Den FC Bayern im Hinterkopf

Von Haruka Gruber
Dienstag, 20.05.2008 | 08:14 Uhr
Doll, Klopp
© Imago
Advertisement
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
FC Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Pachuca
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
FIFA Club World Cup
Real Madrid -
Gremio
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
CFC Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
FC Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
CFC Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
FC Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
FC Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
CFC Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premiership
Hearts – Hibernian
Indian Super League
Jamshedpur -
Chennai

München - In gebotener Eile das Wichtigste vorneweg. Thomas Doll ist als Trainer von Borussia Dortmund zurückgetreten. Die Überraschung hält sich in Grenzen. Als Abfindung erhält er 500.000 Euro.

Ebenfalls keine Breaking News mehr: Jürgen Klopp gilt gemeinhin als DER Topfavorit auf die Nachfolge. Mit Leo Beenhakker, Mirko Slomka, Ronald Koeman oder Jean Tigana gebe es zwar ausreichend viele Kandidaten, doch im Umfeld des BVB wird eben nur ein Name gehandelt: Jürgen Klopp.

Es passt ja auch zu gut: Hier der junge, ambitionierte, im Winter selbst von den Bayern umworbene Trainer, der nach dem verpassten Bundesliga-Aufstieg des FSV Mainz 05 seinen Weggang verkündet hat. Dort der BVB, der sportlich vor sich hin darbend, finanziell nichtsdestotrotz potente Traditionsverein.

Klopp zu Dortmund. Das passt. Zumindest auf dem ersten Blick.

Tut sich Klopp einen Gefallen?

Aber nach etwas Brainstorming poppen plötzlich Zweifel auf. Das Dortmund mit Klopp nicht viel falsch machen würde, erscheint nach dessen hervorragender Arbeit in Mainz offensichtlich. Aber würde sich umgekehrt Klopp einen Gefallen tun, nach Dortmund zu wechseln? Zu einem Verein, der in 17 Monaten drei Trainer verschliss?

Fünf Denkanstöße für Klopp, warum er sich das mit der Unterschrift beim BVB reiflich überlegen sollte.

1. Hort der Hysterie

Tja, die Sache mit dem Kleingedruckten. Dortmund wuchert mit einem tollen Stadion, einem vom Namen her gut bestückten Kader, einigen Millionen für Neuzugänge und der Teilnahme am UEFA-Cup. Doch Vorsicht: Wer als Trainer in Dortmund anheuert, muss sich gleichzeitig auch mit weitaus unerfreulicheren Rahmenbedingungen anfreunden.

Mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke etwa, der zwar ein guter Betriebswirt ist, sich aber häufig in sportliche Belange einmischt. Oder auch mit Michael Zorc, dem Sportdirektor mit dem wenig glücklichen Händchen bei Transfers. Ganz zu schweigen von der teils hysterischen, teils hypernervösen Grundstimmung in und um den Verein.

2. Ist der Ruf erst ruiniert...

Thomas Doll: Weichgespülter Dauerquassler ohne taktisches Konzept, dafür mit einer Vorliebe für sinnloses Dauerrotieren. Jürgen Röber: Überfordert, ohne psychologisches Know-how, von den Führungsspielern nicht akzeptiert.

Man kann getrost davon sprechen, dass der Ruf der beiden Ex-BVB-Trainer ruiniert ist, nachdem sie in Dortmund scheiterten. Röber sucht seitdem vergeblich nach einem Job, auch Doll wird nur schwer zu vermitteln sein. Frage an Jürgen Klopp: Ist es das Risiko wert?

3. Warum keine Kreativpause?

Er gestikuliert, er schreit, er zetert, er leidet: Klopps Coachingstil ist extrem aufreibend. Daher ein Vorschlag: Vielleicht mal ein Jahr aussetzen, den Akku aufladen, nach 18 Jahren in Mainz bei anderen Klubs hospitieren, neue Ideen sammeln.

Dass er den TV-Experten-Job nach der EM aufgibt, zeigt, dass er gewillt ist, etwas vom Gaspedal zu gehen. Zumal eine selbst gewählte Kreativpause seinem Marktwert mit Sicherheit nicht schaden wird. Wer sich rar macht, macht sich interessant. Nachzufragen bei Jürgen Klinsmann.

4. Prädestiniert für Leverkusen

Auch für den Fall, dass Klopp sich gegen eine Pause entscheidet, wird er sich wohl kaum Hals über Kopf in eine neue Aufgabe stürzen. Denn auch wenn er an der Seitenlinie mit seiner emotionalen Attitüde nicht den Anschein macht: Er agiert außerhalb des Platzes höchst rational. Interessenten wie Red Bull Salzburg gab und gibt es zuhauf, doch Klopp will einen Klub finden, der hundertprozentig zu ihm passt.

Warum sollte er sich demnach ausgerechnet für Dortmund entscheiden? Wenn Klopp etwas Geduld aufbringt, eröffnen sich womöglich sehr viel interessantere Möglichkeiten. Wie wär's mit Leverkusen, wo Michael Skibbe zur Disposition steht? Der Bayer-Kader wäre prädestiniert für Klopps Offensivfußball, zumal es in der Führungsetage deutlich ruhiger und professioneller zugeht als beim BVB.

5. Der FC Bayern lockt

Vom Interesse des FC Bayern an Klopp war schon die Rede gewesen. Wäre Klinsmann nicht zum FCB gegangen, "dann hätten wir sicher über Jürgen Klopp nachgedacht", so Manager Uli Hoeneß.

Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Kaum einer erwartet, dass Klinsmann länger als zwei, drei Jahre in München bleiben wird, weil er den Trainerjob einfach wie ein kurz- bzw. mittelfristiges Projekt begreift. Motto: Die Bayern reformieren, in der europäischen Spitze etablieren, Mission accomplished, die nächste Aufgabe bitte.

Daher gilt es, sich bereits jetzt für die Post-Klinsmann-Ära in Position zu bringen. Klopp wäre mit Sicherheit einer der Anwärter auf die Nachfolge - vorausgesetzt, bis 2010, 2011 läuft seine Karriere weiter so erfolgreich wie bisher. Dafür unerlässlich: Ein Verein, in dem sich Klopp in Ruhe und ohne Störmanöver weiterentwickeln kann. Leverkusen würde die Prämissen erfüllen. Aber Dortmund?

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung