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NFL Draft 2021: Die größten Sleeper-Picks in diesem Jahr

Von Johannes Ninow
Jamie Newman gilt als Sleeper-Pick am dritten Tag des NFL Drafts 2021.

Für viele Fans ist spätestens nach Tag 2 das große Interesse am NFL Draft vorbei. Wer überhaupt an Tag 3 von den jeweiligen Teams gedraftet wird, nehmen viele gar nicht mehr ernst. Doch gerade hier sind immer noch ein paar Juwelen zu finden. SPOX nennt potenzielle Sleeper-Picks der späten Runden.

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NFL Draft: Die größten Sleeper im Draft 2021

Rashad Weaver, DL (Pittsburgh)

Pittsburgh hatte die vielleicht beste Defensive Line in College Football letzte Saison, obwohl ihr bester Spieler Jaylen Twyman (ebenfalls ein möglicher Sleeper) die Saison aussetzte. Weaver verbuchte 14,4 Tackles for Loss und 7,5 Sacks, 3 forced Fumbles und einen Fumble recovered in nur neun Spielen 2020.

Schon 2018 spielte er eine ganz starke Saison, verpasste 2019 jedoch die gesamte Saison wegen einer Verletzung und fiel dadurch etwas vom NFL-Radar. Zweifel haben Scouts an seiner Explosivität und Beweglichkeit, welche er in seinem Pro Day auch nur bedingt ausräumte und darum wird Weaver erst an Tag 3 seinen Namen hören. Es würde mich jedoch nicht im Geringsten wundern, wenn Weaver in zwei Jahren ein NFL-Starter ist.

Anthony Schwartz, WR (Auburn)

Wie ungenau das Mock-Draft-Business ist, zeigt sich unter anderen an diesem jungen Mann. Ich habe Mock Drafts gefunden, wo er in der siebten Runde gedraftet wird, ESPNs Darftguru Mel Kiper sieht ihn sogar schon in Runde 2. Schwartz ist der schnellste Wide Reicever in diesem Draft.

Das Erfolgsspektrum eines reinen Speedsters in der NFL geht von Tyreek Hill bis John Ross, also von All-Pro bis All-Time-Bust. Darum fällt es wahrscheinlich jedem Analysten und Scout sehr schwer, die NFL-Aussichten von Schwartz zu bewerten. Fakt ist: Speed kills.

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Nur wer genug Speed hat, kann in der NFL gewinnen. Und wenn wir über Hill und Ross reden, müssen wir auch über die Quarterbacks reden, mit denen sie spielen. Nach Schwartz werden sich die Offensiv-Gurus der NFL die Finger lecken und in Special Teams und Trick-Plays wird er ab Tag 1 (oder in diesem Fall Tag 3) seinem neuen Team eine Hilfe sein.

Chuba Hubbard, RB (Oklahoma State)

Chuba Hubbard war einer der Top-3-Running-Backs in den letzten drei Jahren am College. 2019 war er für 2094 yds und 21 TD verantwortlich und wäre einer der ersten Running Backs gewesen, die 2020 gedraftet wurden. Doch er entschied sich, noch eine Saison für Oklahoma State zu spielen. Im Nachhinein eine schlechte Idee. Verletzungen hielten ihn zurück, seine Statistiken waren 2020 lange nicht mehr so beeindruckend.

Aus diesem Grund hat sein Draft-Wert, der bei Running Backs sowieso schon immer niedriger wird, arg gelitten. Darum wird ein Team ihn an Tag drei bekommen und einen Running Back im Kader haben, der wahrscheinlich sofort RB2 im Depth Chart sein wird. Kaum ein Team möchte noch viel Geld in die Running-Back-Position investieren, darum wird ein so später, aber höchst produktiver Pick Gold wert sein.

Andre Cisco, S (Syracuse)

13 Picks in 24 Spielen. Cisco ist ein Ballhawk extraordinaire. Er verpasste die vergangene Saison wegen einer Verletzung, was ihn die Draftleiter etwas nach unten geworfen hat. Und wenn man sich von den vielen Interceptions nicht blenden lässt, sieht man leider, dass Cisco oft etwas zu gierig ist und dadurch seinen Mann oder Verantwortungsbereich verliert.

Ein "Boom or Bust"-Spieler, der einem Team viel Gutes bringt, aber auch Kopfschmerzen bereitet. Cisco wird einen DB-Coach brauchen, der ihm das Freelancen abgewöhnt. Schafft er das, wird er der Starting Free Safety des Teams sein, das ihn draftet.

Israel Mukuamu, CB (South Carolina)

Mukuamu ist der Traum jedes Defensive Coordinators. Er ist flexibel einsetzbar, spielte im College auch Safety und sogar Wide Receiver. Nach einer starken Saison 2019 war er eigentlich deutlich höher in den Mock Drafts, 2020 sorgte eine Leistenverletzung für eher durchwachsene Leistungen und ein vorzeitiges Saisonende.

Darum wird er wohl erst an Tag 3 seinen Namen hören. Doch schaut man sich vor allem sein 2019er Tape an, wo er ins Second All-SEC Team gewählt wurde, sieht man einen Starting NFL Cornerback.

Jamie Newman, QB (Georgia/Wake Forest)

Mein QB-Sleeper ist Jamie Newman, der sich mit dem Aussetzen der Saison 2020 das wohl größte Eigentor geschossen hat. Newman wechselte im Sommer nach eineinhalb sehr produktiven Jahren bei Wake Forest zu Georgia und war dort als Starter fest eingeplant, selbst als in JT Daniels ein weiterer Quarterback zu Georgia wechselte. Newman entschloss sich wenige Wochen später aber dazu, die Saison auszusetzen.

Ein großer Fehler, denn bei Georgia hätte er gegen SEC-Defenses seinen NFL-Wert beweisen können und dabei alles um sich herum gehabt, um erfolgreich zu sein. Top O-Line, mehrere gute Running Backs, in Pickens einen echten Nummer-1-Receiver, elitäre Defense. So können Scouts nur Newmans Zeit bei Wake Forest bewerten, wo er vor allem 2019 sehr stark war: 26 TD geworfen, dazu 6 erlaufen in 2019, allerdings auch 11 INT.

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Diese Statistiken zeigen Newmans Stärken, aber auch seine Schwächen ganz gut. Er hat noch einiges zu tun im Passspiel, ist dafür ein gefährlicher Läufer. Sieht man jedoch die positive Entwicklung, die er im Passspiel von 2018 zu 2019 gemacht hat, lässt das erahnen, wie gut er 2020 mit all den Waffen für Georgia hätte sein können.

Sehr viel von Newmans Stärken und Schwächen erinnern einen an Dak Prescott, der ebenfalls ein Tag-3-Draftpick war. Setzt sich Newmans Entwicklung im Passspiel weiter fort, könnte auch er eine ähnliche Überraschung wie Prescott werden.

Isaiah McDuffie, LB (Boston College)

McDuffie war 2018 einer der besten Linebacker in der ACC, eine Verletzung 2019 kostete ihn aber fast die ganze Saison. 2020 war er aber wieder voll gesund und wieder einer der besten Linebacker der ACC, mit 107 Tackles war er sogar Top 5 in der FBS. McDuffie ist also eine Tackling Maschine, die auch noch recht gut in Coverage ist, denn zu Beginn seiner College-Karriere war er ein Safety. Dazu hat er eine ganz wichtige Eigenschaft, die ein später Draftpick unbedingt braucht, um die ersten Cut-Wellen zu überstehen: er ist ein sehr guter Special-Teams-Spieler.

Sieben Spieler, die erst an Tag 3 des Drafts ihren Namen hören werden. Sieben Spieler, die im College aber zum Teil richtig stark waren und meist wegen Verletzungen keine perfekte Saison 2020 gespielt haben. Kommen sie gesund ins Training Camp und knüpfen an ihre besseren College-Tage an, könnten alle sieben als Steals dieses Drafts gesehen werden.

NFL Draft 2021: Teams mit den meisten Picks

TeamAnzahl DraftpicksDraftpicks
Philadelphia Eagles1112, 37, 70, 85, 124, 151, 190, 225, 226, 235, 241
Minnesota Vikings1114, 79, 91, 120, 126, 135, 144, 158, 169, 200, 224
Jacksonville Jaguars101, 25, 33, 45, 65, 107, 131, 146, 171, 251
New York Jets102, 23, 34, 66, 87, 108, 147, 155, 187, 227
Dallas Cowboys1010, 44, 75, 100, 116, 139, 180, 193, 228, 239
New England Patriots1015, 46, 97, 121, 123, 140, 178, 189, 198, 244
Green Bay Packers1029, 62, 93, 136, 143, 174, 179, 215, 221, 258
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