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NFL @ SPOX


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Von: Chris_93
04.09.2019 | 1872 Aufrufe | 9 Kommentare | 9 Bewertungen Ø 9.2
Ein Blick auf die neue Saison
Season Preview: Kansas City Chiefs
50 Jahre nach Len Dawson - führt Mahomes die Chiefs endlich ans Ziel?

Rückblick

Nur noch eine Minute auf der Uhr, die Chiefs führen zuhause mit 28-24 gegen die New England Patriots im AFC Championship Game. Der Einzug in den ersten Super Bowl seit 1970 ist zum Greifen nah. 3&10, Tom Brady wirft einen kurzen Pass auf seine zuverlässigste Waffe - TE Rob Gronkowski. Diesmal fängt er den Pass jedoch nicht, stattdessen wird er von Charvarious Ward abgefangen - Interception.


Grenzenloser Jubel im Arrowhead, doch Abseits des Geschehens liegt ein gelbes Stofftuch auf dem Feld. Kurze Zeit später herrscht traurige Gewissheit:
"OFFSIDE, DEFENSE, Number 55 - 5 Yard Penalty - Replay 3. Down".


Einer der wenigen, und der mit Abstand wichtigste, Stopp der Chiefs-Defense wird dadurch zunichte gemacht. Am Ende ziehen die Patriots erneut in den Super Bowl ein. Die Saison der Chiefs endet - wie sollte es auch anders sein - extrem bitter.
Sieht man jedoch vom Ende ab, war es eine Saison voller Höhen, denn Patrick Mahomes übertraf in seiner ersten Spielzeit als Starter alle Erwartungen. Er wurde zum jüngsten MVP seit Dan Marino 1984 gewählt und ist der erste Quarterback seit Joe Montana 1994, der die Chiefs zu einem Playoff-Heimsieg führte.


Nach dieser Fabel-Saison sind die Ansprüche in Kansas City für die kommende Spielzeit hoch - nichts anderes als ein Super Bowl Triumph zählt. Doch hat man seit der knappen Niederlage im AFC Championship Game im Januar genug getan, um das große Ziel diesmal zu erreichen?

Offseason & Free-Agency


Nachdem die Defense im zweiten Jahr in Folge zu den schlechtesten der Liga gehörte, hatte man keine andere Wahl, als DC Bob Sutton freizustellen. Sein Nachfolger ist Steve Spagnuolo, der mit einem weniger komplexen System versuchen wird, eine zumindest solide Defense aufs Feld zu bringen. Unterstützt wird er von einem runderneuerten Defensive Staff, bei dem bis auf Britt Reid, Sohn von HC Andy, alle Positionen neu besetzt wurden. OC bleibt, trotz HC-Gesprächen, Eric Bieniemy. Zum ersten Mal seit zwei Jahren geht man damit mit dem gleichen OC in die neue Saison. Erneut kein Angebot für einen HC-Posten bekam etwas überraschend Dave Toub, der sich somit weiterhin um die Special Teams kümmert.

Doch nicht nur im Trainerteam gab es einen Umbruch. In der kommenden Saison wird man auch viele neue Spieler in Rot und Gold sehen. Die wichtigsten Zu- und Abgänge im Überblick:


Abgänge Defense:
- Eric Berry, S -> Free Agent
- Justion Houston, OLB -> Colts
- Dee Ford, OLB -> 49ers
- Allen Bailey, DE -> Falcons
- Steven Nelson, CB -> Steelers
- Orlando Scandrick, CB -> Free Agent
- Ron Parker, S -> Free Agent
- Eric Murray, S -> Browns

Zugänge Defense:
- Frank Clark, DE
- Alex Okafor, DE
- Emmanuel Ogbah, DE
- Damien Wilson, LB
- Darron Lee, LB
- Bashaud Breeland, CB
- Morris Claiborne, CB
- Tyrann Mathieu, S

Abgänge Offense:
- Mitch Morse, C -> Bills
- Chris Conley, WR -> Jaguars
- Demetrius Harris, TE -> Browns
- Spencer Ware, RB -> Colts

Zugänge Offense:
- Blake Bell, TE
- LeSean McCoy, RB

Erneuter Umbruch in der Defense

Wie an der Auflistung unschwer zu erkennen ist, lag der Fokus auf der Verbesserung der Defense. Mit Eric Berry und Justin Houston verlassen die letzten beiden Identifikationsfiguren der vergangenen Jahre die Chiefs. Auch wenn es aus Fansicht schmerzt, machen die Entlassungen vor allem aus finanzieller Sicht Sinn, denn durch die Entlassungen von Berry und Houston spart man 2019 insgesamt rund 25 Millionen $ an Cap Space. Da Berry die letzten zwei Jahre fast durchgängig verletzt war und es auch jetzt noch Fragen zu seinem Gesundheitszustand gibt, sind 10 Millionen ein zu hoher Preis, um ihn im Kader zu behalten. Ähnliches gilt für Houston, der zwar eine gute Saison spielte, in den Jahren zuvor aber ebenfalls häufig verletzt war und für seine Leistungen einfach zu teuer ist.


