"Und wo spielt Poldi seit 10 Jahren?"

Freitag, 25.09.2015 | 12:17 Uhr
Uwe Rapolder feierte 2004 mit dem Aufstieg seinen größten Erfolg
© getty
Advertisement
League Cup
So25.02.
Bohnen-Alarm! Rocket Beans kommentieren das Finale
Six Nations
Sa24.02.
Nur was für richtig harte Kerle: Six Nations auf DAZN
Ligue 1
Straßburg -
Montpellier
Championship
Hull -
Sheffield Utd
Primera División
La Coruna -
Espanyol
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Superliga
Union SF -
Colon
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Super Liga
Radnicki Nis -
Partizan
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkischer Kommentar)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Bröndby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Ligue 1
Troyes -
PSG
Serie A
Lazio -
Juventus
Eredivisie
PSV -
Utrecht
Premier League
Liverpool -
Newcastle
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
First Division A
FC Brügge -
Kortrijk
Ligue 1
Amiens -
Rennes
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Toulouse
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Tottenham -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Real Madrid -
Getafe
Serie A
Neapel -
AS Rom
Premier League
Leicester -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Swansea -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Super Liga
Partizan Belgrad -
Rad
Premier League
Lok Moskau -
Spartak Moskau
Eredivisie
Vitesse -
Ajax
Premier League
Brighton -
Arsenal
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Slaven Belupo
Ligue 1
Caen -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Crotone
Serie A
Udinese -
Florenz
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Serie A
Atalanta -
Sampdoria
Serie A
Chievo Verona -
Sassuolo
Primera División
FC Barcelona -
Atletico Madrid
Ligue 1
Montpellier -
Lyon
Primera División
Real Sociedad -
Alaves
Primera División
Valencia -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Inter Mailand
Ligue 1
Marseille -
Nantes
Premier League
Crystal Palace -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Las Palmas
Championship
Leeds -
Wolverhampton

2004 feierte Uwe Rapolder mit Arminia Bielefeld den Aufstieg in die Bundesliga und galt als eine der größten Trainer-Hoffnungen in Deutschland. Doch bei einem Topverein stand der 57-Jährige nie unter Vertrag. Im Interview mit SPOX erklärt er seine sportliche Entwicklung und spricht über alte Weggefährten wie Lukas Podolski und Mario Basler.

SPOX: Herr Rapolder, warum treffen wir Sie heute nicht in einer Bankfiliale an? 1985 hatten Sie doch eigentlich ein Wirtschaftsstudium beendet.

Uwe Rapolder: 1990 musste ich mir mit Anfang 30 überlegen, was ich mein Leben lang machen möchte. Fußball oder Bank? Nach meiner Zeit bei Young Boys Bern habe ich zwar in der Schweizer Kreditanstalt gearbeitet, aber da Fußball mein Virus war, habe ich das Angebot als Spielertrainer beim FC Martigny-Sports in der dritten Schweizer Liga angenommen. Daraufhin habe ich voll auf die Karte Fußball gesetzt.

SPOX: War es die richtige Entscheidung?

Rapolder: Absolut, ich habe als Trainer um die 450 Spiele im Profibereich gemacht und war zu meiner Bielefelder und Kölner Zeit ganz vorne dabei. Ich habe viel erlebt und diese Erfahrungen haben mich auch persönlich weitergebracht. Obwohl der Trainerjob nicht einfach ist, liegt mir das mehr, wobei mir die Arbeit in der Bank nie geschadet hätte. Wenn man eine Schweizer Bank betritt, merkt man sofort, wo der Hammer hängt: Da herrscht Disziplin. Die Stringenz und Seriosität in diesem Bereich ist immens.

SPOX: Wären Sie damit auf Dauer nicht glücklich geworden?

Rapolder: Ich bin eher ein lustiger Typ und diese Ernsthaftigkeit jeden Tag so zur Schau zu stellen, wäre mir schwer gefallen. Der Trainerjob beinhaltet viele Facetten und ich habe eine große Bandbreite an Eigenschaften. Wenn man aus Rapolder ein Anagramm bildet, kommt 'der Polar' heraus - und so bin ich. Deshalb war ich auch nie der windschlüpfrige Trainer.

SPOX: Derzeit trainieren Sie kein Team. Wie sieht Ihr Alltag aus?

Rapolder: Im Moment trainiere zwar nicht mehr, aber nur auf der Terrasse zu liegen, ist natürlich zu wenig - dafür bin ich zu jung. Deshalb habe ich mich auf die Spielerentwicklung konzentriert und Pole-1 gegründet. Ich versuche, junge Spieler verschiedener Nationalitäten sportlich, menschlich und im Bereich Sozialkompetenz auf den Profibereich vorzubereiten. Zusätzlich halte ich Managementvorträge und gebe verschiedene Coaching-Seminare in Wirtschaftsbetrieben.

SPOX: Heutzutage ist es üblich, dass alle Statistiken per Computer gespeichert werden. Nutzen Sie diese technisch erhobenen Daten auch bei Pole-1?

Rapolder: Wir bekommen schon Bildträger mit einem groben Überblick, aber ich muss die Spieler auf dem Platz sehen. Bei einem Spieler sind drei Dinge entscheidend: Fachbereich, individuelle Persönlichkeitsmerkmale und Sozialkompetenz. Der Fachbereich betrifft die Physis, Technik und Taktik. Die individuellen Persönlichkeitsmerkmale sind Charakter, Durchsetzungsvermögen, Lernfähigkeit, gesunde Aggressivität und einige mehr. Der Fußball ist in Deutschland sehr verspielt geworden, das hängt mit dem Ballbesitz-Fußball von Pep Guardiola zusammen. Aber junge Spieler brauchen die gesunde Aggressivität sowohl mit als auch ohne Ball.

SPOX: Und die Sozialkompetenz?

Rapolder: Sie ist die wichtigste Komponente und beinhaltet Teamverhalten, Solidarität und Loyalität. Deshalb hatten wir bei der WM auch so einen Erfolg. Beim DFB wurden über Jahre alle aussortiert, die vom Sozialverhalten und Charakter nicht mehr dazu gepasst haben. Das waren zum Beispiel Michael Ballack, Torsten Frings und Oliver Kahn. Im Gegenzug wurden nur Spieler mit einer hohen Teamfähigkeit nominiert.

SPOX: Diese Faktoren sind technisch jedoch schwierig zu erfassen.

Rapolder: Laufbereitschaft, Kopfballduelle und Anzahl der Sprints lassen sich messen und diese Daten sind natürlich wichtige Hilfsmittel. Spielintelligenz, Mut und Optimismus kann man jedoch nicht speichern. Für mich sind das aber die entscheidenden Faktoren.

SPOX: Eine ähnliche Einschätzung gab Mehmet Scholl zuletzt ab, als er sagte, es gäbe zu viele Laptop-Trainer.

Rapolder: Da gebe ich ihm vollkommen Recht. Jeder Trainer muss die komplette Palette beherrschen und braucht eine gute Spielidee - die Motivationsschiene alleine reicht ebenso wenig wie die reine Auswertung von Daten nicht mehr aus. Außerdem ist das Persönlichkeitsbild, das in die Öffentlichkeit transportiert wird, extrem wichtig. Das war immer mein Problem.

SPOX: Inwiefern?

Rapolder: Wenn es nach meiner Fachkompetenz ginge, müsste ich längst einen Topverein in Deutschland trainieren. Aber ich wurde von Anfang an in eine Schublade gesteckt: schwieriger Mensch, unkonventionell und zu hart zu den Spielern. Es wurden Berichte über mich geschrieben, in denen alles erstunken und erlogen war - da sind wirklich Schweinereien gelaufen. Wenn ich heute ein Buch schreibe, würden sich einige wundern. Mir wurde zum Beispiel vorgeworfen, dass ich zu viel verdienen würde, aber ich habe noch nie einen Cent zu viel genommen. Bei solchen öffentlichen Schelten bekommt man Berührungsängste. Man muss auch als Trainer Mensch bleiben dürfen. Ich habe weiterhin meine Zigarillos geraucht, meinen Wein und womöglich noch einen Grappa getrunken.

SPOX: Ist Ihr falsches öffentliches Bild der Grund dafür, dass die Namen Ihrer Vereine nach dem 1. FC Köln immer kleiner wurden?

Rapolder: Ja, erschwerend kam hinzu, dass ich schlecht beraten war. Man braucht einen Berater, mit dem man reflektieren kann, aber meiner hatte keine Ahnung von Fußball. Außerdem empfehle ich jedem Trainer, dass er sich einen Berater nimmt, der keine anderen Trainer betreut. Mein Berater hatte acht Trainer und als ich hätte wechseln können, hat er zweimal einen anderen Trainer reingedrückt. Aber ich selbst habe auch Fehler gemacht.

SPOX: Welche?

Rapolder: Ich hatte ein ganz hohes Maß an Identifikation mit meinem Job. Für mich waren Siege überlebenswichtig und mit Misserfolg konnte ich gar nicht umgehen, weil ich Niederlagen immer sehr persönlich genommen habe. Da habe ich mich dann schnell selbst hinterfragt. Das Gute war, dass ich meine Ziele eigentlich immer erreicht habe.

Seite 1: Rapolder über seinen Alltag, sein öffentliches Bild und Fehler

Seite 2: Rapolder über sein Geheimnis, Podolski und einen Freundschaftsdienst

Uwe Rapolder im Steckbrief

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung