Kevin Großkreutz' festgehaltener Sprung in die ausgebreiteten Arme des BVB-Anhangs ging lange Zeit als der fleischgewordene Beweis der echten Liebe durch, die Borussia Dortmund als Markencredo in der Folge etablierte. Der Torjubel-Schnappschuss zierte wenig später nicht nur die Geschichten im eigenen Stadionmagazin.

Großkreutz entschied die Partie zum Rückrundenstart gegen die Werkself mit zwei Treffern und einer Vorlage binnen sechs Minuten nach der Pause im Alleingang.

Damals fragten sich viele, ob der unheimliche Lauf des schwarzgelben Tabellenführers ins neue Jahr gerettet werden kann. Jener Freitagabend gab Aufschluss: Die Winterpause brachte keinen Bruch, die Mannschaft funktionierte weiterhin bestens und nahm Kurs Richtung Meisterschaft.

Winterpause im Zeit-Vakuum

Am kommenden Samstag, dem 18. Spieltag der Bundesliga, gastiert der BVB erneut in Leverkusen. Und wieder ist es vage, welchen Einfluss die Pflichtspielpause auf das Team von Jürgen Klopp hatte - nur könnte diesmal die Ausgangslage unterschiedlicher kaum sein.

Nach dem desaströsen Ausklang des Jahres 2014 befand sich Borussia Dortmund in den letzten drei Wochen in einer Art Zeit-Vakuum. Es ist die Zeit zwischen dem Absturz auf Tabellenplatz 17 und dem Vorhaben, diese Platzierung schnellstmöglich zu begradigen. Sie bedeutete in vielerlei Hinsicht Balsam auf die geschundenen Seelen der Dortmunder Belegschaft.

Durch die Bank nämlich betonten die Schwarzgelben, äußerst froh gewesen zu sein, sich der Negativspirale, in die sich die Mannschaft im Verlauf des ersten Saisonabschnitts manövrierte, für diese "Zwischenzeit" entzogen zu haben. Und man stattdessen ohne den hämmernden Druck, den der Terminkalender auf ein kriselndes Team ausüben kann, ausgiebig trainieren konnte, ja durfte.

BVB bleibt ein großes Rätsel

Entgegen seiner Absicht, die Medienarbeit während der Vorbereitungszeit auf ein Minimum zu reduzieren, entschied sich Coach Klopp dann doch um und benannte in diversen Gesprächen die Gründe, weshalb er die Mission Klassenerhalt mit Optimismus angehe. Er tat dies auch, damit seine Spieler nur dosiert die immergleichen Fragen nach dem Warum über sich ergehen lassen mussten.

Die Quintessenz aus Klopps Zuversicht lautet: Das Mehr an Trainingseinheiten in der Winterpause werde zu einer höheren körperlichen Substanz führen, die die Konzentrationsmängel reduziere, die seiner Truppe auch in Form zahlreicher individueller Fehler zugesetzt hatten. In Einheit mit der höheren personellen Fluktuation führe dies den BVB wieder zurück zur ureigenen Spielweise.

Dass die Dortmunder physisch stärker in die zweite Saisonhälfte gehen, daran sollte in der Tat kaum ein Zweifel bestehen. Ob dies allerdings die gewünschten Rattenschwänze nach sich ziehen und ausreichen wird, die Angst zu besiegen, die zuletzt die Psyche der Spieler zusehends aufgefressen hat, bleibt trotz Klopps "Medienoffensive" vorerst ein großes Rätsel.

Testspiele mit zwei Gesichtern

Die Eindrücke, die der BVB 2015 in Form von Testspielen abgab, bieten jedenfalls Platz für eine gewisse Portion Skepsis. Nun muss man Dortmund dabei zu Gute halten, die jeweiligen Duelle aus der vollen Trainingsbelastung heraus angegangen zu sein - so mussten während nur rund drei Wochen Vorbereitung auch alle anderen Bundesligisten vorgehen. Auch war nicht zu erwarten, dass das Team im Handumdrehen ein vollkommen verändertes Bild abgibt und sichtbar alle Mängel abstellen kann.

