Das Schlachtfeld der Genialen

Von Alexander Mey
Dienstag, 04.10.2011 | 21:13 Uhr
Ayrton Senna (r.) krachte nicht nur 1990 in Suzuka mit Alain Prost zusammen
© Getty
Advertisement
International Champions Cup
Sa21.07.
Topspiele im Livestream: FCB - PSG und BVB - Liverpool
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Tag 4
Club Friendlies
Wolverhampton -
Ajax
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Tag 4
Club Friendlies
Blackburn -
Liverpool
MLB
Cardinals @ Cubs
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Viertelfinale
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Viertelfinale
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Viertelfinale
Club Friendlies
Besiktas -
Krasnodar
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
1. FC Köln
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Viertelfinale
MLB
Cardinals @ Cubs
Glory Kickboxing
Glory SuperFight Series: New York
MLB
Mets @ Yankees
MLB
Twins @ Royals
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
Glory Kickboxing
Glory 55: New York
MLB
Astros @ Angels
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Halbfinale
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Halbfinale
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
TSG Hoffenheim -
QPR
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Halbfinale
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
MLB
Cardinals @ Cubs
MLB
Mets @ Yankees
World Matchplay
World Matchplay: Tag 1
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Halbfinale
Club Friendlies
Inter Mailand -
Zenit
MLB
Red Sox @ Tigers
MLB
Astros @ Angels
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Finale
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
World Matchplay
World Matchplay: Tag 2 -
Session 1
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Finale
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Finale
MLB
Twins @ Royals
MLB
Cardinals @ Cubs
World Matchplay
World Matchplay: Tag 2 -
Session 2
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Finale
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
MLB
Astros @ Angels
MLB
Mets @ Yankees
Club Friendlies
Eibar -
Basaksehir
World Matchplay
World Matchplay: Tag 3
MLB
Twins @ Blue Jays
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Diamondbacks @ Cubs
MLB
White Sox @ Angels
World Matchplay
World Matchplay: Tag 4
MLB
Red Sox @ Orioles
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Diamondbacks @ Cubs
MLB
White Sox @ Angels
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: 3. Tag
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Dodgers @ Phillies
World Matchplay
World Matchplay: Tag 5
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
MLB
Red Sox @ Orioles
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
MLB
White Sox @ Angels
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Tag 4
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: 4. Tag
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
World Matchplay
World Matchplay: Tag 6
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
MLB
White Sox @ Angels
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
MLB
Athletics @ Rangers
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Viertelfinale
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Viertelfinale
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Viertelfinale
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
World Matchplay
World Matchplay: Tag 7
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
MLB
Blue Jays @ White Sox
MLB
Mariners @ Angels
FIVB Beach Volleyball World Tour
Tokio: Tag 4
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Halbfinale
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Halbfinale
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
MLB
Royals @ Yankees
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
World Matchplay
World Matchplay: Tag 8
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Halbfinale
MLB
Cubs @ Cardinals
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
MLB
Twins @ Red Sox
FIVB Beach Volleyball World Tour
Tokio: Tag 5
MLB
Mariners @ Angels
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Finale
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Finale
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
World Matchplay
World Matchplay: Tag 9
IndyCar Series
Honda Indy 200
MLB
Mariners @ Angels
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Finale
MLB
Cubs @ Cardinals
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
MLB
Phillies @ Red Sox
MLB
Indians @ Twins
MLB
Blue Jays @ Athletics
MLB
Brewers @ Dodgers
Bank of the West Classic Women Single
WTA San Jose: Tag 2
Citi Open Women Single
WTA Washington: Tag 2
MLB
Orioles @ Yankees
MLB
Angels @ Rays
MLB
Phillies @ Red Sox
International Champions Cup
Man United -
Real Madrid
International Champions Cup
Tottenham -
AC Mailand
International Champions Cup
FC Barcelona -
AS Rom
MLB
Orioles @ Yankees
MLB
Indians @ Twins
Bank of the West Classic Women Single
WTA San Jose: Tag 3
UEFA Champions League
Graz -
Ajax
Citi Open Women Single
WTA Washington, D.C.: Tag 3
Club Friendlies
Southampton -
Celta Vigo
International Champions Cup
Arsenal -
Chelsea
International Champions Cup
Benfica -
Lyon
MLB
Angels @ Rays

Sebastian Vettel kann beim Japan-GP am Sonntag (Training, Fr., 7 Uhr im LIVE-TICKER und bei Sky) der elfte Weltmeister werden, der in Suzuka gekrönt wird. Nirgends ist die WM häufiger entschieden worden. SPOX blickt auf die bisherigen WM-Finals in Japan zurück.

Suzuka ist in den letzten Jahren etwas aus der Mode gekommen. An dem Ort, an dem bis Anfang des neuen Jahrtausends dramatische WM-Entscheidungen am Fließband gefallen sind, ist in dieser Hinsicht nicht mehr viel los.

Michael Schumacher hätte 2006 daran etwas ändern können, aber ein Motorschaden kostete ihn in seinem vorletzten Rennen für Ferrari die Chance auf den achten WM-Titel. Endgültig verlor er ihn im letzten Saisonrennen in Brasilien an Fernando Alonso.

Sinnbild einer Trendwende weg vom Entscheidungsort Suzuka zum Entscheidungsort Sao Paulo. Denn die Weltmeisterschaften 2005 (Alonso vs. Räikkönen), 2006 (Alonso vs. Schumacher), 2007 (Räikkönen vs. Alonso und Hamilton), 2008 (Hamilton vs. Massa) und 2009 (Button vs. Vettel) wurden allesamt in Brasilien vergeben.

Sorgt Vettel für das Suzuka-Comeback?

Der Grund liegt auf der Hand. Der Japan-GP ist im Zuge der Asien-Erweiterung des Rennkalenders immer weiter nach vorne gerutscht. Bis 2006 war Japan immer eine der beiden letzten Stationen im Rennkalender. Seitdem nicht mehr.

Aber ausgerechnet 2011, wo nach dem Japan-GP noch vier Rennen folgen - so viele wie noch nie -, kann Sebastian Vettel die alte Suzuka-Tradition wieder aufleben lassen. Zweimal hat er in Suzuka schon gewonnen, im dritten Jahr reicht ihm ein lächerlicher WM-Punkt zum Titelgewinn.

Eine Situation, an der übrigens sein Kumpel Schumi fast einmal gescheitert wäre. Schumacher, Ayrton Senna, Alain Prost, Mika Häkkinen, Nelson Piquet - in diese illustre Reihe kann sich Vettel am Sonntag einreihen.

Die WM-Entscheidungen im Rückblick

1987: Gleich im Jahr der ersten Austragung des Japan-GP in Suzuka ging es zwischen den Williams-Piloten Nelson Piquet und Nigel Mansell um den Titel. Piquet kam mit 12 Punkten Vorsprung zum vorletzten Rennen der Saison und durfte schon nach dem Training über seinen dritten Titelgewinn jubeln.

Denn Mansell erlitt bei einem schweren Unfall am Freitag Verletzungen am Rücken, verbrachte eine Nacht im Krankenhaus und konnte nicht zum Rennen antreten.

1988: Teil 1 des epischen Suzuka-Krieges zwischen Ayrton Senna und Alain Prost. Allerdings der mit Abstand harmloseste.

Prost kam mit einem Vorsprung von 84 zu 79 Punkten nach Suzuka, hatte aber das Problem der damals üblichen Streichergebnisse. Nur elf Rennen gingen in die Wertung ein, was de facto Senna zu dem Zeitpunkt einen Vorteil verschaffte, obwohl er eigentlich zurücklag. Ein Sieg von Senna und der WM-Titel war klar.

Allerdings blieb Senna am Start fast stehen und fiel von der Pole-Position auf Rang 14 zurück, Prost führte. Senna wäre aber nicht Senna gewesen, wenn er bei einsetzendem Regen nicht unwiderstehlich durch das Feld gepflügt wäre und den für seinen ersten WM-Titel nötigen Sieg eingefahren hätte. In Runde 28 zog er im direkten Duell an Prost vorbei.

1989: Teil 2 der Senna-Prost-Fehde. Prost kam mit 16 Punkten Vorsprung auf seinen McLaren-Kollegen Senna nach Suzuka. Am Start übernahm er zudem die Führung und hielt diese bis zur 46. Runde.

Dann griff Senna in der engen Schikane vor Start und Ziel an. Prost machte die Tür zu und beide kollidierten. Während Prost das Rennen aufgab, brachte Senna sein Auto wieder zum laufen und kämpfte sich sogar noch zum grandiosen Sieg, der die WM bis zum letzten Rennen offen gehalten hätte.

Allerdings hatte Senna die Schikane abgekürzt, als er nach dem Prost-Crash zurück auf die Strecke fuhr. Dafür wurde er nachträglich disqualifiziert. Der temperamentvolle Brasilianer war völlig außer sich vor Wut, Prost zum dritten Mal Weltmeister.

1990: Teil 3 der Senna-Prost-Fehde. Prost war zu Ferrari gewechselt, doch das tat der Feindschaft der beiden keinen Abbruch. Senna ging mit neun Punkten Vorsprung auf Prost ins Rennen und sann offensichtlich auf Rache.

Denn gleich in der ersten Kurve hielt er innen gegen Prost gnadenlos rein und nahm den folgenden Crash, als Prost nach innen zog, billigend in Kauf. Beide landeten im Kiesbett, dieses Mal war Senna zum zweiten Mal Champion.

1991: Wieder war Senna dabei, diesmal aber gegen Mansell. Im Qualifying stellten beide ihre Autos in die erste Startreihe, aber am besten kam Sennas McLaren-Kollege Gerhard Berger weg. Er führte und Senna hielt Mansell im Williams auf.

Da Mansell bei 16 Punkten Rückstand auf Senna aber unbedingt gewinnen musste, machte er viel Druck auf den Brasilianer. In Runde zehn flog Mansell dann wegen Bremsproblemen von der Strecke, Senna war zum dritten Mal Weltmeister. Den Rennsieg überließ er danach Berger.

1996: Damon Hill kam mit neun Punkten Vorsprung auf Williams-Kollege Jacques Villeneuve nach Suzuka. Ihm reichte also ein Punkt zum Titel. Villeneuve startete zwar von der Pole, verlor aber gleich auf den ersten Metern entscheidend an Boden. Während Hill vorneweg fuhr, schied Villeneuve im Laufe des Rennens wegen eines Radverlusts aus. Hill war zum ersten und einzigen Mal Weltmeister.

1998: Die erste WM-Entscheidung in Suzuka zwischen Michael Schumacher und Mika Häkkinen. Schumacher musste im letzten Rennen vier Punkte Rückstand aufholen, hatte von der Pole-Position aus aber ganz gute Chancen.

Doch er würgte seinen Ferrari am Start ab und musste von ganz hinten starten. Während Häkkinen das Rennen anführte, zeigte Schumacher eine grandiose Aufholjagd, die ihn zur Rennmitte bis auf Platz drei nach vorne brachte. Doch kurz danach endete sein Traum vom ersten Ferrari-Titel mit einem Reifenschaden. Häkkinen holte den ersten Titel für McLaren-Mercedes.

1999: Häkkinen kam diesmal mit einem Rückstand von vier Punkten auf Ferrari-Pilot Eddie Irvine zum Saisonfinale in Suzuka. Der Nordire hatte dank der Rückkehr des lange verletzten Schumacher in Malaysia die WM-Führung übernommen und konnte erster Ferrari-Champion seit Jody Scheckter 1979 werden.

Schumacher spielte erneut den Edelhelfer für Irvine und holte die Pole-Position vor Häkkinen. Doch er verlor den Start und konnte danach das Tempo des Finnen nicht mehr mitgehen. Häkkinen gewann das Rennen und seinen zweiten Titel.

2000: Schumachers Revanche gegen Häkkinen. Er kam nach zwei Siegen in Folge mit acht Punkten Vorsprung zum vorletzten Rennen in Suzuka und stellte den Ferrari auf die Pole-Position - mit 0,009 Sekunden Vorsprung vor Häkkinen.

So eng ging es auch im Rennen weiter. Häkkinen gewann den Start und führte das Rennen bis zu seinem zweiten Boxenstopp in Runde 37 an. Bis dahin fuhren er und Schumacher in einer völlig eigenen Liga und kämpften auf höchstem Niveau um jedes Zehntel.

Bei rutschiger Piste nutzte Schumacher die drei freien Runden bis zu seinem zweiten Stopp, um den entscheidenden Vorsprung herauszufahren. Er kam vor Häkkinen zurück auf die Strecke und fuhr den Sieg nach Hause. Es war sein dritter WM-Titel und der erste für Ferrari nach 21 Jahren.

2003: Schumacher machte den Vettel. Er kam mit neun Punkten Vorsprung auf Kimi Räikkönen nach Suzuka, brauchte also wie Vettel diesmal nur noch einen Punkt zum Titelgewinn. Allerdings war der Japan-GP damals das letzte Rennen, nicht das fünftletzte.

Schumacher erwischte ein katastrophales Qualifying und startete nur von Platz 14 aus. Räikkönen, der das Rennen unbedingt gewinnen musste, war aber auch nur Achter.

Im Rennen kam der Finne jedoch schnell nach vorne, während Schumacher nach einem selbst verschuldeten Crash mit Takuma Sato bis auf Rang 19 zurückfiel. Es begann eine zähe, aber actionreiche Aufholjagd, die auch eine leichte Kollision mit Bruder Ralf Schumacher beinhaltete.

Schumacher profitierte davon, dass an der Spitze sein Ferrari-Kollege Rubens Barrichello das Rennen im Griff hatte und den Zweiten Räikkönen nicht herankommen ließ. Barrichello gewann und machte Schumacher damit zum sechsten Mal zum Weltmeister. Aber Schumi wurde noch Achter und hätte es somit auch aus eigener Kraft geschafft.

Stand in der Fahrer- und Konstrukteurs-WM

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung