Dienstag, 04.02.2014

Formel-1-Autos 2014 unter der Lupe

Caterham ist besser als Red Bull

Die Nasen der neuen Formel-1-Autos haben die Fans aufgeschreckt. Hässliche Konstruktionen sorgten für viel Spott. Dabei sind andere Teile viel wichtiger, wie Stephane Chosse erklärt. Der frühere F1-Konstrukteur hat sich mit SPOX die Autos der Saison 2014 angeguckt und mehrere Gewinner ausgemacht.

Das Design des Caterhams von Kamui Kobayashi löste bei vielen F1-Fans negative Reaktionen aus
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Das Design des Caterhams von Kamui Kobayashi löste bei vielen F1-Fans negative Reaktionen aus

"Ich finde Ferrari und Mercedes relativ elegant. Nicht im Vergleich zum letzten oder vorletzten Jahr, aber zu den anderen Autos für 2014. Das ist fast schon schick", sagt Chosse. Dabei guckt er statt auf Optik eigentlich nur auf die Performance eines Autos.

Der frühere Formel-1-Ingenieur weiß, wovon er spricht. Er ist Vorstand der ADESS AG. Die Münchener Firma entwickelte den Lotus T128 LMP2 für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Zuvor hatte Chosse für den mittlerweile insolventen Rennstall HRT gearbeitet und 2012 mit der Konstruktion eines Autos für die 2014 gültigen Regeln begonnen.

Aus der Ingenieursperspektive sind die Finger-Nasen, wie sie Force India, Sauber, Toro Rosso, Williams, Marussia und Caterham gebaut haben, nachvollziehbar. "Man versucht, einen Unterdruck am Unterboden zu erzeugen. Man probiert nicht nur, viel Luft unter das Auto zu bekommen, sondern sie zu kanalisieren. Damit wird der Diffusor genährt und Abtrieb produziert. Das ist das aerodynamische Grundprinzip."

"Ein paar sind wirklich hässlich"

Mit einer hohen Nasenspitze ist das einfacher. Für die optisch fragwürdigen Auswüchse will er seinen Kollegen deshalb keinen Vorwurf machen. "Die Teams sind nach mehreren hundert Stunden Optimierung zu ihrer jeweiligen Lösung gekommen. Das sieht manchmal etwas komisch aus", sagt der Franzose, räumt aber ein: "Ein paar sind wirklich sehr hässlich."

Dagegen leiten Mercedes und Ferrari einen Teil der Luft mithilfe der TV-Kameras seitlich wieder nach unten: "Da, wo die Luft angestaut wird, herrscht ein höherer Druck. Der wird ausgeglichen, wodurch eine Abwärtsbewegung generiert wird", so Chosse, der die öffentliche Diskussion um das vordere Ende der Autos aus der Sicht eines Ingenieurs allerdings für übertrieben hält.

"Die Nase ist nicht unwichtig. Das ist das, was man im ersten Moment sieht. Aber es gibt wesentlich mehr Performance des Autos am Heckflügel oder zum Beispiel bei der Kühlung zu finden", sagt Chosse: "Durch den Turbo-Motor braucht man neben den bisherigen Kühlern auch noch einen Wärmetauscher. Da gibt es verschiedene Herangehensweisen für das Packaging. Das sieht man, wenn man Caterham und Red Bull vergleicht. Obwohl beide Teams mit Renault fahren, sieht das ganz anders aus."

Spekuliert Caterham auf Punkte durch Ausfälle?

Während Sebastian Vettels RB10 eng anliegende Kästen hat, wirkten die Pendants beim Hinterbänklerteam Caterham während der Tests in Jerez überdimensioniert. "Vielleicht ist das strategisch gedacht. Wenn es sehr viele Ausfälle in den ersten Rennen gibt, kann man mit dem sehr konservativen Ansatz ein paar Punkte mitnehmen. Vielleicht ist das die Strategie von Caterham", sagt Chosse.

Bei den ersten Tests schien der Plan aufzugehen. Während Caterham in Jerez de la Frontera auf 76 Runden kam, schaffte Red Bull nur 21 Umläufe - weniger als 100 Kilometer an vier Tagen. Die beiden Werksteams Ferrari und Mercedes schafften allein mehr als alle drei Renault-Rennställe zusammen.

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Ferrari: König der Kompaktbauweise

"Ferrari hat extrem kleine Seitenkästen, die auch extrem kurz sind. Die gehen direkt um den Kühler. Sie haben entweder eine effektive Anordnung oder etwas Spezielles gefunden, was kein anderes Team hat", sagt Chosse: "Da das bei allen Ferrari-Autos so ist, können wir annehmen, dass das eine motorische Maßnahme ist, die letztendlich die Aerodynamik beeinflusst."

Zwar baute auch Adrian Newey das Heck des Red Bull ähnlich schmal, der RB10 rollte aber immer wieder qualmend zurück in die Box. Zu viel Wärme staute sich unter der Motorenabdeckung. Die Mechaniker schnitten Löcher hinein, die jedoch nur bedingt halfen. Besonders bei den ersten heißen Rennen in Australien, Malaysia und Bahrain könnten die italienischen Aggregate somit einen entscheidenden Vorteil haben.

Das sind die Autos der Saison 2014
Sebastian Vettel (l.) und Daniel Ricciardo sollen mit dem RB10 für Red Bull die WM gewinnen
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Sebastian Vettel (l.) und Daniel Ricciardo sollen mit dem RB10 für Red Bull die WM gewinnen
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Und jetzt nochmal ohne Fahrer: der RB10. Auffällig ist, dass Adrian Newey nicht übertrieben hat. Der Red Bull sieht vergleichsweise konventionell aus
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Und jetzt nochmal ohne Fahrer: der RB10. Auffällig ist, dass Adrian Newey nicht übertrieben hat. Der Red Bull sieht vergleichsweise konventionell aus
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Beim Medienmaterial von Red Bull deutet es sich an: Die schwarze Lackierung kaschiert die Nasenform in der Realität
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Beim Medienmaterial von Red Bull deutet es sich an: Die schwarze Lackierung kaschiert die Nasenform in der Realität
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Wird das Auto von vorne betrachtet, dann sieht es anders aus. Adrian Newey lässt den RB10 die Zunge raus strecken
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Wird das Auto von vorne betrachtet, dann sieht es anders aus. Adrian Newey lässt den RB10 die Zunge raus strecken
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Von der Seite sieht der Caterham ja noch ganz manierlich aus. Der Seitenkasten etwas plump, aber okay. Nur vorne...
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Von der Seite sieht der Caterham ja noch ganz manierlich aus. Der Seitenkasten etwas plump, aber okay. Nur vorne...
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Haben die britischen Ingenieure sich entweder ein Tee-Tischchen eingebaut oder wollten einen offenen Hosenstall imitieren
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Haben die britischen Ingenieure sich entweder ein Tee-Tischchen eingebaut oder wollten einen offenen Hosenstall imitieren
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Auch aus einer erhöhten Perspektive sieht die eigenwillige Konstruktion nicht wirklich toll aus. Ob sie schnell ist?
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Auch aus einer erhöhten Perspektive sieht die eigenwillige Konstruktion nicht wirklich toll aus. Ob sie schnell ist?
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Das muss sie sein! Die wohl schönste Nase der F1 fährt 2014 Mercedes an seinem W05 spazieren
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Das muss sie sein! Die wohl schönste Nase der F1 fährt 2014 Mercedes an seinem W05 spazieren
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Wer kümmert sich ums Salz? Bei Mercedes präsentierten gleich neun Verantwortungsträger den neuen W05
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Lewis Hamilton war im W05 der erste Pilot, der mit seinem 2014er Dienstwagen auf die Strecke in Jerez fuhr
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Lewis Hamilton war im W05 der erste Pilot, der mit seinem 2014er Dienstwagen auf die Strecke in Jerez fuhr
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Und so sieht er wirklich aus: Der Force India VJM07 von Nico Hülkenberg (r.) und Sergio Perez
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Und so sieht er wirklich aus: Der Force India VJM07 von Nico Hülkenberg (r.) und Sergio Perez
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Zur Erinnerung: Force India hatte als erstes Team ein Bild von seinem neuen VJM07 veröffentlicht, allerdings nur als Computeranimation
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Zur Erinnerung: Force India hatte als erstes Team ein Bild von seinem neuen VJM07 veröffentlicht, allerdings nur als Computeranimation
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Auch Force India macht seinen VJM07 zum Nasenbär, was durch die schwarze Lackierung etwas weniger auffällt
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Auch Force India macht seinen VJM07 zum Nasenbär, was durch die schwarze Lackierung etwas weniger auffällt
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Vorhang auf auch bei Toro Rosso: Im spanischen Jerez wird der neue Wagen STR9 enthüllt.
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Vorhang auf auch bei Toro Rosso: Im spanischen Jerez wird der neue Wagen STR9 enthüllt.
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Unschwer zu erkennen: Toro Rosso hat mit dem STR9 eindeutig den längsten
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Unschwer zu erkennen: Toro Rosso hat mit dem STR9 eindeutig den längsten
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Ob die beiden Fahrer Daniil Kvyat und Jean-Eric Vergne mit dem STR9 recht zufrieden zu sein werden?
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Ob die beiden Fahrer Daniil Kvyat und Jean-Eric Vergne mit dem STR9 recht zufrieden zu sein werden?
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Das ist der neue Dienstwagen von Adrian Sutil und Esteban Gutierrez: Der Sauber C33
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Das ist der neue Dienstwagen von Adrian Sutil und Esteban Gutierrez: Der Sauber C33
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Die Nase des neuen Sauber erinnert zwar an McLaren und Williams, die Halterung des Frontflügels unterscheidet sich allerdings deutlich
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Die Nase des neuen Sauber erinnert zwar an McLaren und Williams, die Halterung des Frontflügels unterscheidet sich allerdings deutlich
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Und so sieht er wirklich aus: der Sauber C33 mit Esteban Gutierrez am Steuer in der Boxengasse von Jerez
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Und so sieht er wirklich aus: der Sauber C33 mit Esteban Gutierrez am Steuer in der Boxengasse von Jerez
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Das ist er! Der Ferrari F14T für die Saison 2014 - und seine Nase ist mehr als gewöhnungsbedürftig und die Lufteinlässe scheinen zu klein den neuen V6-Turbo zu kühlen
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Das ist er! Der Ferrari F14T für die Saison 2014 - und seine Nase ist mehr als gewöhnungsbedürftig und die Lufteinlässe scheinen zu klein den neuen V6-Turbo zu kühlen
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Eigentlich versuchen die Konstrukteure möglichst viel Luft unters Auto zu bekommen - ob das beim neuen Ferrari gelingt?
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Eigentlich versuchen die Konstrukteure möglichst viel Luft unters Auto zu bekommen - ob das beim neuen Ferrari gelingt?
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Auch von der Seite ist die Vorderpartie gewöhnungsbedürftig - sie erinnert an ein Katapult oder doch einen Schneeschieber?
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Auch von der Seite ist die Vorderpartie gewöhnungsbedürftig - sie erinnert an ein Katapult oder doch einen Schneeschieber?
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Den Diffusor hat Ferrari gegen Blicke der Konkurrenz geschützt - immerhin ist das Auspuffrohr für den V6-Kamin gut erkennbar
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Den Diffusor hat Ferrari gegen Blicke der Konkurrenz geschützt - immerhin ist das Auspuffrohr für den V6-Kamin gut erkennbar
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Ob von rechts oder links - der F14T sieht noch sehr, sehr ungewohnt aus - immerhin sind die Linien am Heck ästhetisch
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Ob von rechts oder links - der F14T sieht noch sehr, sehr ungewohnt aus - immerhin sind die Linien am Heck ästhetisch
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Von oben ist betrachtet ist besonders die Form der Seitenkästen interessant, die sich konvex und konkav um den Motor schmiegen, um die Luft zum Heck zu leiten
© ferrari
