DEB-Endspiel gegen die Slowakei

Tanz mit dem Teufel

Von Für SPOX in Köln: Alexander Mey
Dienstag, 18.05.2010 | 09:49 Uhr
Die Arena in Köln bietet Platz für mehr als 18.000 Fans des DEB-Teams
© Getty
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Wie in der Vorrunde steht Deutschland auch in der Zwischenrunde der Eishockey-WM im eigenen Land vor einem echten Endspiel. Gewinnt das DEB-Team gegen die Slowakei (16 Uhr im LIVE-TICKER), ist der Traum vom Viertelfinale Wirklichkeit.

Jetzt geht es um alles oder nichts. Wieder einmal. Wie vor dem Vorrunden-Spiel gegen Dänemark musste das deutsche Team auch vor dem Zwischenrunden-Spiel gegen die Slowakei immer wieder eine Frage beantworten: Wie groß ist der Druck vor dem Endspiel und wie gut kann das Team diesem Druck standhalten?

Der Letzte, der diese Frage am Montag bei der Pressekonferenz stellte, war ein kanadischer Kollege, und er bekam von Bundestrainer Uwe Krupp folgende Antwort: "Ohne Druck wäre ein Diamant nur ein Stück Kohle."

Klingt auf Deutsch richtig poetisch, ist in Nordamerika aber ähnlich abgedroschen wie der deutsche Spruch "Das nächste Spiel ist immer das schwerste". Das merkten auch Krupp und seine beiden NHL-Spieler Christian Ehrhoff und Marcel Goc und lachten sich auf dem Podium halb kaputt.

Ein Sieg reicht, egal wie

Damit beantworteten sie die Frage besser als mit jeder abgedroschenen Phrase. Die Stimmung im DEB-Team ist weiterhin großartig, das Selbstbewusstsein ist groß, die Slowaken können kommen.

Im Gegensatz zum Vorrunden-Endspiel gegen Dänemark gibt es diesmal auch keine großen Rechenspiele, kein Wenn und kein Aber. Ein Sieg reicht zum Einzug ins Viertelfinale, egal ob nach regulärer Spielzeit, Overtime oder Penaltyschießen.

In diesem Fall wäre Deutschland sogar auf jeden Fall Gruppen-Dritter, den der direkte Vergleich mit den Dänen - siehe Endspiel Nummer eins - spricht mit 3:1 für das DEB-Team. Somit ginge es in einem Viertelfinale in Mannheim gegen Schweden oder die Schweiz.

Krupp: "Müssen unser bestes Spiel zeigen"

Krupp und seine Jungs werden sich aber hüten, jetzt schon nachzurechnen, wer der Gegner im Viertelfinale sein könnte. Denn da müssen sie erst einmal hin. "Wir müssen gegen die Slowaken unser bestes Spiel bei dieser WM zeigen", sagte Krupp.

Sowohl Deutschland als auch die Slowakei haben beide Zwischenrunden-Spiele verloren, das DEB-Team kann sich aber bei Marcel Müller für den Last-Minute-Ausgleich gegen Weißrussland bedanken. Denn durch diesen einen Punkt reicht auch ein Sieg in Overtime zum Weiterkommen.

Vorsicht vor Miroslaw Satan!

Aber Vorsicht! Die Slowaken sind angeknockt, 0:6 gegen Dänemark und 2:5 gegen Finnland hieß es in der Zwischenrunde. Und angeknockte Gegner sind ja bekanntlich besonders gefährlich.

Besonders gefährlich ist zudem Miroslav Satan. Der NHL-Star von den Boston Bruins ist in der Zwischenrunde zum Team gestoßen und soll gegen Deutschland den entscheidenden Unterschied machen. "Satan hat zuletzt bei den Bruins einen guten Lauf gehabt und wird das Team der Slowakei auf jeden Fall verstärken", warnte Ehrhoff.

Immerhin spricht die Bilanz für das deutsche Team. Sechs der letzten acht Duelle wurden gewonnen, darunter auch das letzte Spiel bei einer WM, 4:2 in Halifax 2008.

Das letzte Testspiel direkt vor der Heim-WM ging aber 2:3 nach Overtime verloren.

Topscorer und Top-Torhüter der WM

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