Tagebuch aus dem Bayern-Trainingslager, Tag 2

Hulk Breno, the Animal

Von Thomas Gaber
Montag, 03.01.2011 | 23:38 Uhr
Breno (l.) ist nach seinem Kreuzbandriss wieder komplett fit
© Getty
Advertisement
Boxen
So03:00
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Premier League
So17:00
Kracher am Sonntag: Liverpool-Arsenal
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Cheltenham -
West Ham
League Cup
Blackburn -
Burnley
Copa do Brasil
Flamengo -
Botafogo
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Grêmio
Copa Sudamericana
Nacional -
Estudiantes
UEFA Europa League
Fenerbahce -
Vardar Skopje
Primera División
Real Sociedad -
Villarreal
Ligue 1
PSG -
St. Etienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Eredivisie
Venlo -
Ajax
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Primera División
Espanyol -
Leganes
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification South America
Peru -
Bolivien
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland
WC Qualification Europe
Georgien -
Irland
WC Qualification Europe
Serbien -
Moldawien
WC Qualification Europe
Isreal -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Färöer Inseln -
Andorra
WC Qualification Europe
Weißrussland -
Schweden
WC Qualification Europe
Estland -
Zypern
WC Qualification Europe
Griechenland -
Belgien

SPOX-Redakteur Thomas Gaber begleitet den FC Bayern München ins Trainingslager nach Doha. Am zweiten Tag erzählt er, wie Breno sich ins Herz von Louis van Gaal grätscht und Luiz Gustavo die Hetzjagd der Journalistenmeute gewinnt.

 Eine kurze Körpertäuschung, ein schneller Antritt und weg war Thomas Müller. "Das ist gut, Müller, das ist sehr gut", brüllte Louis van Gaal mit voller Inbrunst.

Dabei hatte Müller lediglich den bemitleidenswerten Breno auf dem falschen Fuß erwischt. Keine große Kunst - Breno musste sich nämlich zeitgleich drei Spielern entgegenwerfen.

Drei gegen Eins

Van Gaal packte ein für die Verteidiger grausames Spiel aus: Drei gegen Eins. Drei Spieler übten direkte Kurzpässe und durften sich dann aussuchen, ob sie eine Ziellinie durch simples Passspiel rund um den einzigen Gegenspieler oder ein Dribbling erreichen.

Links vorbei, rechts vorbei oder halt der Doppelpass. Eigentlich albern - fand auch Mark van Bommel. "Trainer, das ist nicht gut, das ist drei gegen eins", echauffierte sich der Kapitän. Van Gaal überhörte van Bommels Kritik bewusst. Er fand's Wahnsinn.

"Ja, Francky, Sie können das immer so machen", "Sehr gut Schweini, YEAH", "Ohhh, ist das gut, Müller". Van Gaal legte sich mächtig ins Zeug, seine Stimme schaffte ungeahnte Oktaven.

Breno glänzt

Ein tolles Spiel für die Offensivabteilung, ein Graus für die Defensive. Aber Ribery und Co. haben die Rechnung ohne Tymoschtschuk und Breno gemacht. Tymo schob die körperlich unterlegenen Müller und Ribery einfach immer wieder aus der Bahn, wenn die es wagten, ihn im direkten Duell zu hänseln.

Breno glänzte derweil mit herzhaften, kompromisslosen Grätschen und einer exzellenten Antizipation. "Boah, Breno, Animal Breno!" - van Gaal war komplett aus dem Häuschen.

Breno, das Tier, Breno, das Monster, Breno, der Unbesiegbare, Hulk Breno. Brasilien King-Kong Breno - in Anlehnung an den Schwergewichtsboxer Israel King-Kong Garcia.

Secret Service für Gustavo

Luiz Gustavo hat seine erste Begegnung mit Earthquake Breno noch vor sich. Dienstagvormittag wird er erstmals Bekanntschaft mit seinen neuen Kollegen auf dem Platz machen. Den ersten Kampf hat der Neuzugang aus Hoffenheim schon mal gewonnen.

Dr. Richard Kimble ist ein Schwachmat gegen Gustavo, wenn es um eine erfolgreiche Flucht geht. Zig Fotografen, Kameraleute und Schreiberlinge (inklusive mir) riegelten den Doha'schen Flughafen ab, um Gustavo am Abend im Empfang zu nehmen. Der Secret Service hätte seine Leute nicht besser postieren können - überall ein Mann von uns.

Feuer in der Hotelbar

Gustavo stieg einfach an einem nicht zugänglichen Mini-Terminal aus dem Flieger und ins Auto. Eine wilde Verfolgungsjagd auf den Highways beginnt. Gustavo, Sportdirektor Nerlinger und Pressechef Hörwick in einer schwarzen Limousine, die Journalistenmeute hinterher.

Und wieder "verarscht" uns der Brasilianer. 40 Minuten warten wir in der Hotellobby, ehe Gustavo aufschlägt. Ein paar Fotos, ein übermüdeter Blick und ab ins Hotelzimmer. Kein Wort zu seinem Wechsel.

Der Tag endet dann doch noch passabel für mich. In der Hotelbar fängt der Mülleimer Feuer, fiese, giftige Rauchschwaden ziehen durch.

Sensationell, wie oberlässig der Barkeeper in aller Seelenruhe Wasser in den Eimer kippt und uns dabei angrinst, als hätte er eine leidenschaftliche Nacht mit Gisele Bündchen verbracht. Ein echter Mann. Einer für van Gaal.

Van Bommel denkt an Januar-Wechsel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung