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NFL @ SPOX


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Von: Petzie
09.09.2021 | 324 Aufrufe | 1 Kommentare | 0 Bewertungen Ø 0.0
Eine Top Defense doch reicht es offensiv?
Washington FT Season Preview 2021
Division Champ 2020 und 2021?

Autor: Spoxuser MXG13

- Recap -


Nach der ersten vollen Off-Season mit Coach Ron Rivera ist das Ziel für 2021 klar: Man will den Division-Title verteidigen. Geht auch was in Richtung Playoff-Siege? Record in 2020: 7-9


Zur nächsten Saison soll das Football Team seinen neuen (diesmal finalen) Namen erhalten. Die Franchise befindet sich spätestens seit letztem Jahr im Umbruch und auch in dieser Off-Season gab es einige Veränderungen im Kader. Ist man bereits jetzt so weit, nicht nur um die Playoffs, sondern in selbigen auch um Siege mitzuspielen, oder steht in der Hauptstadt noch ein weiteres Übergangsjahr an? Diese Frage werden Ron Rivera und seine Männer in 2021 beantworten müssen.


- Off-Season -


Wie kriegen wir die Offense in Gang? Diese Frage wird sich vermutlich jeder Verantwortliche in Washington mit Anfang der Off-Season gestellt haben.


Die Offensive Seite des Balls brauchte dringend Hilfe und bekam sie auch. Einen neuen QB gab es in Ryan Fitzpatrick (ehemals Dolphins, 1 Jahr, 10 Mio. $), der bei seinem mittlerweile neunten Team das erste Mal seit 2015 wohl wieder als unangefochtener Starter (und zwar eine ganze Saison lang) für ein Team auflaufen wird. Dazu kam mit Curtis Samuel ein Wunschspieler von Ron Rivera. Samuel (WR, ehemals Panthers, 3 Jahre, 34,5 Mio. $) verpasste zwar einen Großteil der Off-Season verletzt, sollte aber zum Saisonstart bereit sein und kennt das System von Rivera gut. Dazu gab es mit Charles Leno Jr. (OT, ehemals Bears) 1 Jahr, 4 Mio. $) und Samuel Cosmi (OT 2. Runden Pick im Draft) Verstärkung für die O-Line sowie mit Adam Humphries (ehemals Titans, 1 jahr, 1,19 Mio. $) und Daymi Brown (4. Runde im Draft) zwei WR, die um den Platz als 3. WR im Kader streiten. OG Brandon Scherff konnte man dazu erneut per Franchise Tag halten.


Keine wirklich aufsehenerregenden Moves von Washington, aber solide und gezielte Investitionen in die Offensive, die durchaus Anerkennung in NFL-Kreisen fanden.


Die dicken Geschütze fuhr man in der Off-Season dann fast schon traditionsgemäß für die ohnehin schon prominent besetzte Defensive auf:
An No. 19 Overall nahm man im Draft MLB Jamin Davis, der wohl direkt zu Saisonbeginn als Starter ins Herz der Defense wandert. 42 Mio. $ bezahlt man über 3 Jahre für Ex-Bengals CB William Jackson III, dazu gab es in Runde drei mit Benjamin St. Juste einen weiteren athletischen CB mit einigem Entwicklungspotenzial. Die beiden füllen die Abgänge von Fabian Moreau (CB, zu den Falcons) und Ronald Darby (CB, zu den Broncos). Weitere nennenswerte Zu- oder Abgänge gab es in der Defense kaum. Einzig und allein der Abgang von Franchise-Sack-Leader Ryan Kerrigan (ausgerechnet zu den Rivalen aus Philadelphia) wird Washington Fans im Herzen schmerzen, auch wenn dieser sportlich durchaus zu verkraften sein sollte.


Abseits des Platzes bleibt erst einmal alles beim Alten. Ein neues Stadion soll bald gebaut werden, der finale Plan für den Bau steht aber noch aus. Genauso verhält es sich mit einem neuen Teamnamen, der zur nächsten Saison final gefunden sein soll (wie lange kann man eigentlich nach einem Namen suchen???). Eigentümer Dan Snyder hat einigen Minority Ownern ihre Rechte am Team abgekauft und Gerüchten um einen möglichen Verkauf des Teams so den Garaus gemacht. Seine Beliebtheit bei der Fanbase konnte er damit zwar auch nicht steigern, nachdem neben der Ownership-Frage aber auch endlich die letzten Details zu den bereits 2020 bekannt gewordenen kulturellen Problemen in der Redskins-Führungsetage rechtlich geklärt werden konnten, kann nun immerhin der volle Fokus auf die Zukunft des Football Teams gelegt werden.



- Offense -


#30 in der Total Offense (317,3 Yards pro Spiel), #25 im Scoring (20,9 Punkte/Spiel), #25 im Passing (216,6 Yards/Spiel), #26 im Rushing (100,7 Yards/Spiel). Zahlen, die einen kaum glauben lassen, dass Washington tatsächlich die NFC East gewinnen konnte.


OC Norv Turners Plan, Missmatches zu finden und auszunutzen ging nicht wirklich auf vor allem, weil ohne das entsprechende Spielermaterial kaum Missmatches zu kreieren waren. Außer Terry McLaurin, der auch in seiner zweiten NFL Saison wieder unbestritten die Nummer 1 Option im Passing Game war und Rookie RB Antonio Gibson hatte eigentlich niemand ausreichend Speed, um für große Raumgewinne zu sorgen. So hatten gegnerische Defenses es recht leicht, Washington im Zaum zu halten.

6,3 Yards/Pass-Attempt konnten die verschiedenen QBs des Football Teams erreichen. Platz 29 in der Liga und ein katastrophal schlechter Wert. Auch am Boden ergaben sich wenig Räume, mit exakt 4 Yards/Attempt langte es gerade einmal für Rang 27 im Liga-Vergleich. Die O-Line hatte immer wieder zu kämpfen. Ganz 50-mal wurden die QBs in Burgunder gesackt, nur drei Teams waren schlechter.


Mit einigen Additionen in der Off-Season verspricht man sich in dieser Saison offensiv mehr, als es noch im Vorjahr der Fall gewesen ist. Dennoch sollte man wohl eher zu den schwächeren Offensiv-Abteilungen der Liga gehören. Auf wen es ankommt, wenn sich daran etwas ändern soll, könnt ihr bei der Übersicht der einzelnen Positionen sehen.


Für die einzelnen Positionen bedeutet das:


Quarterbacks:
Naturgemäß lag der größte Fokus der Beobachter in Washington auf der Quarterbackposition. Dwayne Haskins Mitte der Saison vom Hof gejagt, Alex Smith schlicht zu kaputt, um dem Team weiterzuhelfen Mit Kyle Allen und Taylor Heinicke als einzige Optionen würde man keinesfalls in die Saison gehen. Allen enttäuschte in 2020 bis zu seiner schweren Knöchelverletzung zwar nicht vollends, zeigte aber auch wenig, was ihn für ein langfristiges Engagement als Starter qualifiziert hätte. Heinicke spielte im Wildcard Game gegen die Bucs zwar das Spiel seines Lebens, zeigte aber auch klar auf, wo seine Schwächen liegen.


Ryan Fitzpatrick wird wohl auch nicht der Heilsbringer sein, der die Offense plötzlich zu einer der stärkeren Units der Liga macht. Er bringt aber ausreichend Erfahrung, Spielverständnis und vor allem Risikobereitschaft mit, um den Ball mit dem Arm oder notfalls auch einmal zu Fuß zu bewegen und der Offense Leben einzuhauchen. Das müsste nicht nur reichen, um eine solide Streaming Option im Fantasy Football zu sein, sondern auch, um diverse Spiele zu gewinnen, sollte die Defense wie gewohnt abliefern.


Running Backs:
Antonio Gibson, Antonio Gibson, Antonio Gibson. Von wenigen Spielern hört man mehr positives aus dem Camp, als vom Starter auf der Position des Running Backs. Dass Gibson mit dem Ball in der Hand gute Dinge machen kann, zeigte er bereits in seiner Rookie Saison im letzten Jahr. 4,7 Yards pro Carry in 2020 ist ein solider Wert hinter der schwächelnden O-Line aber durchaus ein kleines Ausrufezeichen. Dazu gab es 795 Yards am Boden, 247 Yards durch die Luft und insgesamt 11 Touchdowns (alle erlaufen). Schwächen hatte Gibson jedoch beim Pass Blocking. Auch im Receiving Game konnte er zwar einiges bewegen, die großen Hoffnungen, die man hier in ihn hatte, konnte er aber noch nicht vollständig erfüllen. An beiden Punkten soll Gibson, vertraut man den Lokalreportern, über den Sommer gearbeitet haben und sich im Training stark verbessert zeigen. Kann Gibson das in der Saison bestätigen, winkt ihm die Rolle als echter 3-Down Back mit guten Aussichten auf über 1000 Yards am Boden und etwas Glück auch 300-500 Yards durch die Luft.


Verhindern wollen das JD McKissic und Undrafted Rookie Jaret Patterson. McKissic konnte bereits im letzten Jahr vor allem im Passing Game überzeugen und ist beliebt beim Coaching Staff, weil er zuverlässig seine Rolle erfüllt, insbesondere unter Druck bei 3rd Downs. Ihm fehlen jedoch Speed und Power. Die Power sollte Patterson mitbringen (19 Reps auf der Combine Bench Press), Speed fehlt jedoch auch ihm.


Macht Gibson den nächsten Schritt, wird an ihm kein Weg vorbeiführen und Washington auf RB gut aufgestellt sein. Klappt das nicht, hat man zumindest eine zumindest durchschnittliche Gruppe auf RB.


Wide Receiver:
Das wohl größte Upgrade der Off-Season gab es im Bereich WR. Neben Scary Terry (1,118 Yards, 4 TD in 2020) kann Rivera mit Curtis Samuel nun auf einen zweiten Top-Receiver zurückgreifen, der neben dem Passing Game auch immer wieder am Boden bei kreativen Laufspielzügen eingesetzt werden kann. 4,31s (Samuel) und 4,35s (McLaurin) brauchen Washingtons Top WR auf 40 Yards. Unangenehmer Speed für gegnerische Secondaries, insbesondere weil QB Fitzpatrick bekannt dafür ist, seine Top-WRs mit Targets zu füttern. Zwar verpasste Samuel im Prinzip das ganze Camp verletzt, er ist mittlerweile jedoch fit, kennt Riveras Spielplan und sollte deshalb ab Saisonbeginn direkt eine Hilfe sein. Mit Humphries, Rookie Dyami Brown und Cam Sims stehen 3 weitere solide WR in der Warteschlange Washingtons WR Corps könnte sich heimlich, still und leise zu einem der besseren der Liga mausern.


Tight Ends:
Die Überraschung der letzten Saison war sicherlich Ex-QB Logan Thomas. Nicht jedoch, weil er besonders gut einen Football über den Rasen werfen könnte, sondern weil er diesen besonders gut fangen kann. In seiner ersten Saison überhaupt als Starter auf TE (zuvor hatte Thomas bereits mehrere Saisons als Backup auf der Position in der Liga verbracht), kam Thomas auf starke 670 Yards bei 72 Receptions.

Kein Tight End der Liga läuft mehr Routes als Thomas, nur Travis Kelce und Darren Waller kriegten in 2020 mehr Targets und hatten mehr Receptions. Thomas ist kein Über-Athlet, aber er ist zuverlässig und robust, was ihm auch in 2021 den Job als Starter beschert.

Hinter ihm folgen mit John Bates und Sammis Reyes zwei eher unbekannte Backups. Reyes Story ist jedoch eine fürs Herz. Mit 14 Jahren kam Reyes aus Chile in die USA um Basketball zu spielen. Mit 50$ im Monat schlug er sich durch bis ans College, wo er ein Basketballstipendium erhielt und 2018 den Master machte. Als er mit der chilenischen Basketballnationalmannschaft in der WM Qualifikation 2019 scheiterte. Es sah aus, als sollte es nichts werden mit einer Karriere als Profisportler für Sammis Reyes. Bis dieser sich entschied, den Rat, den er aus zahlreichen Richtungen schon oft vernommen, aber stets abgelehnt hatte, anzunehmen - und sich im Football zu versuchen.

Als Door Dash Fahrer verdiente er sich Geld, um einen privaten Trainer zu finanzieren, auch seine Freundin legte Geld mit dazu. Eine gute Entscheidung: Der Coach konnte seinen Augen kaum Glauben, als er Reyes das erste mal im Training sah: 1,96m, 116 KG pure Muskeln. 4,65s auf 40 Yards, 31 Reps auf der Bench Press, vom jahrelangen Basketball- (und früher auch Fußball) Training geschulte Fußarbeit. Reyes meldete sich zum Draft an und wurde genommen. Mit Washington machte er sein erstes Football-Spiel überhaupt in der NFL Preseason. Geht es in diesem Tempo weiter, können sich die Kelces und Wallers dieser Liga bald warm anziehen

Offensive Line:
Ehemals eine Stärke der Mannschaft aus Washington, war die O-Line zuletzt eher ein Schwachpunkt im Team aus der Hauptstadt. Mit RG Brandon Scherff verfügt man zwar über einen der besten Guards der Liga, rund um ihn herum fiel die Performance jedoch oft eher mäßig aus. C Chase Roullier ist ein vernünftiger Rollenspieler, LG Wes Schweitzer gerade so auch noch. Auf den Tackle Positionen musste jedoch Verbesserung her, insbesondere nachdem man sich von RT Morgan Moses getrennt hatte. Mit Charles Leno Jr. konnte man für das linke Ende der Line einen soliden Veteranen aus Chicago gewinnen, am rechten Ende zeigt Rookie Sam Cosmi bisher ordentliche Performances. Ob das reicht, um Fitzpatrick zu beschützen und am Boden Raum für die Running Backs zu schaffen, bleibt abzuwarten. Die O-Line ist wohl die schwächste Positionsgruppe im ganzen Kader.

Fazit Offense:
Verbessert, aber immer noch nicht gut. So präsentiert sich die Washington Offense kurz vor Saisonbeginn. Während man das WR Corps solide aufstellen konnte und auch mit den RBs im Kader zufrieden ist, bleibt die O-Line ein großes Fragezeichen. Fitzpatrick stellt zwar ein Upgrade zur Vorsaison dar, zu den besten QBs der Liga dürfte er jedoch nicht zählen. Mehr als Durchschnitt sollte man von der Offense des Football Teams außerhalb der Fantasy Football Ligen (McLaurin, Samuel, Thomas und vor allem Gibson können euch hier helfen) daher nicht erwarten. Durchschnittliche Leistungen sollten aber schon ausreichen, denn es gibt in Washington ja noch die:



- Defense -


Defense wins championships. Ein Satz, den man in der modernen NFL wohl nicht allzu oft hören wird. Falls doch, dann aber wohl (neben Pittsburgh) noch am ehesten in Washington. Bereits unter Ron Riveras Vorgänger Jay Gruden verfügte Washington über eine kompetente Defense. Rivera und Ex-Jaguars, Broncos und Raiders Head Coach Jack del Rio konnten aus einer Truppe mit viel Talent das absolute Prunkstück des Teams formen.

Im Jahr 2020 bedeutete das in Zahlen:

Die 4. Beste Scoring Defense (20,6 PPG), 13. Gegen den Rush (112,8 YPG), 2. Gegen den Pass (191,8 YPG) und die 2. Beste Overall Defense (304,6 YPG). Dazu gab es im Draft in Jamin Davis einen hypertalentierten MLB in der ersten Runde, mit Benjamin St. Juste einen soliden CB mit Entwicklungspotenzial in Runde 3 und mit William Jackson III einen echten Shutdown-Corner via Free Agency. Namhafte Abgänge gab es mit Ronald Darby und Ryan Kerrigan zwar auch, beide konnten jedoch nicht mehr die Leistungen vergangener Tage zeigen und sollten zu ersetzen sein. Was und vor allem welche Spieler macht Del Rios 4-3 Defense so erfolgreich? Die einzelnen Position Groups in der Analyse:

Defensive Line:
4 Defensive Line Starter, 4 First Round Picks. DROY Chase Young allein ist ein Albtraum für jeden OC. Wenn auf der anderen Seite der Line mit Montez Sweat ein 1,98m, 119kg schwerer Top-Athlet steht (4,41s! auf 40 Yards) und dazwischen mit Jonathan Allen und DaRon Payne zwei Ex-Alabama Stars, wird die Aufgabe, diese Line zu stoppen zum Problem. 16,5 Sacks verzeichneten Young (7,5) und Sweat (9) allein, insgesamt kam Washington auf 47 Sacks.

Allen verzeichnete mit 63 Tackles die zweitmeisten aller Defensive Line Spieler in der NFL, Payne kommt nach leichten Anlaufschwierigkeiten von Jahr zu Jahr besser in Form. Der Druck, den die DL entwickeln kann, schafft den übrigen Spielern Raum für andere Aufgaben. Schnell spielen, um die dicken Jungs müde zu machen? Gegen viele Teams eine Alternative, gegen Washington wohl eher nicht. Mit DT Matt Ioannidis, der die gesamte Vorsaison mit einem gerissenen Bizeps verpasste, kommt einer der besten Ersatz-Spieler der Liga zurück zum Team.

In seiner Abwesenheit konnte Tim Settle Jr. (5 Sacks, 5 TFL in 2020) ihn würdig vertreten nun ergänzen sich beide in der DL Rotation. Young und Sweat werden wohl noch am ehesten zu zermürben sein, ihre Ersatzmänner sind vielleicht der einzige Schwachpunkt in einer Line, deren Anspruch es ganz klar sein wird, die beste der gesamten Liga zu sein.


Linebacker:
Jon Bostic, Jamin Davis, Cole Holcomb. Eine solide Gruppe auf LB, deren Star schnell Rookie Jamin Davis werden könnte. Von 2,155 seit 1987 bei der Combine angetretenen Linebackern waren Pro Football Network zufolge nur 14 Spieler athletischer. Kriegt Davis es hin, sich schnell auch mental an das Tempo in der NFL zu gewöhnen, könnt er die Defense nochmal auf ein neues Level heben. Bostic konnte nach seiner Verpflichtung aus Pittsburgh bisher überzeugen und auch Holcomb konnte in 2020 einen entscheidenden Schritt nach vorn machen auf LB steht die Washington Defense vermutlich sehr solide.


Safeties:
Auf SS spielt weiterhin Landon Collins, der sein exorbitantes Gehalt (84 Mio. $ in 6 Jahren) bis zu seinem Achillessehnenriss in Woche 7 im letzten Jahr nur bedingt rechtfertigen konnte. Darf man den Berichten aus dem Camp glauben, hat sich Collins jedoch bestens von seiner Verletzung erholt und wirkt auch mental frischer als noch in der Vorsaison. Schafft es Collins sein Potenzial abzurufen, gibt es wenig bessere Strong Safeties in der Liga. Neben ihm auf FS spielt wohl Ex-Dolphin Bobby McCain, der im Sommer für schmales Geld verpflichtet wurde und wohl der schwächste Starter der Defense sein sollte. Mit Kamren Curl und Deshazor Everett stehen für beide Safeties jedoch starke Ersatzmänner bereit insbesondere McCain sollte daher abliefern, will er nicht allzu schnell ersetzt werden.

Cornerbacks:
Die Verpflichtung von William Jackson III zeigt deutlich, dass man auf CB noch zulegen wollte. Auf keiner anderen Position im Kader wurde in der Off-Season mehr Geld in die Hand genommen, dazu gab es mit Benjamin St. Juste noch einen 3. Runden Pick im Draft obendrauf. Starten wird neben Jackson jedoch vermutlich Kendall Fuller, der spätestens seit seinem Super Bowl Sieg mit den Chiefs die Anerkennung erhält, die er für seine sehr ordentlichen Leistungen auch verdient. Wohler als auf der Außenseite fühlt sich Fuller jedoch im Slot, sodass zu vermuten ist, dass er in Packages mit 3 CB auch auf diese Position rutschen und damit St. Juste die Außensseite überlassen wird.


Fazit Defense:
Bereits vor der letzten Saison erwartete man einiges von Washingtons Defense. Diese Erwartungen konnte man sogar noch übertreffen, und sich im Sommer nominell verstärken. Geht alles zusammen für Del Rio und seine Männer, kann Washington nicht nur eine der besten Defenses der Liga stellen, sondern durchaus das Ziel haben, die beste Verteidigung der NFL auf den Platz zu schicken.


- Special Teams -


Der noch immer unterschätzteste Spieler des Teams spielt im Special Team: Punter Tress Way. Way führte in 2019 die Liga bei den Yards pro Punt an, hatte den längsten Punt, war zweiter bei den Net Yards, Siebter bei den Punts innerhalb der 20. Zudem puntete er besonders in kritischen Situationen stark. Entsprechend wurde sein Vertrag vor der letzten Saison bis 2024 verlängert, 15,5 Mio. $ wandern dafür insgesamt auf sein Konto.

Auch 2020 konnte Way wieder überzeugen. Platz 5 bei den Net Yards, trotz vieler Punts tief aus der eigenen Hälfte 23-mal innerhalb der gegnerischen Red Zone gelandet, keine TDs nach Punt Returns zugelassen. Way ist ein absoluter Star auf seiner Position.


Kicker Dustin Hopkins ist mittelmaß. Solide bis gut innerhalb von 40 Yards, solide bis schwach über 40 Yards. Er trifft, was er treffen muss mehr aber auch nicht.


- Players to watch -


Curtis Samuel, WR:
Dass Washington vermutlich keine Top-Offense stellen wird, ist klar. Will man jedoch ernsthaft konkurrenzfähig sein, insbesondere gegen stärkere Gegner, muss die Offense einen Schritt nach vorne machen. Das Grundgerüst ähnelt dem der Vorsaison. Natürlich hat man einen neuen QB viel wird davon abhängen, wie dieser performt. Gelingt es jedoch, Samuel geschickt in die Offense zu integrieren und zeigt dieser das, was er in der Vergangenheit in Carolina abrufen konnte, wird es für Fitzpatrick und den Rest der Offensive um einiges leichter werden. Egal ob es Samuels Speed ist, der lange Pässe ermöglicht, seine Antrittsgeschwindigkeit im Kurzpassspiel Freiheiten schafft, oder ob Samuel mal als Läufer auftritt. Seine Fähigkeiten, machen ihn zu dem X-Faktor in Washingtons Offense 2021.


Jamin Davis, MLB:
Vorne stimmt die Line, hinten hat man kräftig in die Secondary investiert. Soll die Defense wirklich einen Angriff auf die absolute Spitze schaffen und zur besten der Liga werden wollen, müssen Davis und seine Kollegen auf LB abliefern. Athletisch bringt der Rookie alles mit, was es benötigt, um in der NFL als LB Erfolg zu haben. Als MLB müssen aber auch Spielverständnis und Gedankenschnelligkeit stimmen, um im Herzen der Defense abzuliefern. Schlägt Davis ein, wird es für gegnerische OCs Zappenduster.


- Schedule -



- Ausblick und Prognose -


Bei aller Freude über den ersten Divison-Title seit 2015: Das Football Team schaffte es im vergangenen Jahr vor allem deshalb in die Playoffs, weil die NFC East die wohl schwächste Divison der Liga war. Auch in diesem Jahr sollten die Giants und Eagles sich schwertun. Hier müssen aus den vier Partien mindestens drei Siege eingefahren werden, denn Dallas bekommt mit Dak seinen (vor seiner Verletzung) zuletzt bärenstarken QB zurück und sollte so dank seiner herausragenden Offense mit Washington um den Titel im Osten streiten.

Zusätzlich spielt man noch gegen die NFC South, die neben dem Super Bowl Champ aus Tampa mit den Saints, Falcons und Panthers drei Teams mit deutlich verändertem Gesicht beinhaltet. Hier sollten ebenfalls mindestens zwei Siege möglich sein. Dann geht es gegen die AFC West. Gegen Chiefs dürfte es schwer werden, die Broncos, Chargers und Raiders sollten ungefähr auf Augenhöhe sein. Abgerundet wird der Spielplan von den Packers, Seahawks und Bills. Drei ganz schöne Brocken, gegen die es schwer werden dürfte.


Gegen alle Gegner sollte die Defense Washington im Spiel halten. Die Frage wird sein, ob die Offense einen ausreichend großen Schritt nach vorne machen kann, um a) mehr Punkte aufs Board zu bringen als im Vorjahr und b) für ausreichend Verschnaufpausen zu sorgen, um insbesondere die DLine und dort besonders Young und Sweat frisch zu halten.


Gelingt das, spielt Washington mit Sicherheit um den Titel in der NFC East mit und könnte eventuell auch in den Playoffs für die ein oder andere Überraschung sorgen.


Realistische Prognose daher: 9-8

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KOMMENTARE
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Petzie
MODERATOR
09.09.2021 | 01:43 Uhr
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Petzie : 
09.09.2021 | 01:43 Uhr
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Petzie : 
Besten Dank an MXG13 für die Preview des WFT
https://www.spox.com/myspox/id/MXG13.html
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