Robin Dutt im Interview

Dutt: "Jedem Spieler kann die Bank drohen"

Von dapd
Mittwoch, 03.08.2011 | 14:04 Uhr
Für Bayer-Coach Robin Dutt ist die Bundesliga "die mit Abstand stärkste Liga"
© Getty
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Das erste Pflichtspiel unter der Regie von Robin Dutt endete im DFB-Pokal gegen den Zweitligisten Dynamo Dresden mit einer großen Enttäuschung, trotzdem ist der neue Trainer von Bayer Leverkusen von seiner Mannschaft überzeugt. Im Interview spricht der 46-Jährige über die Leverkusener Saisonziele, die Rolle von Michael Ballack und seinen Erwartungen an die Bundesliga-Saison 2011/12.

Frage: Ihr erstes Pflichtspiel als Trainer von Bayer Leverkusen endete mit dem Pokal-K.o. in Dresden. Welche Erkenntnisse haben Sie mit ein paar Tagen Abstand aus dem Spiel gewonnen?

Robin Dutt: Die Spanne der Leistungsfähigkeit ging sehr weit auseinander. Bis zur 60. Minute haben wir Fußball gespielt, den ich mir in dieser Art und Weise wünsche, gleichwohl aber nicht gedacht hätte, dass wir schon so weit sind. Das Spiel ab der 60. Minute hat mir dann gezeigt, dass wir mental noch einiges an Arbeit zu leisten haben.

Frage: Reicht der Kader denn für die ehrgeizigen Ziele in Bundesliga und Champions League aus?

Dutt: Die Qualität auf jeden Fall. Ob auch die Quantität ausreicht, muss man sehen. Jeder Verein hat seine Strategie. Es gibt Vereine in der Bundesliga, die kaufen fleißig ein und haben 30 bis 40 Spieler im Kader. Leverkusen fährt eine andere Politik. Mir persönlich als Trainer ist die Vorgehensweise von Leverkusen angenehmer. Wenn ich so viele Spieler kaufe, brauche ich irgendwann keinen Trainer mehr. Dann reicht ja der Manager.

Frage: Der Verkauf von Arturo Vidal hat viel Geld in die Kasse gespült. Wollen Sie die Mannschaft noch verstärken?

Dutt: Wenn du als Trainer so einen Kader zusammengestellt bekommst wie in Leverkusen, dann kann es nicht sein, dass du noch Druck machst und Neuzugänge wünschst. Die Vidal-Millionen sind da, aber wir verspüren keinen Druck, sie zwanghaft ausgeben zu müssen. Seriöses Arbeiten im Kadermanagement sollte sich von Sachlichkeit und nicht von einem Spiel leiten lassen. Wenn wir aber die Möglichkeit sehen, uns sinnvoll zu verbessern, dann machen wir es.

Frage: Die Leverkusener Innenverteidigung ist sehr jung. Zu jung?

Dutt: Vor einem Jahr hätte ich keine Argument gehabt, um das Gegenteil zu beweisen. Jetzt bitte ich jeden, auf das Alter der Innenverteidigung von Borussia Dortmund zu schauen und die Frage selbst zu beantworten.

Frage: Erhält Torwart David Yelldell auch gegen Mainz 05 den Vorzug vor Fabian Giefer?

Dutt: Das war und bleibt ein sehr enges Rennen. Wenn du nicht eine klar gesetzte Nummer eins wie Rene Adler hast, dann kann es auch eine Veränderung geben.

Frage: Michael Ballack stand nach dem Pokal-Aus in Dresden öffentlich in der Kritik. War dies gerechtfertigt?

Dutt: Die alleinige Schuld an ihm aufzuhängen, halte ich für ungerechtfertigt. Er hatte eine Teilschuld wie die anderen auf dem Platz auch.

Frage: Welche Rolle spielt Michael Ballack denn in Ihren Planungen?

Dutt: Wie jeder Spieler aus dem Kader auch, wird er - wenn es die taktische Ausrichtung und die Leistungsfähigkeit erlaubt - in der Startformation stehen. Wenn nicht, dann eben nicht.

Frage: Ballack als Ersatzspieler hat schon in der vergangenen Saison zu atmosphärischen Störungen geführt. Befürchten Sie ein ähnliches Szenario?

Dutt: Wir haben einen kleinen, aber ausgeglichenen Kader. Jede Woche kann jedem Spieler die Bank drohen. Ich habe versucht, die gesamte Mannschaft darauf vorzubereiten. Status quo ist, dass es mit ihm bis heute keine Probleme gab. Den klassischen Stammspieler gibt es ohnehin nicht mehr. Manchester United war im Champions-League-Finale und hatte nur vier Feldspieler, die mehr als 60 Prozent an Einsatzzeit hatten.

Frage: Das heißt, Michael Ballack genießt keine Sonderrechte...

Dutt: Leistung ist der eine Parameter, da genießt kein Spieler eine Ausnahmestellung. Was seine Person, seine Vita betrifft, da genießt er selbstverständlich eine Ausnahmestellung. Es ist klar, dass ich mich mit seiner öffentlichen Position mehr auseinandersetzen muss. Da kann er nichts für und da muss ich ihn als Trainer auch schützen.

Frage: Wie ist denn seine aktuelle Form?

Dutt: Er ist fit, aber natürlich nicht wie jeder andere Spieler. Michael ist 34 Jahre alt und keine 18. Seine persönlichen Leistungsfaktoren sind alle auf einem guten Niveau. Er ist verletzungsfrei, kann das komplette Trainingsprogramm mitmachen. Seine Ausdauerfaktoren sind für seinen Bereich top.

Frage: Das Leverkusener Spiel lebt vom Tempo. Passt denn da ein Spielertyp wie Michael Ballack überhaupt in das System?

Dutt: Simon Rolfes kommt auch nicht über die Schnelligkeit und hat in Dresden gespielt. Das hat sich auch nicht gebissen.

Frage: Wie lautet Ihre Zielsetzung für die Saison?

Dutt: Wenn wir keinen internationalen Wettbewerb erreichen, war es eine schlechte Saison. Holen wir einen Europa-League-Platz, ist es durchschnittlich. Die Champions-League-Qualifikation ist gut, ein Titel wäre überragend. Wenn der zweite Platz aus dem Vorjahr aber kein Zufall war, und ich habe ihn nicht als Zufall gesehen, dann sollten wir nicht automatisch nach Platz vier oder fünf schauen, sondern nach oben.

Frage: Es heißt ja oft, die Leverkusener Mannschaft ist zu brav. Wollten Sie mit dem Blick nach oben auch die Mannschaft wachrütteln?

Dutt: Wir haben Spieler wie Rolfes, Friedrich, Balitsch, Ballack oder Kießling, die schon ihren Mund aufmachen. Die Mannschaft ist hart, aber korrekt zueinander. Das ist die richtige Mischung. Es geht nicht darum, eine Pseudohärte aufzubauen.

Frage: Verkörpern Sie wie auch Ihre Kollegen Jürgen Klopp oder Thomas Tuchel eine neue Trainer-Generation?

Dutt: Wir hatten früher auch große Trainer wie Arrigo Sacchi, die über die gleiche Schiene gekommen sind. Vielleicht ist die Häufigkeit überraschend. Generell haben wir eine bunte Mischung aus erfahrenen Trainern wie Thomas Schaaf oder Jupp Heynckes bis hin zu jungen Leuten wie Thomas Tuchel. Dazwischen gibt es die Generation der Mitte 40er mit Jürgen Klopp, Dieter Hecking, Mirko Slomka oder mir. Jeder hat eine unterschiedliche Vita. Das tut der Bundesliga gut.

Frage: DFB-Sportdirektor Matthias Sammer hat die Wichtigkeit einer fundierten Trainerausbildung angesprochen. Sehen Sie sich in Ihrem Werdegang bestätigt?

Dutt: Matthias Sammer hat doch das Gegenteil bewiesen. Er ist mit Dortmund Meister geworden, obwohl er den kurzen Weg genommen und den Trainerschein quasi geschenkt bekommen hat. Aber Matthias Sammer ist eine von mir geschätzte Person. Ich könnte sagen, er hat Recht, aber es wird auch immer Naturtalente wie bei Spielern geben. Warum soll man diese durch eine 17 Jahre harte Knochenzeit, wie ich sie hatte, durchjagen, wenn sie die gleiche Leistung sofort bringen?

Frage: Was erwarten Sie von der Bundesliga-Saison 2011/12?

Dutt: Die Bundesliga ist die mit Abstand stärkste Liga, auch wenn wir nicht die beste Mannschaft der Welt haben. An schlechten Tagen kann der Meister gegen einen zukünftigen Absteiger verlieren. Das macht die Liga interessant.

Frage: Viele Stars wie Sahin, Vidal oder van Nistelrooy haben die Liga verlassen. Leidet darunter nicht die Attraktivität?

Dutt: Die Bundesliga produziert Stars am laufenden Band. Die Nationalelf profitiert davon, allein wenn ich mir die Offensivkraft anschaue.

Frage: Einer der möglichen neuen Stars ist Andre Schürrle. Wie macht er sich?

Dutt: Ich traue ihm eine gute Rolle zu. Aber auch er wird an seine Grenzen stoßen. Das ist nicht mehr Mainz, das ist Leverkusen und beinhaltet englische Wochen mit Champions League am Mittwoch in Barcelona und Bundesliga am Samstag in Freiburg. Das muss er im Kopf alles verarbeiten. Er ist aber ein intelligenter Junge.

Der erste Spieltag im Überblick

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