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5 Fragen zum NFL Draft 2022: Womit steht und fällt die erste Runde?

NFL Draft 2022: Was passiert mit Baker Mayfield und Jimmy Garoppolo?

Wer einen Quarterback braucht, hat nicht nur den Draft, um sich zu verstärken. Mit Jimmy Garoppolo (49ers) und Baker Mayfield (Browns) sind auch noch mindestens zwei namhafte bisherige Starter auf dem Markt.

Bei beiden ist nicht damit zu rechnen, dass sie vor dem Draft oder während der ersten Runde getradet werden, auch wenn kürzlich erst ein anonymer NFL-Funktionär mit der Einschätzung zitiert wurde, dass Baker Mayfield wohl der aktuell beste verfügbare QB während dieses Drafts sei. Zumindest würde ich dieser Einschätzung nicht vehement widersprechen, auch wenn ein solcher Funktionär natürlich auch von den Browns oder gar Panthers sein könnte, um Trade-Interesse zu erzeugen ...

Doch abgesehen von diesem denkbaren Hintergedanken repräsentieren Garoppolo und Mayfield sicherlich die besten kurzfristigen Lösungen für Teams, die einen QB für die kommende Saison brauchen - zumal beide auslaufende Verträge haben. Beide haben bewiesen, dass sie Starter-Qualitäten haben - Garoppolo führte sein Team zweimal tief in die Playoffs, einmal sogar in den Super Bowl, während Mayfield immerhin die lange Playoff-Durststrecke Clevelands beendete.

Doch wann könnten die beiden getradet werden? Bei Mayfield halte ich durchaus den Freitag für realistisch. Einen Zweitrundenpick könnten die Browns durchaus kassieren, schließlich kosteten Carson Wentz oder auch Matt Ryan ähnlich viel in jüngsten Trades. Und wenn nicht das, dann sollte doch mindestens ein Drittrundenpick drin sein.

Das größte Interesse dürften weiterhin die Panthers haben, obgleich auch die Seahawks nicht ausgeschlossen sind als möglicher Abnehmer für Mayfield. Seattle wurde bereits früh Interesse an ihm nachgesagt. Und wenn Seattle tatsächlich noch im "Win-Now"-Modus ist, wie man im Nordwesten immer wieder betont, dann kann Drew Lock eigentlich nicht die Antwort auf die QB-Frage sein.

Jimmy Garoppolo: Attraktiver als Free Agent?

Bei Garoppolo scheint die Situation etwas schwieriger zu sein. So richtig klare Tendenzen haben sich bei ihm bislang noch nicht ergeben. Zudem kommt hinzu, dass es womöglich für ein neues Team lohnenswerter wäre, ihn als Free Agent zu kriegen, anstatt für ihn zu traden. Der Grund dafür ist seine Vertragssituation. Wer für ihn tradet, übernimmt auch sein Jahresgehalt in Höhe von 24,2 Millionen Dollar - durch weitere Bonus-Zahlungen könnte es auf maximal 25,55 Millionen Dollar ansteigen.

Sein Gehalt ist jedoch nicht garantiert und somit könnten die 49ers, wenn sie keinen Abnehmer finden, eben über 25 Millionen Dollar an Cap Space einsparen, wenn sie ihn einfach entließen. General Manager John Lynch schloss ein solches Szenario zwar aus, doch könnte auch das nur Verhandlungstaktik sein. Gemeinhin ist bekannt, dass Trey Lance künftig für die Niners starten wird.

Der Unterschied zu Mayfield ist, dass dieser ins fünfte Jahr seines Rookie-Vertrags geht. Sprich: Das Gehalt in Höhe von fast 19 Millionen Dollar ist voll garantiert. Das heißt: Die Browns haben nichts davon, ihn zu entlassen - sein Gehalt müssten sie in dem Fall ohnehin bezahlen und das damit einhergehende Dead Money bliebe ihnen auch erhalten. Insofern kommt bei Mayfield nur ein Trade realistisch infrage, was wiederum einen gewissen zeitlichen Druck mitbringt, denn wer ihn will, muss dann wohl an diesem Wochenende zuschlagen.

Ansonsten haben die Browns bereits signalisiert, dass sie gewillt wären, ihn über die gesamte Saison im Kader zu behalten - da die Texans im Vorjahr dasselbe mit Deshaun Watson gemacht haben, ohne ihn zu aktivieren, dürfte es daher auch bei Mayfield keinen Gegenwind seitens der Liga oder der Spielergewerkschaft geben.

Allerdings ist dies natürlich nur der Worst Case - ein Trade ist weiterhin durchaus wahrscheinlich. Vielleicht sogar schon am Freitag.

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