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NFL - Free Agency: Diese Spieler brauchen einen Neuanfang

Trey Flowers hatte ein paar enttäuschende Jahre in Detroit.

N'Keal Harry - Wide Receiver, New England Patriots

Die Drafts der Patriots in den vergangenen Jahren brachten eher gemischte Ergebnisse. Doch wohl kaum ein Pick war so enttäuschend wie der 32. Pick im Draft 2019. N'Keal Harry hat es nach drei Jahren nicht geschafft, sich in der Offense der Patriots zu etablieren.

Zuletzt war er sogar nur noch in 43 Prozent der Offensiv-Snaps auf dem Feld und glänzte vorwiegend als Blocker im Run Game. Aus 22 Targets machte er 12 Receptions für 184 Yards.

Wenn man jetzt noch bedenkt, dass damals etablierte Star-Receiver wie Deebo Samuel oder A.J. Brown nach ihm gezogen wurden, wird es umso bitterer. Nicht nur werden die Patriots seine Option für ein fünftes Vertragsjahr in diesem Frühjahr nicht ziehen, sie werden sich sicherlich auch zeitnah von ihm trennen.

Und dann stellt sich die Frage, wo er landen könnte, nach drei äußerst mageren Jahren. Harry galt im Vorfeld des Drafts 2019 als Prospect, das durchaus Interessenten hatte. Vielleicht erinnert sich daran nun eines der Teams, das ihn damals für gut befunden hatte.

Eine Verpflichtung wäre in diesem Jahr als mutmaßlicher Free Agent - sollten die Patriots ihn wirklich entlassen - risikolos. Andernfalls wäre nicht mehr als ein Late-Rounder notwendig, um Harry via Trade aus Foxborough loszueisen.

Frank Clark - Edge Rusher, Kansas City Chiefs

Die Chiefs tradeten für Frank Clark nach der Saison 2018 nach produktiven Jahren in Seattle. In KC unterschrieb er dann prompt einen Fünfjahresvertrag über 104 Millionen Dollar (fast 44 Mio. davon garantiert).

Seither ging seine Produktion stetig bergab. Zwar verschwand er nicht komplett unter dem Radar und hatte über die drei Jahre in Missouri durchaus seine Momente. Doch insgesamt haben die Chiefs nicht unbedingt einen akzeptablen Gegenwert für ihre Investition bekommen.

Und da sie nun Cap Space kreieren müssen und zu diesem Zweck bereits Linebacker Anthony Hitchens entlassen haben, wäre Clark einer der nächsten, die es ebenfalls treffen könnte. Bei ihm ist es so, dass man mit einer Entlassung fast 13 Millionen Dollar an Cap Space einsparen würde - sein garantiertes Gehalt lief im Vorjahr aus.

Und so könnte Clark womöglich erstmals Free Agent werden, nachdem er 2019 per Franchise Tag von den Seahawks gehalten und dann getradet worden war.

Mit seinen 29 Jahren sollte es für ihn dann durchaus möglich sein, nochmal woanders an das alte Leistungsniveau anzuknüpfen, wenn er das richtige Team findet.

Marlon Mack - Running Back, Indianapolis Colts

Nach drei guten bis sehr guten Saisons in Indy riss sich Marlon Mack 2020 im Season Opener die Achillessehne, was ihn naturgemäß aus der Bahn warf. Er verlängerte dennoch im Vorjahr nochmal für ein Jahr bei den Colts, war jedoch überhaupt kein Faktor mehr, was nicht nur mit Shootingstar Jonathan Taylor zu tun hatte - auch Nyheim Hines und Deon Jackson hatten ihn auf der Depth Chart überflügelt.

Es ist also damit zu rechnen, dass es zur Trennung kommt. Die große Frage für Teams wird nun sein, ob Mack nach der schweren Verletzung noch der Alte ist, oder ob er schon zum alten Eisen gehört. In jedem Fall aber sollte er irgendwo die Chance bekommen, sich für einen günstigen Vertrag im Camp zu empfehlen.

Dann kann er unter Beweis stellen, dass Leistungen wie in den Jahren 2018 und 2019 (insgesamt über 2000 Scrimmage Yards und 18 Touchdowns) noch immer möglich sind. Und einen Superstar wie Taylor wird er anderswo womöglich auch nicht vor der Nase haben.

Alejandro Villanueva - Offensive Tackle, Baltimore Ravens

Nach sechs überwiegend erfolgreichen Jahren bei den Pittsburgh Steelers zog es den Army Ranger im Vorjahr zum Erzrivalen nach Baltimore. Dort allerdings kam er nie wirklich zurecht.

Villanueva tat sich schwer damit, von der linken Seite der Offensive Line auf die rechte zu wechseln. Und als er dann nach Left Tackle Ronnie Stanleys schwerer Verletzung (Knöchel) im Oktober wieder nach links wechselte, wurde es nicht merklich besser.

Im Gegenteil: Laut ESPN Stats & Information ließ Villanueva sage und schreibe 17 Sack zu - drei mehr als jeder andere Offensive Lineman in der NFL 2021. Es wird daher erwartet, dass die Ravens dieses Experiment vorzeitig beenden werden. Eine Entlassung brächte ein Cap-Ersparnis in Höhe von sechs Millionen Dollar.

Villanueva würde dann wieder Free Agent werden und könnte abermals versuchen, nochmal längerfristig unterzukommen. Mit seinen 33 Jahren sollte er dazu durchaus noch in der Lage sein.

L.J. Collier - Defensive Lineman, Seattle Seahawks

Als die Seahawks 2019 Collier mit dem 29. Pick im Draft gezogen hatten, war allen klar, dass jener ein Projekt sei. Einer, der großes Potenzial mitbringt, das allerdings noch durch akribische Arbeit aus ihm herausgekitzelt werden müsse. Ein High-Risk-High-Reward-Pick, wenn man so will.

Nach drei Jahren fällt das Fazit jedoch mau aus. Collier war kein Faktor in seiner Rookie-Saison, hatte eine mehr oder minder solide Sophomore-Saison und war 2021 dann erneut eine Randnotiz. Mehr noch: Er machte ohne Verletzung nur zehn Spiele und stand nur in 30 Prozent der Defensiv-Snaps überhaupt auf dem Feld.

Begründet wurde es damit, dass Collier eben nicht genug Masse für die Mitte der Defensive Line mitbringt, während er für die Edge-Position nicht beweglich oder schnell genug sei, um sich dort durchzusetzen. Unterm Strich weiß man also wenig mit ihm anzufangen bei den Seahawks.

Wenn sie in Seattle also nicht jetzt noch etwas überraschend neues an Collier entdecken, befindet dieser sich wohl oder übel in einer Sackgasse. Und dann wäre eine Trennung und ein Neuanfang anderswo für den Spieler nicht verkehrt.

Cap-technisch bringt eine Entlassung Colliers nicht mal eine Million Dollar an Cap-Ersparnis. Rein sportlich hilft er dem Team aber mutmaßlich ohnehin nicht weiter.

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