Fussball

"Können wieder ins Finale kommen"

SID
Henrikh Mkhitaryan (r.) spielt seit 2013 bei Borussia Dortmund
© getty

In seiner ersten Saison traf Henrikh Mkhitaryan neun mal in des Gegners Netz und legte seinen Kollegen bei Borussia Dortmund ebenso viele Treffer auf. Eine ordentliche Bilanz, die er in der Champions League gegen den FC Arsenal noch aufbessern will.

Die Vorfreude auf die kommenden Duelle in der Königsklasse ist beim 25-Jährigen trotz der ununterbrochenen Teilnahme seit 2011 ungebrochen: "Die Champions-League-Spieltage sind sehr speziell", verriet er im Interview mit dem "Kicker".

Speziell wäre auch die Teilnahme am Endspiel der diesjährigen Königsklasse, da das Endspiel in Berlin stattfindet. Die Teilnahme ist für den Mittelfeldspieler keineswegs abwegig: "Warum nicht? Das nötige Potenzial haben wir. Wir können wieder ins Finale kommen, und werden alles dafür tun."

Trauert Chancen nicht mehr nach

Zumindest im Frühjahr will man immer noch auf Europas großer Bühne vertreten sein. "Es muss unser Ziel sein, im Januar noch im Lostopf zu sein." Dann würden nämlich wieder die K.O.-Spiele anstehen, in denen man letzte Saison den späteren Sieger Real Madrid am Rande des Knockout hatte.

An diesen rabenschwarzen Abend erinnert sich Mkhitaryan nicht mehr zurück. Den drei vergebenen Großchancen trauert er heute nicht mehr nach: "Jeder hat mir geholfen, wie ich nach Madrid aus dem Loch herauskomme."

"Damit killst du dich selbst"

Vor allem Coach Jürgen Klopp hat ihm einen wichtigen Rat mit auf den Weg gegeben: "Wenn du zu viel grübelst und dir ständig den Kopf darüber zerbrichst, was du anders oder besser machen könntest, killst du dich als Fußballer jeden Tag ein bisschen selbst." Dies gelte allerdings nicht nur nach schlechten, sondern auch nach guten Auftritten. Die Konsequenz: "Ich fühle mich jetzt freier und ruhiger."

Auch aus diesem Grund macht sich der Ex-Profi aus der Ukraine keine Gedanken um irgendwelche Titel in dieser Saison: "Titel sind grundsätzlich schon wichtig. Wer Schreiner ist, möchte ja auch Schreinermeister werden. Wenn du dich zu sehr mit der Zukunft befasst und die Gegenwart vernachlässigst, wirst du nicht weit kommen."

"Das ganze Team steht in der Verantwortung"

Deshalb befasst sich der Offensivspieler ausschließlich mit der Partie gegen Arsenal und dem positiven Druck, das eigene Publikum zufriedenzustellen: "Unsere Verpflichtung ist es, sie glücklich und nicht traurig zu stimmen." Dabei ist der Armenier nach dem Weggang von Lewandowski und dem Ausfall von Marco Reus noch mehr gefordert: "Das ganze Team steht in der Verantwortung", mahnte er seine Kollegen an. Auch Last-Minute-Neuzugang Shinji Kagawa gehört zu den notwendigen Helfern: "Ich bin zuversichtlich, dass er uns weiterbringen wird", ist sich Mkhitaryan sicher.

Henrikh Mkhitaryan im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung