Proteste: Beckenbauer fordert Konsequenzen

Von SPOX
Montag, 04.04.2011 | 11:12 Uhr
Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer fordert Konsequenzen nach den Fan-Protesten
© Getty
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Venlo

Bayern-Ehrenpräsident hat nach den Fan-Protesten und Beschimpfungen gegen Uli Hoeneß den Verein zum Handeln aufgefordert. Beim Spiel gegen Gladbach wurde Hoeneß unter anderem als "Lügner" beschimpft.

Franz Beckenbauer, Ehrenpräsident des FC Bayern München, hat sich in der Diskussion um die Fan-Proteste beim FC Bayern München klar positioniert und hat für FCB-Präsident Uli Hoeneß eine Lanze gebrochen.

Gegenüber der "Bild" empörte sich der Kaiser über die Beschimpfungen der Münchner Fans: "So kann man nicht mit Uli Hoeneß umgehen, der Bayern seit Jahrzehnten auf Erfolgskurs hält."

Kommentar: Die Proteste der FCB-Fans - geschmacklos und am Ziel vorbei

Nun fordert Beckenbauer den Verein zum Handeln auf: "Das darf sich der Verein nicht gefallen lassen!", stellte der Ehrenpräsident klar.

Unterstützung erhält Hoeneß auch von Ex-Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld: "Uli ist einer, der sich immer für die Fans einsetzt. Ich hoffe nur, dass er ruhig bleibt und sich nicht von einer kleinen Gruppe verrückter Fans beeinflussen lässt."

Kein Verständnis für die Proteste

Selbst 1860-Präsident Dieter Schneider zeigte wenig Verständnis für den Fan-Aufstand beim großen Nachbarn. "Das bedauere ich sehr. Man kann so einen ehrlichen Menschen nicht als Lügner beschimpfen", sagte der 63-Jährige.

Die Kritik aus der Kurve hält Schneider zudem für unangebracht. "Wir haben wirklich kein Geld vom FC Bayern bekommen." Die Bayern hätten nur Zugeständnisse gemacht, die kaufmännisch vertretbar seien, wie zum Beispiel die Kosten für das Catering zu senken.

Beim Spiel gegen Borussia Mönchengladbach wurde Hoeneß auf diversen Transparenten und Spruchbändern von den Fans kritisiert und sogar als "Lügner" beschimpft.

Auch Sportdirektor Christian Nerlinger hat kein Verständnis für die ausartende Reaktion der Fans. "Eine Schande für den FC Bayern, wie sich Teile der Fans verhalten haben gegen einen Mann, der in den letzten 30 Jahren nichts anderes im Kopf und im Herzen gehabt hat als den FC Bayern", so Nerlinger in der "Bild".

Zu weiteren Stellungnahmen war der Verein am Montag nicht bereit.

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