Mittwoch, 05.01.2011

SPOX-Blogschau

Özil und Diego - vereint beim VfL Wolfsburg

Ein Traum wird wahr: Özil und Diego zaubern wieder zusammen! VW musste zur Finanzierung ein Phaeton-Werk verkaufen, man kann also von einer Win-Win-Situation sprechen. Und auch sonst wird so einiges passieren in der Rückrunde. Von den Hausmilben Jessica Kastrops bis zur neuen Einkaufspolitik des HSV. Die Blogschau.

Wer die Liebe findet, braucht keine Punkte. Özil und Diego genießen die Wiedervereinigung
© Getty
Wer die Liebe findet, braucht keine Punkte. Özil und Diego genießen die Wiedervereinigung

Es lässt sich nur erahnen, wieviele Weihnachtsplätzchen in den Tastaturen der Sportblogger verschwunden sind. Die NASA schätzt ein Gesamtvolumen von rund drei Tonnen. Wir halten das für deutlich untertrieben. Denn der Output der Blogger war in der letzten Woche immens. Und einige Scherzkekse waren offensichtlich auch untergemischt. Aber lest selbst...

 

Diego und Özil - glücklich vereint bei Wolfsburg

"Ausgestattet mit den Millionen des Dzeko-Transfers nach ManCity plündert man die halbe Liga. Geholt werden neben Farfan und Lakic für den Sturm noch van Bommel und Frings zur Stabilisierung im Mittelfeld. Außerdem wird Diego wieder Özil an die Seite gestellt, dessen vorgeschrieben lächerlich niedrige Transfersumme von 250 Millionen Euro Wolfsburg durch VWs Verkauf des Phaeton-Werks in Leipzig an Seat gestemmt werden kann. Der Turkdeutsche meint zu dem Wechsel, daß Wolfsburg die erste Adresse Europas sei und schon sein erstes (Tret-)Auto sei ein Golf gewesen, und daher käme doch auch das Öl. Auch sportlich sei die Aufgabe äußerst reizvoll, vor seinen alten Vereinen zu landen, zumal der VfL ja keine internationale Belastung mehr hätte und sich voll auf das Erreichen des neunten Tabellenplatzes konzentrieren könne."

Das Werderblog: Bundesligavereinsrückrundenvorschau, Teil 2

 

Endlich gefunden: Die perfekte Transferstrategie des HSV

"Egal, wer auf der Bank sitzt, viel wichtiger ist doch: Der HSV siegt zum Rückrundenauftakt zu null auf Schalke.

Für Aufregung sorgt nach Abpfiff wieder ein Statement unsres Hobby-Lyrikers Wolfgang Amadeus Rost. "Das war kein Foul an Raul - und jetzt halt's Maul!" wird er einem Reporter ins Mikrofon poetisieren. Da der HSV in Dubai Zé Roberto und Elia gegen ein prima Kamel (Bei denen weiß man wenigstens vorher, daß sie nur laufen, wenn sie Bock haben!) eintauscht, wird im Januar nochmal eingekauft. Angeblich sind wir an Jô von Manchester City dran. Find ich ja gar nicht so schlecht, die Idee, jetzt nur noch Spieler zu kaufen, deren Namen in unserer Torhymne vorkommt. Hier also die vermutlich nächsten Neuzugänge in Hamburg:

Charlie Clough (20), Mittelstürmer von den Bristal Rovers
Frederik Appel (19), Abwehrspieler bei IFK Mariehamn in Finnland
Tom Wüllner (17), Mittelstürmer der SpVgg Eidertal Molfsee U19
Tobias Wiens (28), Mittelstürmer beim VfL Theesen
Jordan Rugg, Mittelfeldspieler von Wigan Athletic U19
Philipp Zogg, Mittelfelspieler vom SV Höngg, Schweiz
Michael Owen (31), Mittelstürmer von Manchester United
Luciano Zauri (32), Abwehrspieler von UC Sampdoria

Und jetzt alleeeeee:
Jô, Jô, Jô, Clough, Clough, Appel Wüllner Wiens Clough
Rugg-Zogg Owen Zauri..."

Pleitegeiger: Zu tief in die Weihnachtskugel geschaut - die HSV-Rückrundenvorschau

 

Die Hausmilben von Jessica Kastrop

"Februar
Die Vorschau-Sendung hat nun schon 85 Zuschauer zu vermelden. Sky sieht sich bestätigt und will eine neue Unterhaltungssendung starten und dafür die Europa League aus dem Programm nehmen, die doch eh niemanden interessiert. Die Moderatorin heißt Jessica Kastrop und auch ihre Hausmilben Ballack und Schweinsteiger sollen eine tragende Rolle in der Sendung spielen. Derweil schneit es immer noch. Michael Born hat sich indes ein neues Auto gekauft, was man auch als Räumfahrzeug verwenden kann, um wenigstens im März wieder seinen Wohnort verlassen zu können. Fritz von Thurn und Taxis fehlt auch weiterhin - seine Katze hat Junge bekommen."

Sports & Media: Sky Jahresrückblick

 

Dieses vereinsähnliche Gebilde Hoffenheim

"Zum Glück scheint das Projekt Hoffenheim langsam zu bröckeln. Noch lange nicht so wie es sein müsste, aber immer mehr Leute bekommen mit, dass bei diesem vereinsähnlichen Gebilde irgendwas schief läuft. Ein neuer Bundesligist entlässt seinen Trainer, obwohl die Firma auf Platz 8 steht, weil der Coach sich mit dem Chef nicht mehr versteht, der aber eigentlich gar nicht der Chef sein dürfte. Dass die Medien sich mit dem Thema Hoffenheim ernsthaft auseinandersetzen sollte man übrigens auch in deren eigenen Interesse hoffen. Denn das Interesse an Hoffenheim ist doch relative gering, wenn der Club im Mittelmaß versinkt.

Wer Auflage verkaufen und Clicks generieren will sollte ein vitales Interesse daran haben, dass die Bundesliga mit Clubs belebt wird bei denen auch Leute gibt, die sich dafür interessieren. Was da passiert.Das wird vielleicht irgendwann auch der Kicker merke, die Hauspostille aller Kunstprojekte, der wirklich jeder journalistische Anspruch ans Gesamtprodukt Bundesliga fehlt. Die werden wahrscheinlich die letzten sein, die das mitbekommen, aber das dann als ganz neue Erkenntnis verkaufen. Und so lange diskutieren Sie über die "Linke Außenbahn, offensiv"."

Hamburg Schwarz-Gelb: Hoffenheims Entzauberung

 

Das Märchen von Super-Mario

"Mario Götze: Wenn man das Wort "märchenhaft" im Zusammenhang mit Borussia Dortmund benutzen will - und wann hätte das so viel Berechtigung wie nach dieser Hinrunde - dann kann man es ohne Zweifel bei Mario Götze tun. Ein 18-jähriger aus der eigenen Jugend, der noch in der letzten Saison als nicht ganz ausgereiftes Riesentalent galt, hat sich in den letzten Monaten direkt in die Nationalmannschaft gespielt. Super Mario hat seine ersten Tore in Bundesliga und Europapokal geschossen und noch mehr vorbereitet. Er ist zwar kein klassischer Flügelspieler, konnte aber seine Spritzigkeit und Technik links wie rechts immer wieder ausspielen. Das Beste: Götze ist sicher noch nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen. Auf seine nächsten Jahre in schwarz-gelb können wir uns wirklich freuen. 8 P."

Any Given Weekend: Hinrundenzeugnisse

 

Der VfL Bochum 2.0

"Thomas Ernst: Zudem schauen Sie sich doch an, wie sich die Mediennutzungsgewohnheiten durch das Internet und Web 2.0 verändert haben. Der moderne, aufgeklärte Bürger will nicht mehr nur noch unterhalten und informiert werden, er möchte Nachrichten selbst produzieren. Man postet Nachrichten bei Facebook, tauscht sich in Internetforen aus oder schreibt wie Sie einen Internet-Blog. Die Grenzen zwischen Nachrichtenproduzenten und -nutzern verschwimmen und damit auch die Anspruchshaltung.

Darauf müssen wir uns als Verein natürlich einstellen... und haben das auch schon getan. Es gehört zu unserem Selbstverständnis, dass Ansgar Schwenken und ich bei jeder Fanclubvertreter-Versammlung anwesend sind, dass mindestens einer von uns bei den Fiege-Fanabenden zugegen ist, dass wir nahezu jede an uns persönlich gerichtete E-Mail, die einen sachlichen Ton aufweist, beantworten oder wir grundsätzlich den Einladungen von Fan-Clubs gerecht werden wollen. Ganz zu schweigen von den vielen Informationen, die wir über die Vereinsmedien verbreiten, um unser Wirken transparent zu machen."

18:48: Interview mit Thomas Ernst II

 

Ende für den Pirouetten-Fringser

"Wir brauchen einen Umbruch im Kader. Am besten auf Grundlage einer Spiel-Philosophie. In der Liga gibt es zur Zeit viele Mannschaften, bei denen man sich eine solche abschauen könnte.

Wenn Frings´ Vertrag verlängert wird, ist das die vielleicht größte Fehlentscheidung der Ära Schaaf/Allofs. Er verliert zu viele Bälle, verschleppt das Spiel mit seinen Pirouetten (die in diesem Jahr zu mehreren Gegentoren geführt haben) und grätscht viel zu oft. Wenn Bargfrede und Wesley fit sind, liegt bereits in der Rückrunde die Ersatzbank nahe."

Das Werder-Fußball-Blog: Wie kommt Werder aus der Krise?

 

Wir haben euch was mitgebracht: Argumente, Argumente, Argumente!

"Wir sprechen von Fußballstadien, von Volkes Stimme, von Emotionen - eine Goldwaage ist da gewiss fehl am Platz. Im Stadion. Kurz vor dem Spiel. Kurz nach dem Spiel. Und auch die alte Frage, wieso Anhänger eines Bundesligisten (Beispiel: VfB Stuttgart) Spiel für Spiel einem bestenfalls mittelmäßigen Zweitligisten (Beispiel: Karlsruher SC) Aufmerksamkeit schenken und sich gesanglich an ihm abarbeiten, will ich nicht vertiefen. Vermutlich vertrete ich eine Minderheitenmeinung. Und kann gut damit leben.

Beim Hass sehe ich das ein wenig anders. Da kann ich mich mit einem "gehört halt dazu" nicht arrangieren. Hass hat nichts mit einem Fußballspiel zu tun. Hat dort nichts verloren. Selbst dann, wenn ich auf den vielleicht etwas pathetischen Schwenk zur "Sportsmanship" verzichtete."

Angedacht: Was fehlt? Fehlt was?

 

Trinken wie ein Ägypter

"Die leeren Dosen aber warfen sie nicht einfach weg, sondern stapelten sie fein säuberlich zu einer Pyramide auf, deren Grundfläche immer größer wurde. Drei Männer, nur 0,33l-Dosen, natürlich wuchs die Pyramide schnell. Schneller als man eigentlich denken konnte. Einer von ihnen trug ein Trikot von Eintracht Frankfurt. Sie waren allerdings uralt mit ihren 23, 24 Jahren und stapelten Dose um Dose um Dose und die Pyramide wuchs.

Irgendwann waren sie von all den kleinen Bieren und der prallen Sonne so geschafft, dass sie einschliefen. Wir raubten weder Bier noch Aufmerksamkeit und fanden uns neben diesen Studenten wieder, deren Hauptbeschäftigung in den Semesterferien es zu sein schien, Bier zu trinken und faul in der Sonne zu liegen. Es war einer der ersten Momente, in denen man Sympathie für Eintracht Frankfurt empfand. Man beschloss, sein Leben nach dem noch extrem weit entfernten Abitur ähnlich zu führen wie diese aus Frankfurt in die Heimat zurückkehrenden Bierdosentrinker und Bierdosenpyramidenbauer."

Trainer Baade: Eintracht Frankfurt und die Bierpyramide

 

In einer perfekten bayerischen Welt...

"Das Wichtigste ist, dass die Bayern als Verfolger zur Stelle sind, wenn der Erste der Liga stolpern sollte. Das bedingt Konzentration, das Minimieren eigener Fehler und die ungebremste Geilheit eine überragende Aufholjagd zu starten. Mitte Februar, nach rund einem halben Dutzend absolvierter Pflichtspiele wird man eine Tendenz ablesen können. Es ist nicht unmöglich, dass die diesjährige Meisterschaft erst am letzten Spieltag ihre Entscheidung finden wird. Allerdings wird es eine Herkulesaufgabe."

Fernglas FCB: Herkulesaufgabe Rückrunde

 

Was zählt

"2011 wird super beginnen, fulminant weitergehen und grandios enden! 187 Tage lang werden wir uns voller Vorfreude auf die WM freuen. 22 Tage lang werden wir uns voller Augenblicksfreude während der WM freuen. Und 167 Tage lang werden wir in sentimentaler Nachfreude uns über alles, was uns während der WM freute freuen. 2011, so scheint es, wird ein Jahr der Freude werden. Deshalb könnte es auch gleich als alternatives Motto heißen: die Welt erblasst vor Freude. 

Aber mit einem lächerlichen (wenn auch guten) Reim auf das Motto der längst vergessenen WM 2006 werden wir uns nicht zufrieden geben. Unser alternatives Motto kann mehr können. Darum sagen wir´s halt einfach wie es ist:
2011 zählt nur eins: die Frauenfußball-WM!"

Spielfeldschnitte: Neujahrsgruß 2011

 

Was man außerdem unbedingt lesen sollte:

Der Spielbeobachter wirft einen Blick auf alte und neue Neuzugänge beim Effzeh, der uns allen bekannte Eshkeeya nimmt die Sportbild mal ordentlich unter die Lupe, Zonal Marking präsentiert die besten Spiele des Jahres 2010 und Paul aus Berlin reist jetzt sogar nach Asien. Zuguterletzt, ein langes und inhaltsreiches Stück zur Finanzsituation von Schalke 04. Wer mitreden will, muss sowas auswendig lernen. Danke. In diesem Sinne: Ein schönes Jahr 2011 allen Lesern und solchen, die es noch werden wollen.

 

Die nächste Blogschau erscheint wie gewohnt am nächsten Mittwoch, den 12. Januar. Alle früheren Ausgaben finden Sie im Blogschau-Archiv oder unter http://www.spox.com/blogschau

Außerdem können Sie kostenlos den RSS-Feed der SPOX-Blogschau abonnieren: http://www.spox.com/pub/rss/blogschau.xml

Max-Jacob Ost

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Es ist eine Geschichte wie aus einem billigem Kitschroman: VW verkauft ein Phaeton-Werk und holt so Özil zu Wolfsburg. Die beiden Brüder im Geiste, endlich wieder vereint...

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