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NHL

MacKinnon neue No.1 – Canucks überraschen

Von SPOX
Er ist der neue First Overall Pick: Nathan MacKinnon wurde von den Colorado Avalanche gewählt
© getty

Nathan MacKinnon heißt der First Overall Pick 2013. Der 17-Jährige läuft zukünftig für die Colorado Avalanche auf. Wie in der NBA rutscht der designierte Top-Pick beim NHL-Draft in New Jersey ab. Für das emotionale Highlight sorgt Altmeister Martin Brodeur. Plus: Die Canucks traden Cory Schneider und leiten eine Wachablöse ein.

Es hätte sein großer Abend werden können: Seth Jones wollte Geschichte schreiben, als erster afro-amerikanischer Spieler zur Nummer eins gekürt werden. Und besser konnten die Vorzeichen eigentlich kaum stehen.

In beinahe allen Scouting-Reports und Rankings prangte er über der Konkurrenz. Außer in jenem der Colorado Avalanche - und dem zwei weiterer Teams. Sie entschieden sich gegen Jones - und für einen potentiellen Franchise-Player. Aber vor allem: Für einen Stürmer, der Vergleichen mit Sidney Crosby oder Steven Stamkos standhalten muss.

"Es ist unglaublich", rang MacKinnon um Worte. "Ich habe mein Leben lang davon geträumt, hier zu stehen." Dass ihm letztlich jene Ehre zuteil wurde, hatte er seiner MVP-Performance im Memorial Cup zu verdanken.

Mit 13 Punkten führte der kanadische Center die Halifax Mooseheads zum prestigeträchtigen Erfolg. "Jede Bewegung von ihm wird seit langer Zeit genau beobachtet, er stand immer unter Druck. Er ist ein elektrisierender Crack und der explosivste dieses Jahrgangs", betonte Avalanche Vice President Joe Sakic.

Offensive statt Defensive

Schon im Vorfeld verkündete Colorado, einen offensiven Mann zu präferieren. Obwohl sie auf der Verteidiger-Position durchaus Bedarf haben. Jener Prämisse folgten auch Florida und Tampa Bay.

Die Panthers entschieden sich etwa für Aleksander Barkov. Besonders dessen physische Konditionen überzeugen: Der Finne misst knapp 1,90 Meter und wiegt 93 Kilogramm. Vergangene Saison gehörte er mit 48 Punkten zur Elite der heimischen SM-Liiga.

Die Lightning beorderten ihrerseits Jonathan Drouin auf die Bühne. Der Left Wing glänzte an MacKinnons Seite und verbuchte in 49 Begegnungen der QMJHL starke 41 Tore und 64 Assists. General Manager Steve Yzerman schwärmte: "Wir lieben seinen Hockey Sense, Wettkampfhärte, Skill und Skating."

Schließlich war der Augenblick gekommen: Ohne eine Sekunde zu zögern, nutzte Nashville die Gunst der Stunde. "Ich konnte es kaum glauben, dass Seth zu haben war", erklärte GM David Poile. "Wir denken, er wird eine herausragende Rolle bekleiden."

Jones: Einer wie Pronger?

Craig Button, dem NHL Network Analyst zufolge, ist Jones gar der "beste 18-jährige Defender" seit Chris Pronger. Der All Star und Norris-Trophy-Träger wurde 1993 an zweiter Stelle gezogen. Jones selbst, der für die Portland Winterhawks in der WHL spielte, wähnt sich jedenfalls bereit für die beste Liga der Welt.

"Natürlich braucht man als Verteidiger etwas Zeit. Aber ich werde allen beweisen, warum sie mich besser genommen hätten. Auch wenn das nicht mein einziges Ziel ist", so der US-Amerikaner, der mit Größe (1,93 Meter) sowie Gewicht (93 Kilogramm) durchaus gewappnet scheint.

Ihren emotionalen Höhepunkt erlebte die Talentschau erst in Runde sieben, genauer gesagt beim 208. Pick. Martin Brodeur, aktive Goalie-Legende der Devils, durfte vor "seinem" Publikum den Sohnemann aufrufen. Das Prudential Center tobte.

"Surreal", sagte der von seinen Gefühlen überwältigte Anthony: "Ich bin in New Jersey mit der Franchise aufgewachsen, habe immer meinen Dad angefeuert. Jetzt dieses Trikot überzustreifen in dieser Arena ist einfach awesome."

Ob der 18-Jährige irgendwann die überdimensionalen Fußstapfen seines Lehrmeisters ausfüllen kann, darf bezweifelt werden. Übrigens: Der Name Brodeur war bereits Stunden zuvor präsent.

Canucks-Trade überrascht

Wie alljährlich feilschten die Verantwortlichen abseits des Drafts. Ohne Blockbuster-Deal. Für einen überraschenden Aufreger sorgten die Vancouver Canucks. Sie tradeten Cory Schneider für den No.9 Pick, welchen sie später für Forward Bo Horvat verwendeten, zu den Devils.

Einerseits bedeutet dies, Roberto Lunogo bleibt bei den Kanadiern. Der vielerorts Gescholtene wurde in den letzten Monaten mehrfach mit Gerüchten in Verbindung gebracht. Nun steigt er erneut zum Starter auf.

Andererseits scheint in New Jersey eine Wachablöse bevor zu stehen. Schneider ist 14 Jahre jünger als Brodeur, wird diesen wohl mittelfristig ersetzen. "Marty hat einen Punkt erreicht, wo er nicht mehr so auftreten kann, wie er sich das vorstellt", gab Manager Lou Lamoriello zu.

Ebenfalls interessant: der Stanley-Cup-Champion. Dave Bolland, in der Finalserie gegen die Boston Bruins mit dem entscheidenden Treffer, schob man zu den Toronto Maple Leafs ab. Michael Frolik wurde von Chicago zu den Winnipeg Jets verabschiedet.

Damit konnten die Blackhawks Spielraum unter dem Salary Cap schaffen, um Bryan Bickell mit einem 16 Millionen Dollar schweren Vierjahres-Vertrag auszustatten. In den Playoffs avancierte der Left Wing mit 17 Punkte zum ungeahnten Difference-Maker.

Die NHL-Teams im Überblick

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