Trapattoni: Ich sollte DFB-Trainer werden

SID
Sonntag, 11.09.2016 | 16:27 Uhr
Giovanni Trapattoni enthüllt in seiner Bibliographie spannende Geschichten
Advertisement
League Cup
Di23.01.
Die Entscheidung: Bristol-ManCity & Chelsea-Arsenal
Copa del Rey
Do25.01.
Derby mit Druck: Dreht Barca den Rückstand?
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Strassburg
Serie A
Turin – Benevento
Serie A
Neapel – Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Serie A
AC Mailand -
Lazio
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand – Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Brom (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)
Indian Super League
Mumbai City – Jamshedpur
Primera División
Real Sociedad -
La Coruna
Primera División
Eibar -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Man City
Premiership
Kilmarnock -
Celtic
Championship
Leeds -
Cardiff
Primera División
Real Betis -
Villarreal
Serie A
Sampdoria -
FC Turin
Premier League
Arsenal -
Everton
Primera División
Alaves -
Celta Vigo
Premier League
Man United -
Huddersfield
Primera División
Levante -
Real Madrid
Serie A
Inter Mailand -
Crotone
Premier League
West Brom -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth – Stoke (DELAYED)
Premier League
Brighton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Leicester – Swansea (Delayed)
Primera División
Getafe -
Leganes
Serie A
Hellas Verona -
AS Rom
Serie A
Atalanta -
Chievo Verona
Serie A
Bologna -
Florenz
Serie A
Udinese -
AC Mailand
Serie A
Juventus -
Sassuolo
Serie A
Cagliari -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Barcelona
Premier League
Liverpool -
Tottenham
Primera División
Girona -
Bilbao
Primera División
Atletico Madrid -
Valencia
Serie A
Benevento -
Neapel
Ligue 1
Monaco -
Lyon
Serie A
Lazio -
CFC Genoa

Giovanni Trapattoni hat erstmals verraten, dass der DFB ihn als deutschen Nationaltrainer verpflichten wollte. In einer Vorabveröffentlichung von Teilen seiner Biographie in der Bild sprach der ehemalige Trainer des FC Bayern München und Inter Mailand zudem über den weinenden Lothar Matthäus, die Fehler von Mario Basler, Jürgen Klinsmann und seine legendäre Wutrede.

Giovanni Trapattoni als Trainer des DFB-Teams? Laut dem italienischen Startrainer wäre es beinahe so gekommen. "Die Ersten, die auf mich zukamen, waren wieder die Deutschen - diesmal mit dem Angebot, ihre Nationalmannschaft zu trainieren", schreibt der 77-Jährige in seiner Biographie.

Der deutsche Fußballverband habe ihn kontaktiert, nachdem er beim AC Florenz am 30. Juni 2000 den Hut nehmen musste. Zehn Tage zuvor war Erich Ribbeck als Bundestrainer geschasst worden. Dass der DFB anschließend Paul Breitner und Christoph Daum als Kandidaten auserkoren hatte, war bekannt.

Dass aber Trapattoni ebenfalls zu den Kandidaten zählte, ist bisher im Verborgenen geblieben. Der bis heute einzige Vereinstrainer neben Jose Mourinho, der in vier verschiedenen Ländern Meister wurde, sagte jedoch ab. Der Grund war seine Ehefrau: "Als ich es Paola erzählte, warf sie mir nur einen verzweifelten Blick zu."

Trapattonis erste Bayern-Amtszeit: Frust durch Angeberei von Scholl

Ob das mit den Erfahrungen seiner Frau in Deutschland zusammenhing? Zweimal trainierte Trapattoni den FC Bayern München, erstmals in der Spielzeit 1994/95. "Der schlimmste Teil der Saison war der erste: Es gelang mir nicht, mich dem Team verständlich zu machen. Ich spreche eben, wie ich spreche - auch auf Italienisch ist manchmal nicht auf Anhieb verständlich, was ich ausdrücken möchte", berichtet Trapattoni.

Besonders das Verhalten einiger Spieler belastete ihn. "Wie erreicht man, dass ein Team junger deutscher Männer die eigene Vorstellung von Fußball akzeptiert, Spieler, die teilweise nicht einmal wissen, was Taktik ist?", so Trapattoni: "Mein Frust wuchs mit jedem Tor, das wir wegen irgendeiner Dummheit kassierten, mit jeder Angeberei von Mehmet Scholl, mit jedem oberflächlichen Fehler im Mittelfeld, mit jedem weiteren Ausfall von Papin."

Der FC Bayern ersetzte ihn nach nur einem Jahr und dem Abschluss mit Tabellenplatz sechs durch Werder Bremens Erfolgstrainer Otto Rehhagel. Nach nur einem Jahr und einem zweimonatigen Intermezzo von Franz Beckenbauer auf der Trainerbank kehrte Trapattoni wieder zurück. Und wieder hatte er mit dem Spielermaterial Probleme.

Zweiter Stopp in München: Basler und die Nachtclubs

"Ich bemerkte sofort, dass Basler und Klinsmann über das Feld schlichen, ohne viel zustande zu bringen. Klinsmann wegen seines Alters, Basler wegen zu vieler Besuche in Nachtclubs", schreibt der Italiener. Das habe zu einer Kontroverse innerhalb der Mannschaft geführt, die schließlich in der legendären Pressekonferenz gipfelte.

Trapattonis Wutrede war keineswegs spontan, er habe sich darauf vorbereitet, er wollte diese Resonanz erzeugen: "Ich rief sogar meinen Journalistenfreund Bruno Longhi an, um ihm zu sagen, er solle sich bereithalten, weil ich wahrlich ein Riesentohuwabohu veranstalten wollte."

Dem Italiener missfiel, dass sich eine Reihe von Spielern immer wieder gegenüber Journalisten beschwerte, besonders Thomas Strunz bekam sein Fett weg: "Die Wahrheit ist, dass er immer verletzt war, und seinetwegen hatten wir einige Spiele verloren."

Als Matthäus wie ein kleines Kind heulte

Keine bösen Worte fand Trapattoni damals für Lothar Matthäus. Der hatte schon in der gemeinsamen Zeit bei Inter Mailand tüchtig einstecken müssen, weil er sich nicht an die taktischen Vorgaben des Trainers hielt. Eine Szene seines Coaches in der Halbzeitpause hinterließ Spuren beim deutschen Rekordnationalspieler.

"Erst stotterte er irgendetwas, dann begann er zu weinen, zog sich das Trikot aus und sagte: 'Ich spiele nicht mehr.' Wie ein Kind!", berichtet Trapattoni. Er habe anschließend die restliche Mannschaft aus der Kabine geschickt und Matthäus getröstet: "Ich versuchte es im Guten, gab ihm einen zärtlichen Klaps und versuchte, ihn zu trösten: 'Es tut mir leid. Du weißt doch, dass du der Beste der Welt bist, verdammt! Ohne dich gewinnen wir gar nichts ...'" Anschließend habe der Deutsche zugestimmt, zur zweiten Halbzeit doch wieder auf den Platz zurückzukehren.

Giovanni Trapattoni im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung