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NHL

Canadiens-Comeback schockt Canucks

Von SPOX
David Desharnais avancierte für Montreal zum Matchwinner
© getty

Die Montreal Canadiens liefern eine verrückte Partie gegen die Vancouver Canucks ab, während die New York Islanders im letzten Drittel so richtig aufdrehen. In Carolina dominieren die Anaheim Ducks und die Ottawa Senators verpassen ein Happy End. In Florida und St. Louis wird gejubelt.

Montreal Canadiens (14-3-2, 30 Pts) - Vancouver Canucks (7-6-6, 20 Pts) 4:3 OT BOXSCORE

Die Fans im Bell Centre dürften am Montag sämtliche Gefühlsebenen von Verzweiflung über Hoffnung bis hin zu purer Freude erlebt haben - den Canadiens sei Dank!

Nachdem die Gäste aus Vancouver durch Adam Cracknell und Jared McCann das erste Drittel zumindest auf dem Scoreboard dominierten, ließ Canucks-Left-Wing Daniel Sedin mit seinem 3:0 während eines Power Plays die 21.288 Zuschauer nach 3:17 Minuten des zweiten Durchgang endgültig in Schockstarre verfallen. Erinnerungen an das bittere 1:6 am Samstag gegen die Colorado Avalanche kamen wieder hoch.

Erst Lars Ellers Treffer etwas mehr als fünf Minuten später schien die Hausherren wachzurütteln. "Lars' Tor war unheimlich wichtig für uns", kommentierte auch David Desharnais den Weckruf, welchen Eller in Unterzahl erzielte: "Er hat jeden von uns aufgeweckt." In der Tat spielten die Canadiens im Anschluss zielstrebiger und brachten Vancouvers Goalie Jacob Markstorm (32 Saves) ein ums andere Mal in Bedrängnis.

Max Pacioretty und Tomas Fleischmann, der sein 600. NHL-Spiel absolvierte, legten nach und erzwangen die verdiente Overtime. In dieser dauerte es dann nur 3:25 Minuten, ehe Desharnais die Halle in ein Tollhaus verwandelte und das Comeback des Teams aus Montreal perfekt machte. Trotz der sechsten Overtime-Niederlage hielt sich der Frust bei den Gästen im Rahmen. "Ich denke, dass wir sehr gut gespielt haben", analysierte Canucks-Kapitän Henrik Sedin: "Wir müssen aus diesen Fehlern einfach lernen."

New York Islanders (10-6-3, 23 Pts) - Arizona Coyotes (9-8-1, 19 Pts) 5:2 BOXSCORE

Nach zwei Dritteln sah alles nach einer engen Kiste im nur zu 75 Prozent ausverkauften Barclays Center aus. Frank Nielsen hatte die Islanders nach 4:51 Minuten des ersten Abschnitts während eines Power Plays in Führung gebracht, danach hielten sowohl Islanders-Goalie Jaroslav Halak (31 Saves) als auch sein Gegenüber Anders Lindback (27 Saves) ihren Kasten sauber.

"Ich denke, dass sich meine Jungs widerstandsfähig präsentiert haben", sagte Islanders-Coach Jack Capuano nach der Partie im Hinblick auf den Road Trip, der hinter seinen Spielern lag: "Wir haben heute gegen ein gutes Team gespielt und uns durchgebissen." Dass die Fans mit einem breiten Grinsen die Halle verließen, lag am letzten Drittel.

Brock Nelson, John Tavares mit zwei Treffern und Steve Bernier sorgten für vier Tore in den letzten 20 Minuten. Die Tatsache, dass Martin Hanzhal und Mikkel Boedker ebenfalls netzten, geriet durch den Sturmlauf der Hausherren zur absoluten Nebensache, wenngleich Halak natürlich alles andere als zufrieden aussah.

Während Halak sich dennoch freuen durfte, sah die Laune nach der Pleite auf Seiten der Truppe aus Arizona etwas anders aus. "Wir machen einfach zu viele Fehler", räumte Coyotes-Coach Dave Tippett ein: "Wir machen Fehler und diese kosten uns Spiele. Wir müssen in Zukunft dafür sorgen, dass diese nicht mehr passieren." Tobias Rieder stand 20:10 Minuten auf dem Eis, konnte aber keine Akzente setzen.

Carolina Hurricanes (6-10-2, 14 Pts) - Anaheim Ducks (6-8-4, 16 Pts) 1:4 BOXSCORE

Der Aufwärtstrend der Ducks geht weiter! Nachdem Carl Hagelin im dritten Drittel des letzten Spiels nur auf der Bank saß, durfte der Left Wing gegen die Hurricanes wieder ran - und zahlte das Vertrauen von Coach Bruce Boudreau postwendend zurück. Den Führungstreffer durch Shawn Horcoff, der nach 11:23 Minuten des ersten Drittels die Fans in der PNC Arena zum Schweigen brachte, legte Hagelin auf, auch am zwischenzeitlichen 2:1 war der 27-Jährige beteiligt. Das 3:1 erzielte er selbst.

"Ich wollte mir heute selbst beweisen, dass ich ein besserer Spieler bin", brachte Hagelin, der von den New York Rangers kam, nach dem ungefährdeten Erfolg der Truppe aus Anaheim seine Motivation auf den Punkt. Ryan Getzlaf sorgte mit dem 4:1 kurz vor Schluss für die endgültige Entscheidung. Dass Rookie Noah Hanifin für die Hurricanes sein erstes NHL-Tor erzielte, ging angesichts der klaren Niederlage etwas unter.

"Manchmal wirkt es einfach so, als ginge nichts rein", stellte Carolinas Defenseman John-Michael Liles im Anschluss frustriert fest: "Ich denke, genau das war heute der Fall. Es ist jedenfalls kein gutes Gefühl." Dass das Frustrationslevel bei Liles und seinen Teamkollegen hoch war, lag dabei auch an Ducks-Goalie Anton Khudobin, der nach 60 Minuten auf 24 Saves kam.

Ottawa Senators (8-5-5, 21 Pts) - Detroit Red Wings (9-8-1, 19 Pts) 3:4 OT BOXSCORE

Ähnlich wie in Montreal fiel auch in Ottawa die Entscheidung erst in der Overtime. Anders als den Fans der Canadiens blieb den Anhängern der Senators ein Happy End allerdings verwehrt - und das trotz mehr als anständiger Leistung der Spieler auf dem Eis.

Dass es allerdings überhaupt zur Verlängerung kam, lag auch an den Gästen aus Detroit. Dylan Larkin, Gustav Nyquist und Riley Sheahan hatten für eine eigentlich komfortable 3:1-Führung nach zwei Durchgängen gesorgt, ehe Ottawas Chris Wideman und Bobby Ryan im letzten Drittel noch für den Ausgleich sorgten. Das zwischenzeitliche 1:2 hatte Mike Hoffman bereits Ende der ersten 20 Minuten besorgt.

"Wir sahen im ersten und zweiten Drittel sehr gut aus", blickte Red-Wings-Left-Wing Tomas Tatar nach der Partie zurück: "Es hätte heute auch einfacher gehen können. Wir können so etwas nicht passieren lassen, es hätte uns beinahe zwei wichtige Punkte gekostet."

Dass der Sieg dennoch an die Gäste ging, hatten diese eben jenem Tatar zu verdanken, der nach 2:04 Minuten der Overtime nach Assist von Nyquist für die Entscheidung sorgte. "Wir gehen immer mit einem guten Plan in unsere Spiele, kassieren dann aber aufgrund von unserer Inkonstanz unnötige Niederlagen", analysierte Marc Methot: "Wir wissen aber, woran wir arbeiten können. Das ist positiv."

Florida Panthers (8-7-3, 19 Pts) - Tampa Bay Lightning (8-9-3, 19 Pts) 1:0 BOXSCORE

Roberto Luongo, Ladies and Gentleman! Der Goalie der Panthers brachte die Offensive der Lightning zur absoluten Verzweiflung - und kam auf 39 (!) Saves. Im heimischen BB&T Center wurden die Hausherren über nahezu die gesamte Partie an die Wand gespielt, lediglich 20 Schüsse verbuchte die Offensive Floridas im Gegenzug. Der Siegtreffer 20 Sekunden vor Schluss passte zudem ebenfalls ins Bild.

Aaron Ekblad nahm Maß, der Schuss des 19-Jährigen landete am Schuh von Lightning-Defenseman Victor Hedman und segelte von dort aus über die Schulter von Goalie Andrei Vasilevskiy (19 Saves) ins Netz. "Lucky, lucky, lucky, lucky", konnte Ekblad sein Glück danach kaum fassen. Auch Lightning-Coach Jon Cooper stimmte ein: "Er sollte sich ein Lotterie-Ticket kaufen", so der 48-Jährige.

St. Louis Blues (12-5-1, 25 Pts) - Winnipeg Jets (8-9-2, 18 Pts) 3:2 BOXSCORE

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