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NHL

NHL: Tampa Bay gewinnt zum zweiten Mal den Stanley Cup

SID
In der heimischen Amalie Arena bekamen die Lightning den Stanley Cup überreicht.
© imago images / ZUMA Wire

Tampa Bay Lightning hat sich in dieser verrückten Saison den Stanley Cup gesichert.

Als der Moment der Erlösung endlich da war, nach all den Demütigungen, Rückschlägen und verpassten Möglichkeiten, als also Kapitän Steven Stamkos endlich selig den riesigen Stanley Cup in die Höhe reckte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Sie aßen Köttbullar aus diesem über 15 Kilo schweren Monstrum von Trophäe, der Alkohol floss in rauen Mengen, und harte Kerle lagen sich wie plärrende Kinder in den Armen.

Endlich, endlich waren die Tampa Bay Lightning am Ziel aller Träume. "Ich bin sprachlos, das ist magisch", sagte Stamkos, der eigentlich verletzte Stürmerstar, der nur einen Kurzauftritt in der Finalserie um den Meistertitel in der NHL gegen die Dallas Stars hatte - und doch durfte der 30-Jährige den Pokal als Erster berühren.

Schließlich ist Stamkos das Gesicht dieser Mannschaft, die schon so oft reif schien für den ganz großen Triumph, die sich aber erst durch ein Tal von Tränen und sportlichen Tragödien kämpfen musste, um nun ganz oben zu stehen. Er glaube fest daran, dass ein Team erst das "Scheitern fühlen muss, bevor man Erfolg haben kann", sagte Trainer Jon Cooper.

Einige "Gesegnete" müssten vielleicht nicht durchmachen, was Tampa Bay "durchmachen musste", all "die Beulen", "die blauen Flecken" und "den Herzschmerz", all das, was Stamkos und Co. "nachts wach gehalten" hat, sagte Cooper voller Stolz: "Aber es treibt dich auch an. Und die Angst zu verlieren, wird fast größer als die Freude am Gewinnen."

Kein Eishockey-Experte zweifelt daran, dass dieser Titel für Tampa Bay verdient ist. In der Nacht zu Dienstag gelang schließlich das entscheidende 2:0, am Ende der Best-of-seven-Serie hieß es 4:2 für Lightning nach einem monatelangen Leben in einer Quarantäne-Blase aufgrund der Corona-Pandemie. Endlich konnten sie wieder zu ihren Liebsten.

NHL und Corona: Spielt Leon Draisaitl bald in der DEL?

"Es war nicht einfach, 80 Tage in einer Blase zu verbringen. Aber es hat sich gelohnt. Wir kommen mit dem Cup nach Hause. Ich bin wahnsinnig glücklich", sagte Victor Hedman, der zum wertvollsten Spieler der Finalserie gewählt wurde. Der Schwede hat nicht vergessen, dass Lightning in der Vorsaison zur Lachnummer wurde, weil sie als bestes Team der regulären Saison dann in Runde eins der Playoffs krachend scheiterten. Oder die Pleite im Finale vor fünf Jahren.

Immer mal wieder war Tampa Bay dicht dran, immer wieder scheiterten sie - um ausgerechnet das bizarrste und anstrengendste Stanley-Cup-Turnier der Geschichte zu gewinnen. Wie es jetzt mit dem ersten Corona-Meister aus einer der vier großen Ligen in Nordamerika sowie den deutschen Stars um Leon Draisaitl weiter geht, weiß wegen Corona niemand.

Dass der eigentlich vorgesehene Starttermin (1. Dezember) für die neue Saison eingehalten werden kann, glaubt eigentlich keiner. Und deshalb reißen die Spekulationen nicht ab, dass Draisaitl womöglich ein Gastspiel in der DEL für die Kölner Haie gibt.

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