In Kombination gesehen mit dem Trade von Dee Ford zu den 49ers, der seine mit Abstand beste Saison spielte, wurde der letzte gute Bereich der Defense, der Pass-Rush, ebenfalls zu einer Baustelle. Ausschlaggebend für den Trade waren wohl die häufigen Verletzungen in seiner bisherigen Karriere sowie Fragezeichen, ob er im neuen System (Wechsel der Base-Formation von 3-4 auf 4-3) zurechtkommt. Ironischerweise tradete man ihn zu einem Team, bei dem er ebenfalls in einer 4-3 Front als DE statt als OLB eingesetzt wird. Die 49ers statteten ihn im Zuge des Trades mit einem langfristigen, aber teamfreundlichen, Vertrag aus (5 Jahre, 87 Millionen $, ~45 Millionen $ garantiert). Im Gegenzug erhielten die Chiefs lediglich einen Zweitrunden Pick im Draft 2020. So stand man Mitte März plötzlich ohne Pass-Rush da. Zudem verlor man mit Steven Nelson einen soliden Cornerback, der letzte Saison in allen Spielen gestartet hatte.

Im ersten Schritt wurde mit Alex Okafor ein solider DE verpflichtet, der jedoch die entstandenen Lücken nicht alleine schließen kann. Deshalb holte man kurz vor dem Draft für einen 2019er Erst- und 2020er Zweitrunden-Pick DE Frank Clark von den Seahawks. Er erhielt einen 5-Jahresvertrag mit einem Gesamtvolumen von 105,5 Millionen $, von denen ~63,5 Millionen $ garantiert sind. Vergleicht man die Zahlen auf dem Feld, ist der Unterschied zwischen Clark und Ford gering. Clark ist im Vergleich zu Ford der bessere Run-Defender und passt besser in das neue System. Allerdings ist fraglich, ob der deutlich höhere Preis, den die Chiefs verglichen zu den 49ers zahlten mussten, gerechtfertigt ist. Man hätte stattdessen auch mit Ford zu günstigeren Konditionen verlängern und die Draft-Picks besser nutzen können.


Die zweite wichtige FA-Verpflichtung ist Safety Tyrann Mathieu, der für 3 Jahre und 42 Millionen $ (27 garantiert) unterschrieb. Somit sollen durch die Verpflichtungen von Clark, Okafor und Mathieu die Abgänge von Ford, Houston und Berry kompensiert werden. Etwas unter dem Radar flogen letzte Saison die Inside Linebacker, die tatsächlich noch schwächere Leistungen als die Cornerbacks zeigten. Inwiefern dies an den Spielern oder dem System lag, wird die kommende Spielzeit zeigen. Mit Darron Lee und Damien Wilson wird der Konkurrenzkampf angeheizt, was dringend notwendig ist. Auch die Cornerbacks sind ein großes Fragezeichen, welches durch die Verpflichtungen von Breeland und Claiborne lediglich etwas kleiner wurde.

Kontinuität in der Offense

In der Offense gab es wenige Änderungen, lediglich Center Mitch Morse ging zu den Bills, die ihn zum bestbezahlten Center in der NFL machten. Die Abgänge von Conley und "Stonehand" Harris sind auch ohne namenhafte Neuzugänge zu kompensieren. Kurz nach seiner Entlassung bei den Bills wurde noch RB LeSean McCoy verpflichtet, der Andy Reid bereits aus gemeinsamen Eagles-Tagen kennt. Es wird spannend zu sehen sein, was McCoy in dieser Offense noch zeigen kann.

Ermittlungen gegen Tyreek Hill

Überschattet wurde die Offseason von den Ermittlungen gegen Tyreek Hill wegen Kindesmissbrauch. Letztlich wurde Hill von der NFL nicht gesperrt und darf am ersten Spieltag gegen die Jaguars auflaufen. Der gesamte Verlauf des Vorfalls kann hier nachvollzogen werden - am Ende hat jeder seine eigene Meinung, ob die NFL in diesem Fall richtig gehandelt hat.

Draft

Runde 2 - 56. - Mecole Hardman, WR, Georgia

Runde 2 - 63. - Juan Thornhill, S, Virginia
Runde 3 - 84. - Khalen Saunders, DL, Western Illinois
Runde 6 - 188. - Rashad Fenton, CB, South Carolina
Runde 6 - 214. - Darwin Thompson, RB, Utah State
Runde 7 - 216. - Nick Allegretti, OL, Illinois

Da zum Zeitpunkt des Drafts nicht abzusehen war, wie der Vorfall mit Hill endet, war die oberste Priorität, einen möglichen Ersatz zu finden, der Hills Rolle in Reids Offense im Bedarfsfall ansatzweise einnehmen kann. Hardmann ist ein ähnlicher Spielertyp, der ebenfalls eine hohe Geschwindigkeit besitzt und vielseitig einsetzbar ist. Thornhill ist ein Free Safety, der eine sofortige Verstärkung für die anfällige Defense ist und dieser bereits früh in der Saison helfen wird. Saunders dagegen ist ein Projekt, der dieses Jahr nicht viel Spielzeit sehen wird. Fenton hat sich einen Platz im Team als Ersatz Slot-Cornerback erkämpft. Bis zur Verpflichtung von McCoy hatte sich Thompson aufgrund starker Leistungen im Trainigs-Camp und den Preseason-Spielen in der RB-Hierarchie auf Rang 2 hochgearbeitet. Durch die Verpflichtung von McCoy dürfte er jedoch wieder auf Rang 3 rutschen und vor allem zu Beginn der Saison weniger Snaps sehen. Allegretti konnte sich sofort als Backup-Center etablieren.

Offense

System

"Andy Reids Offense ist schematisch mit das absolut Beste, was es in der NFL aktuell gibt. Er kombiniert seine West-Coast-Wurzeln mit kreativen (Option-)Play-Designs aus College-Offenses und baute zuletzt auch vermehrt Air-Raid-Elemente mit ein, etwas, das Quarterback Patrick Mahomes bestens aus dem College kommt. 81 Prozent seiner Snaps verbrachte Mahomes in der Shotgun- oder Pistol-Offense, der Liga-Spitzenwert. Aus Empty Sets gelangen KC 9,1 Yards pro Play. Mahomes hatte eine fantastische Saison auch aus individueller Sicht; gleichzeitig halfen ihm Reids Play-Designs merklich. 22,8 Prozent der Chiefs-Pässe überquerten die Line of Scrimmage nicht, so wird die Arbeit eines Quarterbacks vereinfacht. Passend dazu: Die Chiefs verzeichneten letztes Jahr 11,2 Yards pro Play bei Running-Back-Screens, ein absurder Wert. Unter Quarterbacks mit mindestens 200 Pässen warf nur Nick Mullens in San Francisco prozentual weniger Pässe in enge Fenster (12 Prozent) als Mahomes (12,2 Prozent). Übersetzung: Reids Offense kreiert offene Fenster und klare Reads für den Quarterback sowie konstant Yards nach dem Catch. Nur die Steelers hatten hiervon im Vorjahr mehr als Kansas City.

Grundlage 2019: West Coast/Air Raid Hybrid.

Stat to Know 2018: Nur Houston und Philadelphia spielten 2018 mehr aus 12-Personnel (1 RB, 2 TE, 2 WR) als die Chiefs. Kansas City aber war mit 9 Yards pro Pass und einem TD:INT-Verhältnis von 14:4 deutlich effizienter als beide."

*Dieser Absatz stammt ursprünglich aus einem Artikel von @Adrian Franke und wurde für diese Preview übernommen*

Quarterbacks
Bereits vor der letzten Saison gab es rund um Kansas City einen ziemlichen Hype um Mahomes. Ich war zugegeben etwas skeptischer, was Mahomes betraf. Dafür gab es allerdings keinen Grund, wie sich (schnell) herausstellte:
- 5.097 Yards, 50 TD (erst der dritte Spieler nach Peyton Manning und Tom Brady)
- NFL MVP
- Bester Quarterback bei footballoutsiders
- PFF MVP (#93,2 Grade)
- Das ein oder andere Highlight

Die Liste lässt sich noch eine Weile so fortsetzen. Diese Zahlen in der kommenden Saison zu wiederholen, ist fast unmöglich. Das muss er jedoch auch nicht, um eine gute Saison zu spielen. Bei all dem Lob darf man nicht vergessen, dass es nach wie vor Bereiche gibt, in denen er sich verbessern kann. Daran wird Andy Reid seinen MVP auch regelmäßig erinneren, weshalb ich zuversichtlich bin, erneut eine starke, wenn auch zahlenmäßig betrachtet vielleicht etwas schwächere, Saison zu sehen.

Als Backup war eigentlich Chad Henne vorgesehen, der sich allerdings im Preseason-Spiel gegen die 49ers verletzt hat und nun länger ausfällt (er wurde die IR-List gesetzt). Deshalb darf sich der 35-Jährige Veteran Matt Moore über den, hoffentlich ruhigen, Job als Vertreter von Mahomes freuen.

Running Backs
Schon vor der Verpflichtung von LeSean McCoy gab es keinen klassischen Nr. 1 Back bei den Chiefs. Starten wird wohl trotz McCoy vorerst Damien Williams, der nach der Entlassung von Kareem Hunt starke Zahlen auflegte und sich spätestens mit seinen drei TDs im AFC Championship Game in den Vordergrund spielte. Nach starken Leistungen in Camp und Preseason wurde zudem eine größere Rolle für Rookie Darwin Thompson erwartet, die nun zumindest zu Beginn der Saison geringer ausfallen wird. Dies kann sich jedoch im Laufe der Saison, abhängig von den Leistungen von McCoy, ändern. Komplettiert wird das Quartett durch Darrel Williams, der wohl wenige Snaps sehen wird.

Wide Receiver
Tyreek Hill hat aus sportlicher Sicht letzte Saison den nächsten Schritt gemacht und ist ein Schlüsselspieler in der Offense von Andy Reid. Er wird vielseitig, oft auch als Ablenkung eingesetzt, wodurch er freie Räume für seine Mitspieler schafft. Er selbst hat sich zudem zu einem zuverlässigen Receiver entwickelt, der mehr als ein Deep-Threat ist. Neben Hill hat man mit Sammy Watkins einen Receiver, der in vielen anderen Offensiven die erste Anspielstation wäre. Leider schafft er es nicht, konstant fit zu bleiben. So konnte er auch letzte Saison nur 10 von 16 Regular-Season Spielen absolvieren. Wie wichtig er für die Offense ist, zeigt das AFC Championship Game, in dem er sich als wertvolle Ergänzung zu Hill erwies, als dieser von der Patriots-Defense aus dem Spiel genommen wurde. Bleibt er fit, steht einer starken Saison nichts im Weg. Spannend ist außerdem, wie Reid Zweitrunden-Pick Mecole Hardman in die Offense integriert. Und dann ist da auch noch DeMarcus Robinson, der eine gute Chemie mit Mahomes entwickelt hat und mit Sicherheit auch das ein oder andere Mal das Ziel sein wird.

Tigth Ends
Travis Kelce streitet sich nach dem Rücktritt von Gronkowski mit George Kittel um den Titel des besten TE der Liga. Mit 139 Targets war er letzte Saison das Lieblings- und Sicherheitsziel von Mahomes, was sich auch in der kommenden Saison kaum ändern dürfte. Dahinter kämpfen Blake Bell und Deon Yelder um Snaps, beide haben es in den finalen Kader geschafft. Derzeit hat wohl Bell etwas Vorsprung, da Yelder sich im zweiten Preseason-Spiel verletzt hat und bis zuletzt fehlte.


Offensive Line
Die Stärke ist das Pass-Blocking, dies zeigt sich unter anderem durch Platz 5. im Ranking von footballoutsiders. Beim Run-Blocking dagegen liegt man lediglich im Mittelfeld auf Rang 16. Immens wichtig in einer Division mit Von Miller, Joey Bosa und Melvin Ingram sind gute Tackles, die den Franchise-QB beschützen. RT Mitchell Schwartz flog lange etwas unter dem Radar, bekam aber letzte Saison endlich die verdiente Anerkennung. Er wurde von PFF als bester Offensive Lineman der Saison ausgezeichnet und ins All-Pro First Team gewählt. Obendrein hat er während seiner mittlerweile acht Jahre andauernden Karriere keinen einzigen Snap verpasst - konkret sind das 7.397 Snaps in Folge. Die Blind-Side von Mahomes wird nach wie vor vom First Overall Pick 2013, Eric Fisher, geschützt. Er ist ein solider LT, der sehr schwach in die letzte Saison gestartet ist, sich ab Woche 11 aber gefangen hat und über die letzten Wochen betrachtet ebenfalls zu den besten seines Fachs zählte. Diesen Aufwärtstrend muss er jetzt bestätigen, womit er sich im bisherigen Verlauf seiner Karriere schwer getan hat.

Als Center wird Austin Reiter starten, der Mitch Morse bereits letzte Saison in sechs Spielen gut vertreten hat und die deutlich kostengünstigere Alternative ist. Komplettiert wird die Line durch RG Laurent Duverney-Tardif, der erneut von einer längeren Verletzung zurückkommt und Andrew Wylie, der voraussichtlich auf LG starten wird. Er hinterließ vergangene Saison einen guten Eindruck als Vertreter von Duverney-Tardif. Die Line setzt sich somit aus LT Fisher, LG Wylie, C Reiter, RG Tardif, RT Schwartz zusammen.

Player(s) to watch
Das wohl größte Fragezeichen in einer ansonsten rundum stark besetzten Offense ist die Interior O-Line. Um eine ähnlich starke Offense wie im Vorjahr zu sehen, muss die Line zumindest wieder solide sein und Mahomes Zeit verschaffen, sodass er nicht regelmäßig aus der Pocket gedrängt wird.

Fazit
Man kann ohne Frage sagen, dass Mahomes vom System von Andy Reid profitiert - umgekehrt ist dies jedoch genauso der Fall, denn selbst das beste Scheme erzielt keine Yards - dafür ist immernoch der QB hauptverantwortlich. Und mit Mahomes scheinen die Chiefs nach Jahrzenten voller Enttäuschungen endlich ihren Franchise-QB gefunden zu haben. Unterstützung erhält er von einem starken WR-Corps, vielseitigen RBs, einem herausragenden TE und einer soliden bis guten O-Line. Hält die Line, sind alle Voraussetzungen gegeben, um erneut mindestens eine Top 5 Offense auf den Platz zu bringen.


Defense


Keine Frage, die Defense war auch letztes Jahr wieder schwach und gehörte zum unteren Drittel der Liga. Während der Pass zumindest lt. Statistik noch ordentlich verteidigt wurde (12. nach footballoutsiders, 17. nach PFF), war die Run-Defense, mal wieder, die schlechteste weit und breit. Allerdings täuscht die Statistik zur Passverteidigung in meinen Augen etwas, denn man hat es regelmäßig nicht geschafft, trotz teils bester Ausgangslage, in den wichtigen Situationen einen Stopp zu erzwingen. Dies hatte sich bereits während der Regular-Season angedeutet und gipfelte im AFC Championship Game. Voller Grauen muss ich immer wieder an die Overtime denken, als man trotz dreier 3&10-Versuche die Patriots nicht vom Feld bekam.

System

Nachdem es Bob Sutton nicht geschafft hat, aus einer Vielzahl neuer Spieler zumindest eine solide Einheit zu formen, musste er seinen Posten räumen. Die Hauptkritikpunkte waren sein zu komplexes System und der Umstand, dass er die Spieler in das System presste und nicht nach ihren Stärken aufstellte. Nachfolger ist, wie zu Beginn bereits kurz erwähnt, Steve Spagnuolo. Damit verbunden ist ein Wechsel der Base Defense von 3-4 auf 4-3, wobei er bereits angekündigt hat, vermehrt Sub Defenses einzusetzen, die nicht der klassischen Base Defense entsprechen. Zudem ist er bekannt für seine kreativen Blitz-Pakete. Auch die Art der Coverage ändert sich durch den Wechsel; statt der von Sutton bevorzugten Man-Coverage wird man kommende Saison häufiger Zone-Coverage sehen.


(Mehr Details über die neue Chiefs-Defense gibt's hier)

Defensive Line
Der Pass-Rush war die (einzige) Stärke dieser Defense, die D-Line schaffte es regelmäßig, den QB unter Druck zu setzen. Dies ist auch einer der Hauptgründe, warum die Pass-Defense statistisch betrachtet im Liga-Mittelfeld rangiert. Dabei erzeugten alleine Houston und Ford 151 QB-Pressures. Sie zu ersetzen, wird eine Herausforderung, die von mehreren Spielern bewältigt werden soll. Starten werden auf RDE Frank Clark und voraussichtlich Alex Okafor als LDE. Unterstützt werden sie von Emmanuel Ogbah, der per Trade von den Browns kam und dem ehemaligen Zweitrunden-Pick Tanoh Kpassagnon, den viele bereits als Bust abgestempelt haben. Allerdings scheint er im neuen System aufzublühen und zeigte ein starkes Camp. Dies muss er jedoch auf die Saison übertragen. Die Mitte machen Derrick Nnadi, Xavier Williams und vor allem Chris Jones dicht, der in das letzte Jahr seines Rookie-Vertrags geht. Da die Verhandlungen über einen neuen Vertrag ins Stocken geraten sind, hat er bis zum Camp gestreikt. Nun ist er aber zurück und wird alles dafür tun, seine Starke Spielzeit zu wiederholen, um nächstes Jahr einen großen Vertrag zu bekommen.


Linebacker
Die Linebacker waren die schwächste Positionsgruppe, obwohl die Cornerbacks viel dafür getan haben, diesen Titel für sich zu beanspruchen. Anthony Hitchens, der für viel Geld von den Cowboys verpflichtet wurde, war nach PFF gar der schlechteste Starting Linebacker der NFL. Auch sein Partner Reggie Ragland war nur minimal besser. Dabei macht es keinen Unterschied, ob man das Run-Stopping oder die Coverage betrachtet. Hier hofft man vor allem durch den Systemwechsel auf Besserung. Hitchens spielt wieder, wie zuvor bei den Cowboys, in einer 4-3 Base Formation und wird in dieser wahrscheinlich der Weakside Linebacker (WIL). Ragland übernimmt die Mitte und Damien Wilson die Strongside (SAM). Allerdings werden häufig, zum Beispiel in Nickel-Formationen, nur zwei Linebacker auf dem Feld stehen - Hitchens und Wilson. Backups sind Darron Lee und Ben Niemann, die jedoch bei wiederholt schwachen Leistungen der Starter schnell aufrücken könnten.


Cornerbacks
Neben den Linebackern bringt das Cornerback-Corps die größten Fragezeichen mit. Mit Steven Nelson verlor man in der FA seinen besten Corner an die Steelers. Als Ersatz wurde Bashaud Breeland geholt, der zuvor bei den Packers nicht überzeugen konnte. UDFA Charvarious Ward löste im Verlauf der Saison Orlando Scandrick als anderen Outside-Corner ab (nach diesem üblen Coverage-Bust). Auch Kendall Fuller, 2017/2018 noch einer der besten Slot-Corner der Liga, konnte seine Leistungen aus dem Vorjahr nicht bestätigen. Interessanterweise war er außen sogar etwas besser als im Slot, kommende Saison ist er trotzdem hauptsächlich im Slot eingeplant. Neben Breeland wurde noch Morris Claiborne verpflichtet, der die ersten vier Spiele aber gesperrt verpasst. Somit werden die Chiefs nach derzeitigem Stand die ersten vier Spiele nur mit vier Cornerbacks bestreiten: LCB Breeland, RCB Ward, SCB Fuller - Backup ist lediglich Rookie Rashard Fenton.

Safetys
Eric Berry ist weg, Tyrann Mathieu wird seinen Platz sowohl auf dem Feld (als SS) als auch im Locker Room einnehmen. Da er ein guter Blitzer ist wird spannend sein, was sich Spagnuolo für ihn einfallen lässt. Um den Platz des FS kämpfen Daniel Sorenson und Rookie Juan Thornhill, der Sorenson im Training zuletzt immer mehr Snaps mit den Startern abgenommen hat. Bei Three-Safety-Sets wird man beide gemeinsam auf dem Feld sehen. Dahinter stehen mit Armani Watts und Jordan Lucas durchaus vielversprechende Alternativen parat. Watts geht nach langer Verletzung in sein zweites Jahr und Lucas hat bereits vergangene Saison einige Spiele gestartet. Diese Positionsgruppe gibt weniger Anlass zur Sorge.

Player to watch
Kendall Fuller, CB:
Es wäre wichtig, zumindest einen zuverlässigen Cornerback zu haben. Fuller ist diese Rolle am ehesten zuzutrauen, dafür muss er aber wieder an seine Leistungen aus Redskins-Zeiten anknüpfen. Sein letztes Vertragsjahr ist ein zusätzlicher Anreiz, bessere Leistungen zu zeigen.

Fazit
Eigentlich ist die ganze Defense ein großes Fragezeichen und "to watch". Schafft man es, zumindest eine solide Defense aufs Feld zu bringen, ist dieses Team verdammt schwer zu schlagen. Ob das jedoch gelingt, ist fraglich. Anlass zur leisen Hoffnung geben der neue DC und sein System, über das die Spieler bislang durchweg positives berichten (was nicht viel heißen muss). Aus den Preseason-Spielen lassen sich nicht viele Schlüsse für das erste Spiel der Regular-Season ziehen. Viel wird davon abhängen, wie gut der Pass-Rush ist, um Druck von der Secondary, insbesondere den anfälligen Cornerbacks, zu nehmen. Ein erhebliches Problem waren zudem Strafen. Noch eine Kategorie, in der man zur Ligaspitze gehörte - jedoch im negativen Sinn. Diese Undiszipliniertheiten haben Gegner in einigen kritischen Situationen am Leben gehalten - das muss dringend besser werden.

Special Teams


"same procedure as every year" - nicht nur die Offense, auch die Special Teams gehören zu dem Besten, was die NFL zu bieten hat (PFF Rang 1, footballoutsiders Rang 2). Seit der Ankunft von Dave Toub im Jahr 2013 haben die Chiefs keinen einzigen! Return-TD zugelassen. Auch im eigenen Return-Game besteht immer die Gefahr eines TDs. PR ist trotz seiner zentralen Rolle in der Offense nach wie vor Tyreek Hill, KR bleibt ebenfalls Tremon Smith, der in dieser Rolle vergangene Saison mit 886 Yards überzeugte.

Und dann sind da noch die drei Amigos - K Harrison Butker, P Dustin Colquitt und LS James Winchester. Butker ist ein zuverlässiger Kicker, der 24 von 27 verwandelt hat (keiner der Fehlversuche war unter 40 Yards). Auch bei den XPs hat er mit ca. 94 % eine gute Quote. Nicht zu unterschätzen sind dabei die Rollen von Holder Colquitt und Longsnapper Winchester. Die drei sind ein eingespieltes Trio, was ein nicht zu unterschätzender Faktor ist. In der kommenden Saison ist erneut mit starken Special Team Play der Chiefs zu rechnen.

Schedule

Prognose

Die Chiefs erwartet erneut kein Spaziergang, lt. Strength of Schedule ist es der fünft schwerste Spielplan der Liga. Im Fokus steht die Defense, die zum Saisonstart noch ein großes Fragezeichen ist. Bringt sie durchschnittliche Leistungen aufs Feld, ist das in Kombination mit dieser Offense ausreichend, um viele Spiele zu gewinnen. Denn obwohl die Offense in der heutigen NFL immer wichtiger wird, kostet dich eine schwache Defense vor allem in der entscheidenden Saisonphase Siege. Eins ist auf jeden Fall sicher: Spiele mit Beteiligung der Chiefs werden auch nächste Saison ziemlich unterhaltsam.

Aufgrund der starken Offense und Special Teams schätze ich den Record trotz der vielen Fragezeichen in der Defense optimistischer als für mich üblich: 12-4

KOMMENTARE
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Scipio
MODERATOR
17.09.2019 | 17:52 Uhr
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Scipio : 
17.09.2019 | 17:52 Uhr
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Scipio : 
Danke dafür, gute Einbindung von Stats und den Querverweisen für stärker Interessierte!
Gerade letzteres finde ich nicht schlecht, da der SPOX-Blog-Editor doch Recht beschränkt ist und man sich somit knapp halten muss :)
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Stefano23
16.09.2019 | 09:23 Uhr
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Stefano23 : 
16.09.2019 | 09:23 Uhr
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Stefano23 : 
Sehr schöne Preview, danke dafür. Über die Offense mach ich mir keine Gedanken, die hat auch jetzt schon wieder geliefert, auch ohne Tyreek Hill. Die Defense kann ich noch nicht wirklich einschätzen, mit den Jags und den Raiders war aber auch noch nichts "furchteinflößendes" dabei. Auch wenn ich die Defense nicht einschätzen kann, die Offense ist - sofern Mahomes nichts passiert - einfach so verdammt gut, dass es mindestens ins Championship Game gehen sollte. Dann wird man sehen ob es für den ganz großen Wurf reicht.
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DwightSmith
15.09.2019 | 16:54 Uhr
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15.09.2019 | 16:54 Uhr
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Wenn Mahomes das Niveau auch nur ansatzweise hält sind sie der große Patriots-Konkurrent und Ihnen ist ein Sieg immer zuzutrauen. Der Kerl in Kombination mit Reid und diesen Waffen ist einfach irre.
Danke für die Preview.
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FCBesi
06.09.2019 | 13:29 Uhr
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FCBesi : 
06.09.2019 | 13:29 Uhr
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FCBesi : 
Danke für die Preview.

Die große Frage wird sein ob die Defense halbwegs mit der Offense Schritt halten kann und die nötigen Big Plays liefern kann.
Wenn Mahomes das letzte Jahr annähernd wiederholen kann ist die Offense für jeden Gegner eine Herauforderung.
Für mich der große Favorit der AFC.
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Petzie
MODERATOR
06.09.2019 | 11:06 Uhr
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Petzie : 
06.09.2019 | 11:06 Uhr
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Petzie : 
Vielen Dank für deine Preview und die damit verbundene Zeit, die du investiert hast. Die Chiefs können eigentlich nur verlieren, die Erwartungshaltung ist brutal, die Offense muss (und wird vermutlich auch) liefern, defensiv sehe ich aber doch einige Fragezeichen. 9/10 Shoot Outs gewinnen die Chiefs vermutlich, die Frage bleibt welches Spiel das 10. wird. Rechne mit den Chiefs definitiv im AFC Championship Game, dann kommt es auch ein wenig auf die Tagesform an ob es dieses Mal für den SB reicht.
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Bendt
05.09.2019 | 11:47 Uhr
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Bendt : 
05.09.2019 | 11:47 Uhr
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Bendt : 
super preview.
Glaub über die Offense muss nicht viel gesagt werden. Einzig der Weggang von Center M.Morse tut ein wenig weh. Wobei der ja etze Jahr auch schon eimni9ge verletzte war und von A.Reiter ganz gut vertreten wurde. Guard L.Tardif ist gefühlt ein Neuzugang und wird die Linie noch verbessern. Das Receiving core mit T.Hill, S.Watkins, T.Kelce + Rookie M.Hardman ist mit das beste der ganzen NFL. Dazu mit A.Reid einer der kreativsten HC der Liga. Einfach ein Genuss der Offense zuzusehen. Das wird auch diese Jahr so sein.
Die Defense ist natürlich nicht ganz so toll, gelinde gesagt.
Glaube da hat letztes Jahr einfach das System und die Spieler darin überhaupt nicht gepasst. Ein paar Beispiele dafür m.M nach.
Eine individuell sehr schwache Secondary, speziell die CBs viel mit Man Coverage spielen zu lassen ?
Ein A.Hitchens war im 3-4 System einfach gesagt ein Katastrophe. Kann mir nicht vorstellen dass ein einfach das Football spielen verlernt hat.
Dazu die beiden OLB J.Houston und D.Ford. Die haben zwar viel Druck auf den QB gemacht, aber speziell gegen den Lauf waren Sie Unglaublich schlecht. Hab keine Zahlen dazu, aber der eye test letztes Jahr war beängstigend. Glaube da wird ein F.Clark deutlich weiter helfen. Eine solide 4-3 mit Zone dahinter, die den Lauf einigermaßen im Griff hat, sollte für eine erfolgreiche Saison der Chiefs reichen. Ich bin zuversichtlich.
Speziell das Auftaktprogramm find ich mehr als machbar und bis zu week 11 !!!! würde ich Sie überall als klaren Favoriten sehen.
Für mich sind die Chiefs Favorit der AFC
Würde ebenfalls auf 12-4 tippen + Teilnahme am Superbowl.
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DerLutz
05.09.2019 | 10:35 Uhr
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DerLutz : 
05.09.2019 | 10:35 Uhr
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DerLutz : 
Gute Preview. Die Quellen als Link direkt an die entsprechende Stellen zu setzen gefällt mir.

Über die Offense muss man nicht reden.
Bei der Defense gefällt mir weder das Spielermaterial noch der Coach (hauptsächlich da ich ihn nicht kenne). Mit dem Blick auf den Schedule gehe ich von weniger Siegen aus, weil da einige Teams dabei sind, die die Offense auch mal stoppen können. Für die Playoffs wird es reichen (Divisionsieg?) aber für den großen Wurf müsste die Defense über sich hinauswachsen.
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sterniLE
04.09.2019 | 22:54 Uhr
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sterniLE : 
04.09.2019 | 22:54 Uhr
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sterniLE : 
Aber es hat ja geklappt :)
Danke für die Preview!
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Chris_93
04.09.2019 | 22:32 Uhr
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Chris_93 : 
04.09.2019 | 22:32 Uhr
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Chris_93 : 
Sorry für die späte Veröffentlichung, hat dieses Jahr aber
leider nicht früher geklappt.
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