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Tennis

Wimbledon, 3. Runde: Zverev scheitert - Kerber, Nadal und Djokovic im Achtelfinale

Von Tennisnet/SPOX
© getty

Nach einem Rückstand von 6:4, 5:7, 6:7 (0:7) kämpfte sich Zverev am Freitag eindrucksvoll gegen den US-Amerikaner Taylor Fritz zurück und holte nach 6:1 und 6:2 in den Sätzen vier und fünf doch noch den Sieg. Nun wartet Gulbis in der Runde der letzten 32 auf den Deutschen. Auch Nadal und Djokovic kämpfen um den Achtelfinal-Einzug.

Wimbledon 2018, Herren, 3. Runde (alle Matches)

  • Milos Raonic (CAN/13) - Dennis Novak (AUT) 7:6 (7:5), 4:6, 7:5, 6:2

Das Match war aufgrund der eintretenden Dunkelheit am Freitagabend unterbrochen worden. Bei der Fortsetzung am Samstag setzte sich der frühere Finalist Raonic eindeutig gegen den Qualifikanten aus Österreich durch. Zum Spielbericht.

  • Karen Khachanov (RUS) - Frances Tiafoe (USA) 4:6, 4:6, 7:6 (7:3), 6:2, 6:1
  • Kyle Edmund (GBR/21) - Novak Djokovic (SRB/12) 4:6, 6:3, 6:2, 6:4

Der "Djoker"bleibt ein ganz heißer Titelkandidat: Zwar erwischte der Brite Edmund den besseren Start ins Match; aber Djokovic, der dreimalige Champ an der Church Road, spielte danach... wie ein dreimaliger Champ an der Church Road. Vor allem, nachdem er zum Ende von Satz zwei seinen neunten (!) Breakball zum ersten Break genutzt hatte.

  • Kei Nishikori (JPN/24) - Nick Kyrgios (AUS/15) 6:1, 7:6 (3), 6:4

Kurz vor einem eventuellen Abbruch wegen Dunkelheit zog Kei Nishikori noch mal an. Kyrgios wehrte am Ende zwar drei Matchbälle am Stück ab, den vierten jedoch verwandelte der Japaner. Ob es das beste Rasenmatch seines Lebens war, so die Frage im Interview - "es war vielleicht das beste Match meines Lebens überhaupt", antwortete Nishikori. Mit Kyrgios verabschiedet sich ein Geheimfavorit aus Wimbledon, vor allem auch, weil sein Gegner so stark returnierte.

  • Ernests Gulbis (LAT) - Alexander Zverev (GER/4) 7:6 (7:2), 4:6, 5:7, 6:3, 6:0

Bei seiner 13. Teilnahme an einem Major schied Zverev zum elften Mal vor der zweiten Turnier-Woche aus. Am Ende ging ihm wohl die Kraft aus. Zverev hatte in den vergangenen Tagen an einem Magen-Darm-Infekt gelitten und musste gegen Taylor Fritz schon über die volle Distanz.

Zverev legte gegen Gulbis zunächst einen guten Start hin. Bei eigenem Aufschlag ließ der Hamburger kaum etwas zu, seine eigenen Breakchancen allerdings auch ungenutzt. Ein kurze Phase der Unaufmerksamkeit genügte dann, um den ersten Durchgang im Tiebreak zu verlieren. In Satz zwei startete Zverev dann jedoch mit einem Break, das er bis zum Schluss erfolgreich verteidigte.

Anschließend verschwand Zverev, der sich bei seinem Zweitrundenmatch gegen Fritz noch während des Matches auf der Toilette hatte übergeben müssen, kurz in der Kabine. Nach seiner Rückkehr leistete er sich erneut eine kleine Schwächephase und kassierte erstmals ein Break. Beim Stand von 3:5 wehrte er einen Satzball ab und gewann den Durchgang noch. Dann kippte das Match erneut. Hier geht's zum ausführlichen Spielbericht.

  • Juan Martin Del Potro (ARG/5) - Benoit Paire (FRA) 6:4, 7:6 (4), 6:3

Im zweiten Satz musste der Argentinier kurz zittern, lag mit Break in Rückstand. Dass del Potro noch einmal zurück kam, spricht für die Ambitionen des US-Open-Champions von 2009. Paire hielt gut mit, wusste aber seine Chancen nicht zu nutzen. Und verstrickte sich nach dem Verlust des zweiten Durchgangs in eine längere Diskussion mit Stuhlschiedsrichter Carlos Bernardes.

  • Gilles Simon (FRA) - Matthew Ebden (AUS) 6:1, 6:7 (3), 6:3, 7:6 (2)
  • Jiri Vesely (CZE) - Fabio Fognini (ITA/19) 7:6 (4), 3:6, 6:3, 6:2
  • Rafael Nadal (ESP/2) - Alex De Minaur (AUS) 6:1, 6:2, 6:4

De Minaur schlug sich gut, steigerte sich von Satz zu Satz, musste am Ende aber erwartungsgemäß chancenlos die Segel streichen. Nadal setzte sich nach 2:02 Stunden mit 6:1, 6:2 und 6:4 durch. Im allerletzten Spiel erarbeitete sich der Australier noch einmal eine Breakchance, der vierte Matchball saß dann aber für den Favoriten, der am Montag auf Jiri Vesely trifft.

Wimbledon: Die Gewinner der letzten zehn Jahre

JahrSiegerFinalgegnerErgebnis
2008Rafael NadalRoger Federer6:4, 6:4, 6:7(5), 6:7(8), 9:7
2009Roger FedererAndy Roddick5:7, 7:6(6), 7:6(5), 3:6, 16:14
2010Rafael NadalTomas Berdych6:3, 7:5, 6:4
2011Novak DokovicRafael Nadal6:4, 6:1, 1:6, 6:3
2012Roger FedererAndy Murray4:6, 7:5, 6:3, 6:4
2013Andy MurrayNovak Dokovic6:4, 7:5, 6:4
2014Novak DokovicRoger Federer6:7(7), 6:4, 7:6(4), 5:7, 6:4
2015Novak DokovicRoger Federer7:61, 6:7(10), 6:4, 6:3
2016Andy MurrayMilos Raonic6:4, 7:6(3), 7:6(2)
2017Roger FedererMarin Cilic6:3, 6:1, 6:4
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