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NHL

Rückschlag für Rieder und Draisaitl

Von SPOX
Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers bangen mehr denn je um die Playoff-Teilnahme
© getty

Gemischte Gefühle bei den deutschen NHL-Cracks. Während Tobias Rieder zwar drei Punkte sammelt, verlieren seine Arizona Coyotes dennoch deutlich. Auch Leon Draisaitl erlebt einen schwarzen Arbeitstag. Besser läuft es dagegen für Dennis Seidenberg und Thomas Greiss. Außerdem: Der Sunshine State wird zur Eishockey-Hochburg.

Boston Bruins (20-12-4, 44 pts) - Ottawa Senators (18-13-6, 42 pts) 7:3 BOXSCORE

Munteres Scheibenschießen in Boston! Angeführt von Jimmy Hayes haben die Bruins eine Niederlagenserie von drei Spielen gestoppt - und wie.

Gleich sieben Mal klingelte es im Kasten der Senators. Auch Dennis Seidenberg, der 20:24 Minuten auf dem Eis stand, durfte sich mit einem Assist auf dem Scoreboard eintragen. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel im TD Garden allerdings längst entschieden. Zu verdanken hatten die Bruins das vor allem Patrice Bergeron und Matt Beleskey, die jeweils zwei Mal trafen, und natürlich Hayes, der gleich drei Mal einnetzte.

Für den 26-Jährigen war es gleichzeitig der erste Hattrick seiner Karriere und auch deshalb ein besonderer Moment, weil erst vor kurzem durch einen Trade aus Florida in seine Heimatstadt Boston zurückgekehrt war.

"Es wurde wirklich ein Traum war", so der Mann des Abends. "Drei Tore zu erzielen ist immer etwas tolles - egal in welcher Liga. Aber es in der NHL für seinen Geburtsort zu tun, ist nochmal eine Schippe darüber", so Hayes weiter.

Bei den Sens dagegen herrschte nach der am Ende deutlichen Pleite keine gute Stimmung: "Ich hasse es zu verlieren. Und heute habe ich verloren, ich bin sauer", äußerte sich Sens-Coach Dave Cameron.

Arizona Coyotes (17-16-3, 37 pts) - Chicago Blackhawks (21-13-4, 46 pts) 5:7 BOXSCORE

Eine ganze Menge Buden gab es auch in Arizona. Zum Leidwesen von Tobias Rieder schenkten die Blackhawks den Coyotes in deren eigenen Halle sieben Stück ein. Da halfen auch drei Vorlagen des Deutschen nichts.

Rieder lieferte zu allen drei Treffern der Coyotes im Schlussabschnitt die Vorlage, zu einer famosen Aufholjagd sollte es aber nicht mehr reichen. Die Hawks führten zwischenzeitlich bereits mit 6:2, das Aufbäumen von Rieder und Co. kam folglich zu spät. Auch drei Tore von Shane Doan halfen Arizona nichts.

Bei Chicago dagegen war nach dem Spiel die Erleichterung groß. Insbesondere über das fast perfekte Überzahlspiel im ersten Drittel herrschte große Freude: "Wir waren im Powerplay über die Jahre hinweg immer sehr unbeständig, aber zur Zeit haben wir zwei Formationen gefunden, bei denen es perfekt funktioniert", sagte Patrick Kane nach dem Spiel.

Kane selbst traf einmal und legte zwei weitere Mal auf, damit führt der Right Wing die Scorerliste der NHL mit mittlerweile 53 Punkten deutlich vor dem Rest an. Die Coyotes halten mit 37 Punkten aus 36 Spielen noch knapp den zweiten Rang in der Pacific Division.

Edmonton Oilers (15-20-3, 33 pts) - Los Angeles Kings (23-11-2, 48 pts) 2:5 BOXSCORE

24 Minuten mussten die Fans in Edmonton auf den ersten Treffer der Begegnung warten, doch dann platzte der Knoten. Aus Sicht von Leon Draisaitl und den Oilers allerdings auf der falschen Seite. Innerhalb von 1:36 Minuten schlugen die Kings drei Mal zu und sorgten so schon für eine Vorentscheidung.

Zwar brachte Benoit Pouliot Edmonton Mitte des zweiten Abschnitts wieder ins Spiel, doch noch vor der zweiten Sirene war der Drei-Tore-Vorsprung wieder hergestellt, weil Trevor Lewis seinen vierten Saisontreffer erzielte. Dabei feuerten die Oilers, bei denen Draisaitl ohne Punkt und mit einer Plus-Minus-Bilanz von -2 aus dem Spiel ging, aus allen Rohren und sammelten ganze 44 Torschüsse.

Doch die Kings haben ja Jonathan Quick zwischen ihren Pfosten. "Wir haben viel mehr zugelassen als wir es sonst tun", gestand Dustin Brown. "Quick musste alles dafür geben, dass wir in Führung gehen konnten. Es ist gut, dass wir fünf Mal getroffen haben. Aber was uns eigentlich stark macht ist unsere gute Verteidigung. Das war heute zu wenig", fügte er hinzu.

Die Oilers dagegen zeigten sich nach dem Match enttäuscht. "Mir hat sehr gut gefallen, wie wir gespielt haben. Aber diese 1:30 Minuten haben uns mal wieder alles gekostet, das ist deprimierend", so Trainer Todd McLellan.

Florida Panthers (21-12-4, 46 pts) - Montreal Canadiens (21-15-3, 45 pts) 3:1 BOXSCORE

Unfassbare Serie der Panthers! Gegen Montreal feiern die Panthers schon den siebten Sieg in Folge und zogen nun sogar an Punkten an den so famos gestarteten Canadiens vorbei. Wer hätte das kurz nach Saisonbeginn gedacht?

"Es macht eine Menge Spaß. Wir sind mittlerweile sehr selbstbewusst und wissen einfach, wie man Spiele gewinnt", sagte Aleksander Barkov nach dem Erfolg. Der Finne war gleichzeitig Mann des Spiels und mit einem Tor und zwei Vorlagen an allen drei Panthers-Treffern beteiligt. Auch Oldie Jaromir Jagr traf einmal.

Dabei hatte für Montreal, wo Tomas Plekanec sein 800. NHL-Spiel absolvierte, das Match eigentlich gut begonnen. Max Pacioretty traf noch im ersten Drittel im Powerplay zur Führung. Doch nur vier Minuten später glich eben Barkov aus.

Fitnessprobleme wollte man bei den Canadiens, die das dritte Spiel innerhalb von vier Tagen absolvierten, nicht gelten lassen. "Wir hätten aus dem Sieg aus der vergangenen Nacht eigentlich genug Energie ziehen können", so Pacioretty.

Toronto Maple Leafs (13-15-7, 33 pts) - New York Islanders (20-12-5, 45 pts) 3:6 BOXSCORE

33 Schüsse aufs Tor, davon 30 Saves. Die Bilanz von Thomas Greiss kann sich sehen lassen. Der Backup der Islanders durfte sich zudem über einen Sieg seines Teams freuen, bei denen John Tavares und Frans Nielsen mit jeweils einem Treffer und einer Vorlage überzeugten.

New Jersey Devils (18-14-5, 41 pts) - Carolina Hurricanes (15-17-5, 35 pts) 3:2 BOXSCORE

Columbus Blue Jackets (14-22-3, 31 pts - Dallas Stars (27-8-3, 57 pts) 6:3 BOXSCORE

St. Louis Blues (23-12-4, 50 pts) - Nashville Predators (18-12-7, 43 pts) 4:3 OT BOXSCORE

Winnipeg Jets (17-17-2, 36 pts) - Detroit Red Wings (18-12-7, 43 pts) 4:1 BOXSCORE

Calgary Flames (17-17-2, 36 pts) - Anaheim Ducks (14-15-6, 34 pts) 0:1 BOXSCORE

Die NHL im Überblick

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