Dortmunds Zeljko Buvac im Porträt

Klopps eineiiger Zwilling

Von Daniel Börlein
Freitag, 04.02.2011 | 12:13 Uhr
Die Aufgabenverteilung beim BVB: Klopp vorne, Buvac im Hintergrund - aber meist gleicher Meinung
© Imago
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Zeljko Buvac ist ein Geheimnis des Dortmunder Höhenflugs. Borussias Co-Trainer ist der Stratege und Taktiker im Hintergrund. Jürgen Klopp vertraut ihm blind, weil sich das Duo seit knapp 20 Jahren kennt und perfekt harmoniert.

Mittlerweile ist es fast genau zehn Jahre her, dass Jürgen Klopp seine Karriere als Spieler beendet hat und an die Seitenlinie gewechselt ist. Im Februar 2001 übernahm der damals 33-Jährige beim FSV Mainz 05 die Nachfolge des entlassenen Eckhard Krautzun - und musste über vier Jahre auf seinen ersten Sieg als hauptverantwortlicher Trainer im Profi-Fußball warten.

Erst im Frühsommer 2005 schloss Klopp die Ausbildung zum Fußball-Lehrer ab und erlangte dadurch die Voraussetzung, einen deutschen Klub ganz offiziell als Cheftrainer betreuen zu dürfen. Auch vorher hatte der Ex-Profi in Mainz natürlich schon das Sagen gehabt, auf jedem Spielberichtsbogen stand bis dahin unter "Trainer" allerdings immer ein anderer Name: Zeljko Buvac.

Strutz: "Die perfekte Ergänzung zu Klopp"

Den Bosnier holte Klopp bei seinem Amtsantritt 2001 in Mainz mit ins Boot und machte ihn zu seinem Co-Trainer. Buvac ist es auch heute noch. Er ist Klopps wichtigster Vertrauter. "Er ist ein ausgesprochener Fußball-Fachmann und die perfekte Ergänzung zu Jürgen Klopp", sagt Mainz-Präsident Harald Strutz im Gespräch mit SPOX.

Während Klopp mit seinem charismatischen Auftreten und seiner eloquenten Art in der ersten Reihe steht und das Interesse von Öffentlichkeit und Medien auf sich zieht, hält sich Buvac im Hintergrund. Interviewanfragen lehnt der 49-Jährige höflich ab, selbst öffentliche Aussagen gibt es nur wenige. Und die, die überliefert sind, sind kurz und knackig: "Ich rede nur, wenn ich etwas zu sagen habe."

Er hält nichts davon, öffentlich über Fußball oder Borussia Dortmund zu parlieren. Buvac spricht die Dinge lieber hinter verschlossenen Türen an - sachlich, präzise und bestimmt. "Wenn er was sagt, dann hat das Hand und Fuß. Es stimmt und ist Gesetz", erklärt Peter Krawitz, der ebenfalls ein Teil von Klopps Trainer-Team beim BVB ist.

Buvac und Klopp gleichberechtigt

Buvac' Meinung ist Klopp außerordentlich wichtig. "Zeljko ist der Fleisch gewordene Fußballsachverstand, ich lerne jeden Tag von ihm", sagt Klopp. Beim BVB trifft er deshalb auch keine Entscheidung, ohne nicht vorher ausführlich mit Buvac darüber diskutiert zu haben. Sein Urteil muss Klopp dann alleine fällen. Das ist auch Buvac wichtig, schließlich ist Klopp der Chef.

Auf dem Trainingsplatz gibt es allerdings keinen Chef beim BVB. Da gibt es nur Klopp und Buvac. "Beide wechseln sich auf dem Trainingsplatz bei der Ansprache an die Spieler ab", sagt Mats Hummels gegenüber SPOX. "Buvac hat sehr viele taktische Ideen, die bei uns im Training einen großen Teil einnehmen."

