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NFL

NFL Third and Long Divisional Round - der Mailbag: Können die Browns mit Mayfield ein Contender werden?

Von Jan Dafeld

Brees-Rücktritt? Müssen die Saints jetzt einen großen Rebuild einleiten?

Ca O'Tisch, Simon, pro_special: Steht in New Orleans nun ein Rebuild an oder gibt es andere Alternativen? Und bleibt Jameis Winston oder landet er bei einem anderen Team?

Drew Brees wird seine Karriere beenden, darauf deuten mittlerweile alle Anzeichen und Berichte hin. Der 42-Jährige wird die Saints in der kommenden Saison aber immer noch mehr als 22 Mio. Dollar kosten. New Orleans befindet sich tief in der Cap-Hölle: Wird der Cap in der kommenden Saison tatsächlich auf die vereinbarte Minimalgrenze von 175 Millionen Dollar festgelegt, lägen die Saints mehr als 75 Mio. Dollar über dieser Grenze.

General Manager Mickey Loomis wird also einmal mehr sehr kreativ werden müssen, ohne Entlassungen und andere Einsparungen wird die Belastung in dieser Offseason aber nicht mehr zu stemmen sein. Welche Optionen haben die Saints?

Option eins: Vertragsverlängerungen. Marshon Lattimore und Ryan Ramczyk könnten beispielsweise beide eine langfristige Vertragsverlängerung unterschreiben, die ihr Gehalt in der kommenden Saison reduzieren würde.

Option zwei: Umstrukturierungen. New Orleans wird einige Verträge neu strukturieren müssen, also Geld, das eigentlich in der kommenden Saison fällig wäre, zeitlich weiter nach hinten schieben müssen. Kandidaten dafür gibt es genug, beispielsweise Cam Jordan, Michael Thomas, Andrus Peat, Terron Armstead, David Onyemata und auch Malcolm Jenkins.

Option drei: Entlassungen. New Orleans könnte mit einigen Entlassungen viele Millionen sparen. Janoris Jenkins, Emmanuel Sanders, Nick Easton und Malcolm Brown würden - wenn sie alle entlassen werden - beispielsweise 22 Mio. Dollar an Einsparungen bringen. Eine Entlassung von Kwon Alexander würde weitere 10 Mio. bringen, bei ihm bleibt aber abzuwarten, ob er mit seiner Achillessehnenverletzung überhaupt entlassen werden kann.

Am Ende wird eine Kombination aus allen Optionen nötig sein, sogar Trades von teuren Leistungsträgern, zum Beispiel von Lattimore, könnten ein Thema sein. New Orleans kann aus seiner Cap-Hölle herauskommen, an teure Neuzugänge ist allerdings nicht zu denken. Das dürfte auch in der Offseason 2022 noch gelten, selbst wenn Brees' Vertrag dann nahezu vollständig aus den Gehaltsbüchern fällt.

Kehrt Winston zu den Saints zurück?

Was bedeutet das nun für die Saints und ihre Offseason-Pläne 2021? New Orleans wird einige Spieler verlieren, darunter auch wichtige Leistungsträger, vor allem in der Defense. Die Quarterback-Position bleibt zudem ein großes Fragezeichen.

Es war schon lange klar, dass die Saints in der Saison nach Brees' Karriereende schwere Cap-Probleme bekommen würden. Zu viel von dessen Gehalt war immer wieder in die Zukunft geschoben worden. Diese Problematik hat Corona nun natürlich nochmal enorm verstärkt.

Ob die Saints angesichts dieser Ausgangssituation einen echten Rebuild einleiten werden, bleibt abzuwarten. Ein klarer Cut mit Entlassungen und Trades - auch Ramczyk könnte in einem solchen Szenario beispielsweise getradet werden - könnte die Saints nach zwei schwachen Saisons als Übergang wieder voll angreifen zu lassen. Dies dürfte vor einer Fanbase mit acht Playoff-Teilnahmen sowie einem Super-Bowl-Sieg in den letzten zwölf Jahren allerdings kaum zu rechtfertigen sein.

Und Winston? Bei ihm wird letztlich entscheidend sein, ob ein Team ihm eine Chance auf einen Starterposten geben wird. Winstons Markt war allerdings bereits 2020 sehr klein, in New Orleans konnte er sich nicht zeigen. Bleibt ein lukratives Angebot an Winston erneut aus, könnte er womöglich erneut günstig zu den Saints gehen. In New Orleans könnte er darauf hoffen, Taysom Hill zu entthronen - und sich so doch nochmal ins Schaufenster stellen zu können.

Liesel, PackersDE: Welchen Plan B könnten die Chiefs entwickeln, falls Patrick Mahomes gegen die Bills nicht spielen kann? Wäre die Ungewissheit, ob Henne oder Mahomes spielen wird, für die Bills in der Spielvorbereitung ein größeres Problem?

Die letzten eineinhalb Viertel gegen die Browns zeigten ja bereits: Andy Reid ist ein aggressiver und mutiger Playcaller - selbst mit Chad Henne. Reid wird seinen Backup-Quarterback also, selbst wenn Mahomes ausfallen sollte, nicht hinter seinem Run Game und Kurzpassspiel verstecken. Das Waffenarsenal der Chiefs hilft dabei natürlich.

Der Speed von Kansas Citys Receivern zwingt gegnerische Defenses dazu, tiefer zu spielen. Das sorgt für Räume im Kurzpasspiel sowie über die mittellange Distanz, die insbesondere Travis Kelce immer wieder attackieren kann. Das sollte auch Henne die Sache erleichtern. Das Screen-Game der Chiefs zählt ohnehin zu den besten der Liga.

Dass Henne deutlich schlechter in enge Fenster treffen kann und deutlich seltener Plays, die über das eigentliche Play-Design hinausgehen, machen können wird, ist allerdings auch klar. Dem 35-Jährigen werden zudem Fehler unterlaufen, auch das haben wir gegen die Browns gesehen.

Die Ungewissheit, ob Henne oder Mahomes spielen wird, wird für die Bills somit kein Problem sein. Buffalo wird sich - solange nicht mit Sicherheit feststeht, dass er ausfallen wird - auf Mahomes vorbereiten und seinen defensiven Gameplan auf ihn zuschneiden. Sollte dann tatsächlich doch Henne spielen, wäre das für die Bills-Defense immer noch ein deutlich besseres Szenario als jeder noch so gute Gameplan gegen Mahomes hätte sein können.

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