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NHL

Pens müssen zittern - Sharks schaffen Sweep

Von SPOX
Ein Bild mit Symbolcharakter: New Yorks Casey Cizikas über Pittsburghs Brooks Orpik
© getty

Die New York Islanders gleichen gegen Pittsburgh nach einer weiteren Achterbahnfahrt aus. San Jose schaltet die Canucks aus und die Senators lassen nicht locker. Chicago fehlt im Duell mit den Wild nur noch ein Sieg.

New York Islanders - Pittsburgh Penguins 6:4 (1:1, 2:2, 3:1) - Serie: 2-2

Tore: 1:0 Strait (15.), 1:1 Neal (15.), 2:1 Streit (27./PP), 2:2 Malkin (28.), 2:3 Sutter (32.), 3:3 Okposo (39.), 3:4 Dupuis (41.), 4:4 Streit (45.), 5:4 Tavares (51.), 6:4 Cizikas (59.)

Was bedeutet schon eine Führung? In der Serie zwischen den Islanders und Pittsburgh ist man geneigt zu sagen: gar nichts! Auch Spiel 4 war wieder eine wilde Achterbahnfahrt - mit dem besseren Ende für New York.

"Es ist unglaublich, ein irres Spiel. Wir haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt", so John Tavares, der nach einem folgenschweren Malkin-Turnover knapp zehn Minuten vor dem Ende zum 5:4 traf.

Der Center wurde im Nassau Coliseum sogar mit "MVP"-Sprechchören bedacht. Ebenfalls stark bei den Gastgebern: Kapitän Mark Streit, der es zweimal klingeln ließ.

Während die Islanders ihr Glück kaum fassen können, beginnt bei Pittsburgh nun das große Zittern. Zu frisch ist das Erstrunden-Aus in den letzten beiden Jahren. "Wir müssen uns sammeln, das ist klar. Wir haben viele erfahrene Leute, die jetzt vorangehen müssen. In unserer Halle treten wir hoffentlich wieder anders auf", so James Neal.

Eines der Probleme bei den Pens ist momentan sicherlich Marc-Andre Fleury, der gerade mal 18 Saves verbuchte. Dan Bylsma ließ nach der Pleite offen, ob der Goalie in Spiel 5 erneut zwischen den Pfosten stehen wird. "Wenn man eine Begegnung verliert, muss man schauen, woran es lag", so Pittsburghs Coach, der auf Routinier Tomas Vokoun setzen könnte.

Minnesota Wild - Chicago Blackhawks 0:3 (0:1, 0:1, 0:1) - Serie: 1-3

Tore: 0:1 Sharp (9.), 0:2 Sharp (22.), 0:3 Bickell (53.)

Die Blackhawks sind nach der OT-Pleite in Spiel 3 in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Neben Doppelpacker Patrick Sharp war für den dritten Sieg in der Serie gegen die Wild vor allem Corey Crawford verantwortlich.

Chicagos Goalie legte den zweiten Shutout seiner Playoff-Karriere hin und hatte am Ende 25 Saves auf dem Konto. "Sie hatten so viele Power Plays, die wir alle unbeschadet überstanden haben. Wir haben uns nicht über die Refs geärgert, sondern immer die Ruhe bewahrt", lobte Crawford seine Kollegen.

Minnesota ist damit das einzige der 16 Playoff-Teams, das in der Postseason noch keinen Power-Play-Treffer vorweisen kann (0/15). Zu allem Überfluss verloren die Wild auch noch den nächsten Goalie. Darcy Kuemper übernahm für Josh Harding, der nach einem Zusammenprall mit Jonathan Toews vom Eis musste. Beim Warmmachen für Spiel 1 hatte sich bereits Niklas Backstrom verletzt.

Ottawa Senators - Montreal Canadiens 3:2 OT (0:0, 0:2, 2:0, 1:0) - Serie: 3-1

Tore: 0:1 Subban (23.), 0:2 Galchenyuk (24.), 1:2 Zibanejad (52.), 2:2 Conacher (60.), 3:2 Turris (63./OT)

Ottawa machte seinem Spitznamen in dieser Saison mal wieder alle Ehre. Die " Pesky Sens", also die lästigen Sens, sind einfach nicht kleinzukriegen.

Auch in Spiel 4 lagen sie mal wieder zurück. Auch in Spiel 4 kam Ottawa in beeindruckender Weise zurück. Nachdem P.K. Subban und Alex Galchenyuk Montreal im zweiten Drittel innerhalb einer Minute per Doppelschlag in Führung brachten, schlugen die Sens im letzten Abschnitt zurück.

Erst ließ Mike Zibanejad die Zuschauer im Scotiabank Place hoffen, bevor Cory Conacher die Partie 22,6 Sekunden vor dem Ende in die Overtime schickte. Dort wurde Kyle Turris zum Matchwinner, der nach der Partie allerdings auch zugab: "Wir hatten sicherlich ein wenig Glück, aber manchmal braucht man eben auch das. Wie wir heute nie aufgegeben haben, das war einfach klasse. Typisch ‚pesky'."

Montreals Gemütslage war dagegen das komplette Gegenteil. "Meine Jungs haben genau das umgesetzt, was ich wollte. Wir hätten ein anderes Ende verdient gehabt", so Habs-Coach Michel Therrien, dessen Truppe die Begegnung über weite Strecken dominierte.

Zudem mussten die Gäste die Verletzung von Carey Price (Lower Body) hinnehmen, der zu Beginn der Verlängerung von Backup Peter Budaj ersetzt wurde - mit bekanntem Ende. Wie lange der Goalie ausfallen wird, ist bislang noch offen.

San Jose Sharks - Vancouver Canucks 4:3 OT (2:1, 0:0, 1:2, 1:0) - Serie: San Jose wins 4-0

Tore: 1:0 Burns (3.), 1:1 Raymond (8.), 2:1 Pavelski (15./PP), 2:2 Burrows (50./PP), 2:3 Edler (52.), 3:3 Pavelski (56./PP), 4:3 Marleau (74./PP)

Sweep! Die Sharks haben als erstes Team die nächste Runde erreicht. Vier Spiele reichte San Jose aus, um die Canucks auszuschalten. Es war der erste Playoff-Sweep in der Franchise-Geschichte der Kalifornier - und was für einer!

Beide Teams sorgten dafür, dass es den Zuschauern im HP Pavilion nicht langweilig wurde. Nachdem Brent Burns und Joe Pavelski die Sharks im ersten Drittel zweimal in Führung brachten, drehten Alex Burrows und Alexander Edler im letzten Abschnitt die Partie zu Gunsten der Canucks. Das Ende? Von wegen!

Knapp fünf Minuten vor dem Ende war erneut Pavelski zur Stelle, der mit seinem zweiten Power-Play-Treffer für die Verlängerung sorgte. Auch in der Overtime verließ sich San Jose auf dieses Prinzip: Überzahl, Power Play, Tor. Patrick Marleau beendete mit seinem Treffer nach 13:18 Minuten die Serie, nachdem Cory Schneider einen Schuss von Joe Thornton vor die Füße des Centers abwehrte. Besonders bitter: Zuvor hielt der Canucks-Goalie seine Mannschaft mit einigen starken Saves in der Partie.

"So ein Sieg fühlt sich natürlich gut an, aber jetzt freue ich mich erst mal auf eine kleine Pause", so Pavelski. Für die Sharks heißt es bis zum Start der Conference Semifinals in der nächsten Woche: Wunden lecken und Blessuren behandeln lassen.

So ähnlich könnte auch die nächste Woche in Vancouver verlaufen, allerdings mit deutlich anderen Gesichtszügen. Die Canucks, die vor zwei Jahren in den Finals noch um den Stanley Cup gekämpft hatten, haben mittlerweile zehn der letzten elf Partien in den Playoffs verloren.

In der Serie gegen die Sharks enttäuschten vor allem Daniel und Henrik Sedin, die in vier Spielen kein einziges Tor erzielten.

Der NHL-Playoff-Spielplan

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