Geisterspiel-Szenario erhöht Druck bei Sicherheitsdebatte

Treffen mit Fans und Klubs geplant

SID
Dienstag, 23.10.2012 | 17:00 Uhr
Liga-Vizepräsident Peter Peters bietet den Fans und Klubs ein Treffen an
© Getty
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Die vom Dortmunder Polizeipräsidenten Norbert Wesseler nach den Krawallen beim Revierderby als letztes Mittel angedrohten Geisterspiele haben die Notwendigkeit eines erfolgreichen Sicherheitskonzepts im Fußball noch einmal deutlich vor Augen geführt.

Der sogenannten Sicherheitskommission unter Führung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) ist an einer einvernehmlichen Lösung gelegen, sie nimmt die Bedenken von Klubs und Fans gegen Teile des Konzepts "Sicheres Stadionerlebnis" ernst.

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"Wir sind an einem Punkt angekommen, wo wir überlegen müssen, ob zukünftig Spiele ohne Gästefans stattfinden oder verschoben werden müssen. Und als letzte Möglichkeit drohen Geisterspiele, wenn Vereine und Fans nicht endlich handeln", sagte Wesseler der Bild-Zeitung (Dienstagausgabe). Der Dortmunder Polizeisprecher Wolfgang Wieland präzisierte die Aussage im Gespräch mit der dapd dahin gehend, dass Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit bei der höchsten Eskalationsstufe denkbar wären. Das Polizeigesetz lasse eine solche drastische Maßnahme zu, "wenn erhebliche Gefahren abzuwehren sind." Geisterspiele seien "die Ultima Ratio, über die man sich Gedanken machen kann", wenn weniger extreme Maßnahmen wie Stadionverbote oder das Aussperren von Gästefans nicht fruchteten.

Treffen mit Fans und Klubs geplant

So weit will es der Profifußball nicht kommen lassen. Nach dapd-Informationen plant die Sicherheitskommission der DFL unter Vorsitz von Liga-Vizepräsident Peter Peters in den kommenden Wochen eine Reihe von Maßnahmen, um das Programmpaket gegen Gewalt und Gefährdung vor dem Scheitern zu bewahren. Bereits am Montag hat die DFL in einem Schreiben an alle 36 Profiklubs ein Treffen mit den Fan- und Sicherheitsbeauftragten der Vereine angeboten.

Zudem soll es auch zu einem Austausch mit der AG Fanbelange des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) kommen, um in Sachen Sicherheitskonzept bis 12. Dezember zu einem Konsens zu gelangen. Damit die Klubs bei der DFL-Vollversammlung dem Papier zustimmen, will sie der Ligaverband bei einer Informationsveranstaltung über den modifizierten Maßnahmenkatalog unterrichten. Die Vereine haben dann noch einmal die Möglichkeit, sich zu äußern.

Rund ein Drittel der Klubs lehnt das Papier in der ersten vorgelegten Form ab. Vor allem gegen die angekündigten "Vollkontrollen" von Fans in Containern am Stadioneingang und die verschärften Richtlinien für Stadionverbote richtet sich die Kritik. Zudem fühlen sich die Fan-Vertreter bei der Ausarbeitung des Papiers übergangen. Bis Montag hatten mehr als die Hälfte der Profivereine die gewünschte Stellungnahme abgegeben, das Meinungsbild war nach DFL-Angaben "differenziert positiv und negativ".

Laut Peters habe sich bei der Erörterung der Klub-Eingaben herausgestellt, "dass es deutlich weniger Dissens gibt, als die Kommentierungen in der Öffentlichkeit in den vergangenen Tagen haben glauben lassen". Jetzt gehe es darum, "die Hinweise der Klubs umzusetzen." Allen Vereinen sei klar, dass sie sich des Themas sicheres Stadion widmen müssten.

Angst vor dem Eingriff der Politik

Die DFL treibt die Sorge um, dass sie in Sachen Stadionsicherheit das Heft des Handelns an die Politik verlieren könnte, wenn es zu keiner tauglichen Lösung kommen sollte. Peters betonte: "Der Ligaverband ist weiterhin der Auffassung, dass er im Rahmen der Verbandsautonomie in Eigenverantwortung zu Lösungsansätzen kommen sollte, die der Besonderheit der Liga und damit auch ihrer Rolle als Veranstalter entsprechen."

Wie schon viele andere Klubs zuvor meldete sich am Dienstag auch Eintracht Frankfurt mit einer differenzierten Sicht zu Wort. Die Hessen befürworten "ausdrücklich Teile des Arbeitspapiers, insbesondere diejenigen Vorschläge und Maßnahmen, die eine Stärkung des Ligaverbands in Sicherheitsfragen betreffen und die einem täterorientierten Sanktionsprinzip und damit einer Abkehr vom Prinzip der Kollektivstrafen Rechnung tragen".

Es bedürfe aber "an einigen wesentlichen Eckpunkten entscheidender Änderungen und Anpassungen, die ohne zeitlichen Druck im gemeinsamen Dialog mit den Fanvertretern in den jeweiligen Klubs und unter ausführlicher Einbeziehung auch der bundesweiten Fanorganisationen entwickelt werden sollten", erklärte der Bundesligist.

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