"Meister der Trainingsformen" nennt Klopp seinen Kompagnon auch gerne. Buvac legt viel Wert aufs Detail. Die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen müssen stimmen, die Laufwege eingehalten werden, Passfolgen präzise und druckvoll ausgeführt werden. Danach richtet Buvac sein Programm aus, entwickelt immer wieder eigene neue Übungen, die stets darauf abzielen, die Spieler möglichst praxisnah zu schulen.

"Bei allen Übungen hat er immer das Ganze im Blick. So wie auch bei unseren Spielen, wo er schnell Entwicklungen erkennt und taktische Lösungen mit Jürgen bespricht", sagt Krawietz. "Wenn im Training irgendetwas nicht passt und wir beispielsweise taktische Fehler machen, dann ist es meist so, dass er unterbricht und erklärt, wie es richtig zu laufen hat", sagt Hummels. Klopp nimmt dann die Rolle des Beobachters ein. Dortmunds Coach vertraut Buvac blind.

Buvac als Spieler ein Stratege

Seit fast 20 Jahren kennen sich beide mittlerweile. In Mainz spielten Klopp und "Chucky", wie Buvac gerufen wird, zwischen 1992 und 1995 drei Saisons in einer Mannschaft. Schon damals harmonierte das Duo. "Als Spieler waren die beiden für mich immer die Protagonisten. Klopp war derjenige, der die Mannschaft mit seiner Art wachgerüttelt und mitgerissen hat. Buvac war der Stratege, der das Spiel lenkte", sagt Strutz.

"Er wusste als Spieler schon immer, was der Gegner vor hat, er konnte ein Spiel lesen. Wenn wir in Ballbesitz waren, hat er von fünf Entscheidungen, viermal die perfekte Entscheidung getroffen - rein intuitiv. Er war ein klasse Fußballer", sagt Ansgar Brinkmann, der in Mainz zwei Jahre an der Seite von Buvac spielte, im Gespräch mit SPOX.

Zu mehr als zweite Liga reichte es für Buvac trotzdem nicht. Nach 90 Spielen und 13 Toren für Mainz wechselte er in die Regionalliga zum SC Neukirchen, wo er nach seinem Karriereende 1998 erste Erfahrungen als Trainer sammelte.

Klopp löste Versprechen ein

Der Kontakt zu Klopp riss allerdings auch nach seinem Weggang aus Mainz nicht ab. Beide trafen sich regelmäßig, tauschten sich über Fußball aus und versprachen sich schließlich gegenseitig, den jeweils anderen mitzunehmen, sollte einer von beiden im Profibereich als Cheftrainer anheuern.

2001 löste Klopp dieses Versprechen ein. "Als wir Kloppo zum Trainer machen wollten, hat er gesagt, er mache das nur, wenn Buvac dazu kommt", erzählt Strutz. Die Mainzer Verantwortlichen stimmten zu, das Duo Klopp/Buvac führte die 05er zum Klassenerhalt, später in die Bundesliga und wechselte 2008 nach den erfolgreichsten Jahren der Mainzer Vereinsgeschichte nach Dortmund.

"Ich hätte Buvac natürlich gerne als Trainer behalten", sagt Strutz. "Aber es war allen klar, dass Klopp das in Dortmund nicht ohne ihn machen wird. Dafür hatten wir Verständnis."

Buvac ein Geheimnis des Erfolgs

Beim BVB schreiben Klopp und Buvac ihre Erfolgsgeschichte seitdem weiter. Ohne seinen Co-Trainer und Freund hätte Klopp es nicht geschafft, die Borussia in der Bundesliga auf Platz eins zu führen, darin sind sich fast alle Beobachter einig.

"Sie ergänzen sich fachlich und menschlich perfekt", sagt Strutz. Buvac ist ein Geheimnis des Dortmunder Erfolgs, weil er "sehr nah dran an der Mannschaft ist" (Hummels), weil er "menschlich ein absolutes Ass ist" (Brinkmann), weil er "seine Person immer in den Hintergrund rückt" (Strutz) und weil er schlichtweg die ideale Ergänzung zu Klopp ist.

Oder wie Strutz es ausdrückt: "Buvac ist Klopps eineiiger Zwilling."

Hoeneß baut auf Dortmund-Krise

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