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Von oben ist betrachtet ist besonders die Form der Seitenkästen interessant, die sich konvex und konkav um den Motor schmiegen, um die Luft zum Heck zu leiten
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Gestatten? Ameisenbär. Der MP4-29 von McLaren hat eine der gewagtesten Nasen
© mclaren
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Gestatten? Ameisenbär. Der MP4-29 von McLaren hat eine der gewagtesten Nasen
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McLaren ist als erstes Team mit Bildern seines realen Wagens an die Öffentlichkeit
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McLaren ist als erstes Team mit Bildern seines realen Wagens an die Öffentlichkeit
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Von der Seite macht der MP4-29 einen ziemlich gewöhnlichen Eindruck - die Änderungen liegen im Detail
© mclaren
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Von der Seite macht der MP4-29 einen ziemlich gewöhnlichen Eindruck - die Änderungen liegen im Detail
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McLaren präsentierte sein Auto noch ohne den neuen Hauptsponsor, stattdessen prangte der Modellname auf den vorgesehenen Flächen
© mclaren
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McLaren präsentierte sein Auto noch ohne den neuen Hauptsponsor, stattdessen prangte der Modellname auf den vorgesehenen Flächen
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Leitbleche an allen Ecken - die Frontpartie des McLaren MP4-29 im Detail. Auch die großen Lufteinlässe an den Seitenkästen sind gut zu erkennen
© mclaren
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Leitbleche an allen Ecken - die Frontpartie des McLaren MP4-29 im Detail. Auch die großen Lufteinlässe an den Seitenkästen sind gut zu erkennen
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Lotus ist dagegen das erste Team, dass auf einen Rüssel als Nase verzichtet, dafür gehen zwei dünne Streben nach vorne
© lotus f1 team
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Lotus ist dagegen das erste Team, dass auf einen Rüssel als Nase verzichtet, dafür gehen zwei dünne Streben nach vorne
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Keine optische Täuschung, die Holme sind wirklich unterschiedlich lang. Die FIA fordert, dass vorne ein einzelnes Teil bis ganz nach unten reicht
© lotus f1 team
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Keine optische Täuschung, die Holme sind wirklich unterschiedlich lang. Die FIA fordert, dass vorne ein einzelnes Teil bis ganz nach unten reicht
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Williams präsentiert seinen Boliden für die neue Saison zunächst nur als Illustration und in neutraler Lackierung
© Williams F1
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Williams präsentiert seinen Boliden für die neue Saison zunächst nur als Illustration und in neutraler Lackierung
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Markanteste Änderung im Vergleich zum Vorjahr: Die dem neuen Regelwerk angepasste tiefgezogene Nase mit spitzem Zulauf
© Williams F1
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Markanteste Änderung im Vergleich zum Vorjahr: Die dem neuen Regelwerk angepasste tiefgezogene Nase mit spitzem Zulauf
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Durch das neue ERS-System wird ein größeres Kühlsystem benötigt, der Frontflügel wird schmäler und der Heckflügel muss ohne das untere Element auskommen.
© Williams F1
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Durch das neue ERS-System wird ein größeres Kühlsystem benötigt, der Frontflügel wird schmäler und der Heckflügel muss ohne das untere Element auskommen.
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Der neue FW36 hat einen komplett neuen Antriebsstrang und ist der erste Bolide mit Acht-Gang-Getriebe, hergestellt von Mercedes
© Williams F1
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Der neue FW36 hat einen komplett neuen Antriebsstrang und ist der erste Bolide mit Acht-Gang-Getriebe, hergestellt von Mercedes
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Worauf sich die Teams in den letzten Monaten allerdings wirklich konzentriert haben, wird erst sichtbar, wenn der Blick von hinten auf die Autos fällt. "Beim Mercedes und Ferrari gibt es sehr viele schöne Details", lobt Chosse: "Aber die Lösungen von McLaren und Toro Rosso sind wirklich sehr clever."

Beide Rennställe haben immense Arbeit in die Hecks ihrer Autos gesteckt, um das verbotene untere Element des Heckflügels zu ersetzen. Bis zur Saison 2013 wurde der sogenannte Beam-Wing dazu genutzt, die Wirkung des Diffusors zu verstärken. McLaren hat die Streben der Hinterradaufhängung mit einem flachen Profil versehen, das angewinkelt ist. So wird der Effekt des Beam-Wings nachgestellt.

Hat McLaren einen Geheimtrick gefunden?

"Das Interessante ist: Die Aufhängung ist an der Crashstruktur befestigt. Wenn die anderen Teams dieses Konzept kopieren wollen, müssten sie den Crashtest der FIA wiederholen. Das ist sehr clever von McLaren", lobt Chosse. Zwar sinkt durch den zusätzlichen Luftwiderstand die Höchstgeschwindigkeit, die Rundenzeiten werden durch wesentlich höhere Kurvengeschwindigkeiten aber besser. Kein Wunder, dass Rookie Kevin Magnussen in Jerez in 1:23,276 Minuten die absolute Bestzeit fuhr.

"Wenn man das kopieren will, muss man darauf achten, dass sich das Fahrverhalten nicht zu sehr ändert. Die Teile sind beweglich, das ist nicht leicht zu adaptieren. Ob die anderen Teams genug Zeit haben, im Windkanal und am Computer das zu kopieren, wird spannend. Wenn das Konzept funktioniert, hat McLaren für die ersten Rennen einen großen Vorteil."

Auch die anderen Teams versuchen den fehlenden Beam-Wing auszugleichen - wenn auch weniger radikal. Mercedes setzt auf der ganzen Breite des Diffusors auf große Gurney-Flaps, die für einen Strömungsabriss sorgen. Zudem ist die Verkleidung der unteren Radaufhängung sehr dick, was auf einen ähnlichen Spoiler-Effekt wie bei McLaren hindeutet.

Wer nutzt die Abgase am besten?

Zudem wird entscheidend sein, wie die Teams künftig mit den Abgasen umgehen. Den Diffusor damit anzublasen, um seitliches Eindringen von Luft zu verhindern, ist durch das zentral ausgerichtete Auspuffrohr nicht mehr möglich. Zuletzt gewannen die Topteams durch die Technik des Blown-Diffusors etwa 15 Prozent des gesamten Abtriebs.

Toro Rosso scheint hier durch den kleinen Zusatzflügel oberhalb des Endrohrs einen Vorsprung zu haben, denkt Chosse: "Sie nutzen den Monkeyseat und blasen die Auspuffluft unter das doppelte Flügelprofil. Die Endplatten an dem Bauteil hat sonst kein anderes Team. Da haben sie eine sehr effektive Lösung gefunden."

BLOG Formel-1-Design 2014: Schön geht anders

Noch ist es allerdings zu früh, um aus den Rundenzeiten in Jerez eine Hackordnung festzulegen. "Es ist noch genug Zeit, um ein paar Kopien anzufertigen, ein paar gute Ideen am eigenen Auto einzusetzen. Beim ersten Test haben die Teams noch nicht alles gezeigt", stellt Chosse fest: "Das ist seit 20 Jahren die größte Änderung im Reglement der Formel 1. Die Autos sind wesentlich komplizierter. Nicht nur der kleine Turbomotor mit Hybridsystem, sondern auch die Aerodynamik. Das wird ein sehr spezielles Jahr, ein sehr interessantes."

Letztlich komme es auf das Tempo der Weiterentwicklung an. Und da es immer noch keine Tests auf der realen Rennstrecke gibt und zudem die Arbeit im Windkanal und am Computer noch stärker reglementiert wurde, muss sie im Rahmen des Rennwochenendes stattfinden. "Ich erwarte, dass die Teams jetzt nicht mehr am Freitag ihre Reifen schonen. Sie werden da viele Kilometer fahren", macht der Franzose den Formel-1-Fans Hoffnung.

Der Formel-1-Kalender 2014 im Überblick

Alexander Maack

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Alexander Maack(Chef vom Dienst)

Alexander Maack, Jahrgang 1987, betreut seit Sommer 2012 die Formel 1 bei SPOX. Geboren im hessischen Fritzlar, landete er nach Aufenthalten in Niedersachsen, Dresden und Bonn schließlich in der "Medienhauptstadt" Mittweida, wo er sein Medienmanagement-Studium abschloss. Seit Mitte 2016 als Chef vom Dienst verantwortlich für den Inhalt der Homepage. Kernressorts: Motorsport, Fußball.

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