Wolfsburg-Trainer im Interview

Felix Magath: Kein Spieler darf bei Abstieg gehen

SID
Mittwoch, 11.05.2011 | 15:03 Uhr
Ein banger Blick in die Zukunft: Felix Magath kämpft mit dem VfL Wolfsburg gegen den Abstieg
© Getty
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Felix Magath droht am Samstag mit dem VfL Wolfsburg der Abstieg aus der Bundesliga. Der Magier ist noch nie abgestiegen - weder als Spieler noch als Trainer. Der Gang in die 2. Liga wäre eine "Katastrophe" für ihn. Dennoch hat der Geschäftsführer Sport vorgesorgt. Wie der 57-Jährige im Interview mit dem "Sport-Informations-Dienst" erklärt, sollen alle Profis im Falle des Abstiegs bleiben.

Frage: Hallo Herr Magath, wie geht es Ihnen?

Felix Magath: Nicht so gut. ich bin angespannt. Denn so eine Leistung wie beim 1:2 gegen Kaiserslautern am Samstag hinterlässt Spuren. Für diese Leistung bin ich verantwortlich. Deshalb habe ich auch ein paar Tage damit zu tun.

Frage: Können Sie vor dem Abstiegsfinale noch ruhig schlafen?

Magath: Ich kann nach einem Spiel sowie kaum schlafen. Wenn es Niederlagen wie am Samstag gibt, ist es ganz schlecht. Das hat mich auch am Sonntag noch beschäftigt. Aber seit Montag ist der Schlaf wieder normal. Nur, das nützt ja auch nichts.

Frage: Wie schätzt der Schachexperte Magath die Lage ein. Hat der VfL die Dame noch im Spiel?

Magath: Wir haben zumindest einen Bauer mehr als die anderen. Wenn man die Lage nüchtern betrachtet, ist trotz der Niederlage gegen Lautern nichts passiert. Wir haben es nach wie vor selbst in der Hand. Wenn wir in Hoffenheim gewinnen, dürfte uns nichts mehr passieren.

Frage: Sie sind weder als Spieler noch als Trainer abgestiegen. Wenn es am Samstag so kommt, was geht in Ihnen dann vor?

Magath: Ich bin tatsächlich noch nie abgestiegen. Deshalb graust es mir auch davor. Ich möchte dieses Schicksal nicht erleiden müssen. Der Abstieg wäre für mich persönlich eine Katastrophe, wenn ich jetzt nach so vielen Jahren und nach einigen erfolgreich bestandenen Abstiegskämpfen diese Situation nicht lösen könnte.

Wer steigt ab? Schicksal spielen mit dem SPOX-Tabellenrechner

Frage: Wie sieht Ihr Samstagabend aus, wenn Sie es nicht schaffen?

Magath: Weil ich ja nicht nur Trainer bin, kann ich am Sonntag eh nicht in den Urlaub gehen, egal, was passiert. Als Hauptverantwortlicher muss ich zur Verfügung stehen und die Dinge erklären. Wenn wir in die Relegation müssen, ist an Urlaub sowieso nicht zu denken.

Frage: Und wenn Sie den Klassenerhalt schaffen?

Magath: Dann wird nicht gefeiert. Das war ja unser Minimalziel. Von daher sehe ich keinen Grund, den Klassenerhalt als Erfolg zu werten.

Fage: VW-Boss Martin Winterkorn hat gerügt, dass sich die Spieler gegen den 1. FC Kaiserslautern aufgegeben hätten. Was macht Sie optimistisch, dass das in Hoffenheim nicht wieder passiert?

Magath: Die Mannschaft hat in den Spielen gegen Köln und Bremen ja schon gezeigt, dass sie die nötige Leistung abrufen kann. Aber man kann nie in die Köpfe der Spieler gucken. Einige der Spieler habe ich zudem nicht verpflichtet. Wenn Profis da sind, die meine Auffassung nicht von Anfang an kennen, dann ergeben sich vielleicht Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit.

Frage: Warum zeigten ausgerechnet Routiniers wie Torwart Diego Benaglio oder Arne Friedrich Schwächen?

Magath: Diego Benaglio war in der gesamten Saison wegen verschiedener gesundheitlicher Probleme immer mal wieder nicht gut drauf. Bei Arne Friedrich habe ich keine Erklärung. Er hat es mir auch nicht erklären können. Ich habe ihn gefragt.

Frage: Muss Friedrich am Samstag auf die Bank?

Magath: Man könnte die Mutmaßung haben, dass Arne Friedrich nervlich mit der Situation nicht klargekommen ist. Es gilt in dieser Woche zu beobachten, wie die Spieler drauf sind. Nur die Profis, die im Training einen stabilen Eindruck machen, sind dabei.

Frage: Winterkorn hat auch Konsequenzen angedroht. Wie sehen die aus?

Magath: Die Konsequenz ist, dass allein wir entscheiden, ob jemand den Verein verlässt oder nicht. Wir haben am Montagabend gemeinsam mit dem Präsidium des Aufsichtsrates einstimmig beschlossen, bei allen Spielern, die eine Option für die 2. Liga haben, diese auch zu ziehen. Deshalb würden alle Spieler zum Zweitliga-Trainingsstart hier auf der Matte stehen. Die Spieler, die uns die Suppe dann eingebrockt hätten, sollten diese auch auslöffeln müssen.

Frage: Haben denn alle Spieler so einen Kontrakt?

Magath: Es gibt einige Spieler, die schon einen Vertrag für die 2. Liga haben. Aber der Großteil hat diese Option. Es gibt nur einen Spieler, der weder Vertrag noch Option hat, aber der gehört nicht zur Stammelf.

Frage: Wie haben die Spieler auf das Wechselverbot reagiert?

Magath: Ich habe sie nicht gefragt. Ich weiß nicht, ob sie sich gefreut haben.

Frage: Heißt das auch, dass das Ziel der sofortige Wiederaufstieg wäre. Wie bei Hertha?

Magath: Wir haben Hertha nicht zum Vorbild genommen. Aber selbstverständlich gibt es keinen Zweifel daran, dass nach einem Abstieg der VfL in der Saison 2012/13 wieder in der Bundesliga spielen soll. Deshalb haben wir den Beschluss des Präsidiums des Aufsichtsrates benötigt, um mit dem jetzigen Spieler-Etat auch in die zweite Liga zu gehen. Aber ich bin trotz allem überzeugt, dass wir die Klasse halten werden.

Frage: Wenn Sie den Klassenerhalt schaffen, müssten Sie dann nicht personell nachbessern?

Magath: Nein, wir haben nach der Saison eine ganz andere Situation. Wir haben eine Vorbereitung von sechs Wochen. Da werden wir uns alle besser kennenlernen. Aber es steht fest, dass wir auf der Innenverteidiger-Position nicht so üppig besetzt sind. Wir haben nur drei, das ist ein bisschen riskant.

Frage: Bleibt es dabei, dass Wolfsburg ihre letzte Trainer-Station ist?

Magath: Innerhalb der Bundesliga ja. Ob ich noch einmal im Ausland arbeiten würde, kann ich nicht sagen.

Frage: Trauen Sie sich zu, den VfL Wolfsburg wieder da hinzuführen, wo der Klub 2009 war?

Magath: Mein Anspruch ist immer, ganz nach oben zu kommen. Ich kann keine Meisterschaft garantieren. Aber letztendlich würde es darauf hinauslaufen, zukünftig auch wieder um den Titel zu spielen.

Der Kader des VfL Wolfsburg

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