Fussball

"Guardiola achtet nicht auf Namen"

Von Daniel Reimann
Sebastian Rode rechnet sich unter Trainer Pep Guardiola gute Chancen aus
© getty

Nach vier Jahren bei Eintracht Frankfurt wechselt Sebastian Rode zur neuen Saison zum FC Bayern München. SPOX traf Rode in Berlin beim Grand Opening des "Nike House of Phenomenal". Im Interview spricht Rode über den Konkurrenzkampf im Bayern-Mittelfeld, seine mögliche Rolle im Spiel von Pep Guardiola und erklärt, weshalb eine Ausleihe für ihn nicht infrage kommt.

SPOX: Herr Rode, Sie sind wegen eines Knorpelschadens fast die gesamte Rückrunde ausgefallen. Wie geht es Ihnen aktuell?

Sebastian Rode: Mir geht es gut. Ich befinde mich ja schon länger bei Dr. Müller-Wohlfahrt in Behandlung. Zur Saisonvorbereitung werde ich wieder angreifen. Es sieht also alles bestens aus, ich bin startbereit.

SPOX: Ihr Wechsel zu Bayern hat sich lange angedeutet, aber sich letztendlich sehr lange hingezogen. Wann wussten Sie, dass Sie nach München wechseln würden?

Rode: Ich wusste das schon lange vorher. Wir hätten es auch ein halbes Jahr vorher verkünden können. Aber von der sportlichen Situation her war es meines Erachtens nicht angebracht, einen Wechsel zu verkünden, während wir auf dem 15. Platz standen. Deshalb wollte ich mich absolut auf die Eintracht fokussieren. Für mich war das aber kein Problem.

SPOX: Gab es denn andere Angebote?

Rode: Es gab auch andere Angebote, aber ich habe mich nur mit dem des FC Bayern konkreter befasst.

SPOX: Welche Rolle hat für Sie Pep Guardiola dabei gespielt? Beim Transfer von Mario Götze hieß es einst, dass er den Ausschlag gegeben hätte.

Rode: Es ist eine Riesenmöglichkeit, unter einem solchen super Trainer zu trainieren. Man hört ja nur Positives über ihn. Von daher war das durchaus ein Grund. Aber auch die Gespräche mit Matthias Sammer, mit dem ich am meisten kommuniziert habe, und den anderen, die sich um mich bemüht haben, waren ausschlaggebend. Letztlich war das Gesamtpaket Bayern München entscheidend.

SPOX: Sie spielen meist in der Mittelfeldzentrale, wo der FC Bayern extrem gut besetzt ist, auch in der Breite. Hatten Sie nie Zweifel, dass Sie womöglich wenig Spielpraxis bekommen?

Rode: Zweifel hatte ich nie. Schon in den Gesprächen wurde klar, dass ich mich der Konkurrenzsituation stellen muss. Darüber muss ich mir im Klaren sein. Ich werde diese Herausforderung mit Freude und einer gewissen Anspannung angehen. Aber ich werde mich durchbeißen.

SPOX: Selbst die durchaus zahlreichen Talente, die beim FC Bayern den Durchbruch nie schafften, haben Sie nie beschäftigt?

Rode: Nein, da mache ich mir keinen Kopf drum. Pep Guardiola achtet ja auch nicht auf Namen. Die Leistung auf dem Platz zählt.

Seite 1: Rode über seinen Genesungsprozess und den Wechsel zum FC Bayern

Seite 2: Rode über seine Position und warum eine Leihe nicht in Frage kommt

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