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NHL

Islanders gewinnen Derby gegen Rangers

Von SPOX
Rangers-Goalie Henrik Lundqvist hatte gegen die Islanders-Offense alle Hände voll zu tun
© Getty

Mit einem 6:4-Sieg haben die New York Islanders das erste Derby der jungen NHL-Saison gewonnen. Trotz des Ausfalls von John Tavares (Gehirnerschütterung) war das Team von Coach Scott Gordon seinem Rivalen überlegen. Siege feierten auch Pittsburgh und St. Louis.

New York Islanders (1-0-1, 3 Pts.) - New York Rangers (1-1-0, 2 Pts.) 6:4

Im Nassau Veterans Memorial Coliseum in Uniondale, New York eröffnete Blake Comeau den Reigen, noch vor der ersten Drittelpause trafen auch Ranger Brandon Dubinsky und Islander Josh Bailey.

Als Michael Del Zotto und Daniel Girardi die Gäste erstmals in Führung brachten, schlug Matt Moulson zurück, ehe Mitte des dritten Abschnitts Artem Anisimov erneut die Rangers in Front schoss. Ein Doppelpack innerhalb von 58 Sekunden P.A. Parenteau und Comeau jedoch drehten die Partie endgültig zu Gunsten der Hausherren, Frans Nielsen sorgte mit einem Empty-Netter für den Schlusspunkt.

Vancouver Canucks (1-1-0, 2 Pts.) - Florida Panthers (0-2-0, 0 Pts.) 2:1

Die Panther versuchten es aus allen Lagen und feuerten insgesamt 41 Mal Richtung Canucks-Tor, aber mehr als der zwischenzeitliche Ausgleich von Rotislav Olesz im zweiten Drittel war einfach nicht drin. Roberto Luongo hielt, was zu halten war, und unterstrich mit dieser Leistung eindrucksvoll, was er in dieser Saison vor hat.

"Es ist noch eine lange Saison, aber ich will gar nicht lügen: Es ist schön, so gut reinzukommen", so der gebürtige Quebecois. Unter seinem neuen Goalie-Coach Roland Melanson spielt Luongo zwar näher am Tor, der Stilwechsel scheint Luongo aber nur gut zu tun. Nach 72 von 74 gehaltenen Schüssen in zwei Spielen kann man getrost von einem Blitzstart sprechen.

Der Rest des Teams spielte "höchstens durchschnittlich", wie Henrik Sedin betonte. Sein Bruder Daniel, Doppeltorschütze gegen die Panthers, jedoch meinte: "Wir waren vielleicht nicht richtig gut, aber ein Sieg ist ein Sieg."

Buffalo Sabres (1-2-0, 2 Pts.) - Chicago Blackhawks (1-1-1, 3 Pts.) 3:4

Schöner Sieg für die Hawks gegen einen guten Gegner, aber das Spiel wurde überschattet von einer einzigen Szene: Im ersten Drittel wurde Buffalos Jason Pominville von einem üblen Blindside-Hit von Niklas Hjalmarsson niedergestreckt und blieb minutenlang auf dem Eis liegen. Eine Attacke, die alles verkörperte, was schlecht an der NHL ist.

Die Liga versucht seit einiger Zeit, solch brutale Attacken einzudämmen - bei vielen Spielern ist das Credo "Hart aber fair" jedoch noch nicht angekommen. Rightwinger Pominville erlitt eine Gehirnerschütterung und eine Platzwunde, die mit 8 Stichen genäht wurde. Hjalmarsson wurde für den Rest des Spiels disqualifiziert, eine längerfristige Sperre ist nicht ausgeschlossen. Und die wäre mehr als verdient.

Immerhin versuchte der Schwede gar nicht erst, seinen Fehler schön zu reden: "Beim Anfahren hatte ich gedacht, dass ich ihn an der Schulter erwischen würde. Man will natürlich nie einen anderen Spieler so am Boden liegen sehen. Zum Glück scheint er halbwegs okay zu sein. Ich hoffe, dass er bald wieder spielen kann."

Sabres-Coach Lindy Ruff war sehr betroffen und sagte nur: "Hjalmarsson hat einen Riesenfehler gemacht." Wie schlimm der Hit war, lässt sich im Ansatz daran ableiten, wen der Blackhawk umgenietet hatte: Pominville gilt als einer der Dauerbrenner der Liga und hatte zuvor vier Jahre und 336 Spiele in Folge gespielt. Die fünftlängste Serie aller Aktiven wird wohl zu Ende gehen.