Heraus kamen Auftritte mit zwei Gesichtern: Die Abläufe in Defensive wie Offensive sahen wieder flüssiger aus, der Mannschaft gelang es über längere Zeiträume, kompakt zu stehen und gemeinschaftlich in der gegnerischen Hälfte gegen den Ball zu arbeiten.

Doch waren auch Situationen und Spielphasen zu beobachten, die den Eindrücken der Hinrunde in nichts nachstanden: Eigener Ballbesitz im Angriffsdrittel ohne zielgerichtetes Spiel in die Tiefe und Optionen auf Torchancen. Fehlende situative Zuordnung und Staffelung in der Defensive, die dem Gegner große Räume freilegten.

Alarmierend war aber vor allem die unruhige und nervöse Reaktion auf eigene Unzulänglichkeiten, die das BVB-Spiel innerhalb von gefühlten Sekunden hektisch werden lässt. Dies war unabhängig vom einzigen Gegentreffer gegen Düsseldorf festzustellen.

Ernstfall war nicht zu simulieren

"Wir wissen, dass die Drucksituationen nicht weniger werden", sagt Klopp und baut darauf, dass sich der Umgang damit mit Wiederaufnahme des Spielbetriebs verbessert. Doch damit spricht er auch Dortmunds vielleicht wundesten Punkt an. Der psychische Stress auf seine Mannschaft wird letztlich nur nach einer Siegesserie ein Ende finden. Doch die ist mit 15 Punkten aus 17 Spielen auf der Habenseite unwahrscheinlicher als eine Auftaktpleite in Leverkusen.

Zwar empfahl Klopp seinen Schützlingen frühzeitig und eindringlich, die Ereignisse der Vorrunde zu akzeptieren und die gemachten negativen Erfahrungen jetzt für sich nutzen zu wollen.

Doch es scheint unausweichlich: Das Geschehene dürfte weiterhin wie ein unsichtbarer Rucksack auf den Schultern der Spieler sitzen. Und der würde sich sofort wieder so schwer wie zuletzt anfühlen, sollte der Auftakt mit drei Spielen in sieben Tagen in einen Stotterstart münden. Der Ernstfall war in der Winterpause nicht zu simulieren.

"Normalerweise ist Borussia Dortmund zu sein ein Pfund", meinte Klopp kürzlich. Im Abstiegskampf sei es dies jedoch nicht, da die Kontrahenten im übertragenen Sinne mit dem Messer zwischen den Zähnen auf den ehemaligen Champions-League-Finalisten warten und wissen, dass er auf diese Weise verwundbar geworden ist.

Klopps wichtigster Abschnitt als Trainer

Es stehen dem BVB jetzt 17 Endspiele ins Haus. Doch ob nun regelmäßiges Training oder eine bessere Physis: Die Gefahr, dass sich das in den letzten vier Wochen zur Seite geschobene Rucksack-Problem der Selbstzweifel wieder blitzschnell in den Köpfen der Spieler einnisten könnte, besteht zweifelsfrei.

Dortmunds härtester Rückrundengegner wird daher der Druck auf die Psyche der Akteure sein, aus dem zum Jahresausklang eine Angst vorm Verlieren resultierte, die Klopp in einem Werbespot ironischerweise einmal selbst thematisierte.

Der Trainer ist sich durchaus bewusst, dass das Treiben beim BVB in diesen Tagen mit Skepsis beäugt wird. Er weiß, dass nicht nur der so treue Anhang künftig kritischer hinschauen wird. Für den Coach beginnt am Samstag der wichtigste Abschnitt seiner Zeit als Übungsleiter, seit er 2011 mit dem Titel "Meistertrainer" die Saison abschloss.

Gelingt in Leverkusen Ähnliches wie vor über vier Jahren und am Ende der Klassenerhalt "in einer Art und Weise, dass wir es anschließend als Leistung verbuchen können" (Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke), dann wäre aber klar: Die Bilder aus Leverkusen würden dieselben Ausmaße annehmen, wie damals bei Großkreutz.

Borussia Dortmund: News und Informationen

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung