Freitag, 03.08.2012

Ehemaliger 1860-Torwart mit 40 Jahren gestorben

Bernd Meier ist tot

Trauer bei den Münchner Löwen: Der ehemalige Bundesliga-Torhüter Bernd Meier ist am Donnerstag in Markt Burgheim im Alter von 40 Jahren gestorben. Die Todesursache ist ein Herzinfarkt.

Bernd Meier starb am Donnerstag mit 40 Jahren
© Getty
Bernd Meier starb am Donnerstag mit 40 Jahren

Kurz vor dem Ligastart trauert 1860 München: Mit 40 Jahren ist Bernd Meier gestorben. Das familiäre Umfeld bestätigte den Tod. Der Kult-Torhüter starb am Donnerstag in Markt Burgheim an einem Herzinfarkt. Zuvor sei er wegen einer Lebensmittelvergiftung in einer Klinik untersucht worden, berichtet die Münchner "Abendzeitung".

Die Mannschaft wird zum Saisonstart gegen Jahn Regensburg den Torwart mit Trauerflor antreten. Außerdem soll vor dem Anpfiff eine Gedenkminute eingelegt werden.

"Das ist eine Selbstverständlichkeit", sagte 1860-Trainer Reiner Maurer am Freitag: "Ich bin erschüttert über den Tod von Bernd Meier. Er war ein sehr lustiger und gut trainierter Mensch. Für mich ist das ein Schock, den es erst zu verdauen gilt."

Der 52 Jahre alte Maurer gehörte 1994 gemeinsam mit Bernd Meier zur Aufstiegself des TSV 1860, die nach 13-jähriger Abstinenz in die Bundesliga zurückkehrt war. Für die Münchner stand Meier von 1993 bis 1999 in insgesamt 93 Bundesligaspielen im Tor, hinzu kamen 85 Zweitliga-Einsätze für Gladbach und LR Ahlen.

Traurige Berühmtheit erlangte er durch einen kapitalen Fehler im Derby im April 1998 gegen den FC Bayern (1:3), als er Carsten Jancker den Ball servierte, der den Ball nur noch ins leere Tor zu schieben brauchte.

Ehemalige Wegbegleiter geschockt

Sein ehemaliger Trainer Werner Lorant zeigte sich geschockt: "Das darf doch nicht wahr sein. Das trifft mich, er war doch noch so jung. Ich habe Bernd 1993 aus Aindling zu Sechzig geholt. Er war ein sehr guter Typ, er hat sein Zeug bei 1860 immer gemacht. Er war auch als Mensch überragend, mit ihm hattest du nie Ärger. Natürlich werde ich auf seine Beerdigung kommen."

Auch bei seinem ehemaligen Teamkollegen Thomas Miller sitzt der Schock tief. Gegenüber "dieblaue24" sagte er: "Der Bernd war ein lebensfroher Mensch, immer positiv. Für mich ist ist diese Nachricht ganz schlimm. Er war so ein netter Mensch und ein Super-Kollege. Obendrein war er ein sauguter Torwart, der ans Tor zur Nationalmannschaft geklopft hatte..."

Zuletzt war Meier Torwart-Trainer bei Wacker Burghausen und betreute die Keeper der deutschen U17-Nationalmannschaft des DFB.

Sandrock fassungslos

Dessen Generalsekretär Helmut Sandrock sagte: "Wir sind fassungslos über diese traurige Nachricht und in Gedanken bei seiner Familie. Bernd Meier habe ich als immer gut gelaunten Menschen und außerordentlichen Fachmann kennengelernt. Durch seine offene, freundliche Art war er im Team äußerst beliebt. Als Torwarttrainer hat er seine langjährige Erfahrung an die nächste Generation weitergegeben. So ist unsere Trauer auch verbunden mit großer Dankbarkeit."

Vergangene Woche hatte Meier noch der Borussia aus Mönchengladbach einen Besuch im Trainingslager am Tegernsee abgestattet. Nach zwei Kreuzbandrissen hatte der Keeper seine Karriere 2006 beenden müssen.

"Die Nachricht von seinem plötzlichen Tod ist ein großer Schock für mich", sagte Borussias Sportdirektor Max Eberl: "Ich habe Bernd sowohl menschlich als auch sportlich unheimlich geschätzt. Unser ganzes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen." Eberl und Teammanager Steffen Korell hatten mit Meier zusammen bei der Borussia gespielt.

"Menschen treten in unser Leben und begleiten uns eine Weile. Einige bleiben für immer, denn sie hinterlassen ihre Spuren in unseren Herzen. Mit Bernd Meier verlässt uns nicht nur ein Fußballer, sondern ein außergewöhnlicher Mensch, der mit seiner offenen Art vielen Menschen in Burghausen zu einem Freund wurde", sagt Florian Hahn, Geschäftsführer von Wacker Burghausen.


Diskutieren Drucken Startseite
Trend

Mats Hummels wechselt vom BVB zum FC Bayern. Richtige Entscheidung?

Ja
Nein

www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.