St. Louis Blues (2-0-0, 4 Pts.) - Anaheim Ducks (0-3-0, 0 Pts.) 5:1

Nur eine Momentaufnahme? Oder sind die Blues wirklich auf dem Weg zum Spitzenteam und die Ducks auf dem absteigenden Ast? Im Scottrade Center stellten David Backes und Andy McDonald die Weichen schon früh auf Sieg, B.J. Crombeen sorgte zu Beginn des zweiten Drittels per Shorthander für die Vorentscheidung.

Saku Koivus Anschlusstreffer änderte nichts mehr am Ausgang des Spiels, mit einem Doppelpack stellte Matt D'Agostini schließlich den Endstand her. Das Spiel bot allerdings sehr viel mehr als nur sechs Tore. Zu einem wäre da die Erkenntnis, dass die Defense der Ducks in drei Saisonspielen eine einzige Katastrophe ist. Bekam Goalie Jonas Hiller in den ersten beiden Spielen schon 92 Schüsse auf seinen Kasten, lautete das Torschussverhältnis diesmal 53:14 (!) für St. Louis.

Außerdem wurde diese Partie erwartet hart geführt. In der vergangenen Saison waren Anaheim und St. Louis die Teams mit den dritt- und viertmeisten Penalty-Minuten. Wen wundert es da, dass beim Aufeinandertreffen der beiden insgesamt wahnwitzige 143 Straf-Minuten verteilt wurden?

New Jersey Devils (0-2-1, 1 Pts.) - Pittsburgh Penguins (1-2-0, 0 Pts.) 1:3

Im Duell der noch sieglosen Topteams machten sich die Devils immer wieder selbst das Leben schwer, weil sie unnötige Penaltys kassierten und so ständig in Unterzahl spielen mussten. So nutzte Mark Letestu ein Powerplay im zweiten Abschnitt, um die von Alex Goligoski erzielte Führung weiter auszubauen.

Trotzdem hielt New Jersey dagegen, konnte das Schussverhältnis ausgeglichen gestalten (31:31) und nach Patrick Elias' Tor 11:40 Minuten vor dem Ende wieder hoffen. Und obwohl die Devils fortan diszipliniert spielten und weitere Strafminuten vermieden, wollte der Ausgleich nicht fallen.

Ganz im Gegenteil: Als die Gastgeber ihren Goalie aus dem Tor nehmen mussten, sagte Paul Martin: "Danke schön", und netzte 11 Sekunden vor Schluss ohne Gegenwehr zur Entscheidung ein.

Philadelphia Flyers (2-0-1, 5 Pts.) - Colorado Avalanche (1-1-0, 2 Pts.) 4:2

Tore: 1:0 Claude Giroux (13.), 2:0, 3:2 Jeff Carter (18., 58.), 2:1 Brandon Yip (30.), 2:2 Milan Hejduk (41.), 4:2 Darroll Powe (59.)

Washington Capitals (2-1-0, 4 Pts.) - Ottawa Senators (0-2-1, 1 Pts.) 3:2 OT

Tore: 1:0 Slex Semin (19.), 1:1 Jarkko Ruutu (30.), 2:1 Eric Fehr (32.), 2:2 Ryan Shannon (48.), 3:2 Alex Owetschkin (65.)

Babcock verlängert bei den Red Wings

Der elfmalige Stanley-Cup-Gewinner hat den Vertrag mit seinem Trainer Mike Babcock vorzeitig um vier Jahre bis zum Ende der Saison 2014/15 verlängert. Der 47-Jährige ist seit Sommer 2005 Coach der Wings.

Red-Wings-General-Manager Ken Holland wollte seinen verantwortlichen Mann an der Bande so früh wie möglich längerfristig an den Klub binden. "Denn im kommenden Sommer hätten ihm die anderen Klubs sicher die Bude eingerannt", sagte Holland.

Detroit hatte unter Babcocks Leitung 2008 seinen bislang letzten Stanley Cup gewonnen. Mit zwei Siegen in zwei Spielen ist das Team optimal in die neue Saison gestartet.

Stars-Profi Ribeiro festgenommen

Wegen Trunkenheit in der Öffentlichkeit ist Stürmer Mike Ribeiro von den Dallas Stars vorübergehend festgenommen worden. Der 30-Jährige wurde Sonntagabend in einem Restaurant in einem Vorort der Ölmetropole auffällig und daraufhin für einige Stunden inhaftiert. Am frühen Montagmorgen konnte er das Gefängnis wieder verlassen.

Mike Ribeiro hatte am vergangenen Samstag das Siegtor zum 5:4-Erfolg der Stars in der Verlängerung bei den New York Islanders erzielt.

Dallas ist mit zwei Auswärtssiegen perfekt in die neue Saison gestartet. Ex-Spieler Joe Nieuwendyk, inzwischen General Manager der Dallas Stars, erklärte, die Angelegenheit werde intern geregelt.

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