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NFL

Top 10: Die wichtigsten Erkenntnisse aus Woche 5 in der NFL

SPOX-Redakteur Adrian Franke fasst seine 10 wichtigsten Erkenntnisse zum Week-5-Sonntag zusammen.

4. Atlanta Falcons entlassen Quinn und Dimitroff

In Atlanta ist es schließlich doch passiert, das Team bestätigte die Gerüchte am Montagmorgen: Head Coach Dan Quinn wurde zusammen mit General Manager Thomas Dimitroff entlassen - und es ist eine Entscheidung, die überfällig war. Die letztes Jahr schon getroffen worden wäre, bis eine unerwartet starke zweite Saisonhälfte intern offenbar den Anschein erweckte, dass Quinn das Ruder noch herumreißen könnte.

Es war eine Idee, die bereits damals nur bedingt nachvollziehbar war. Zwar sprach der Turnaround in der zweiten Saisonhälfte dafür, dass Quinn das Team noch erreicht - aber sportlich hatte Quinn es in all seinen Jahren in Atlanta kaum einmal geschafft, eine gute Defense zu formen.

Offensiv derweil wurde aus der besten Maschine der Liga vor allem viel individuelles Stückwerk, dem Atlanta nie wieder eine Identität geben konnte, seitdem man Kyle Shanahan verloren hatte. Seit Shanahan Atlanta in Richtung San Francisco verlassen hat, haben die Falcons eine Bilanz von 24 Siegen und 29 Niederlagen.

Der erste 0-5-Start für die Franchise seit 1997 war dann jetzt wohl der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte - und letztlich auch nur eine Entscheidung, die nur aufgeschoben und nicht aufgehoben wurde, was für die Entwicklung der Franchise allerdings ein großer Bärendienst war.

Denn jetzt wird alles auf dem Prüfstand stehen, und womöglich muss ein groß angesetzter Umbruch bald folgen. Matt Ryan spielt eine schwache Saison. Julio Jones kann nicht fit bleiben. Beide sind mögliche Verkaufsargumente für einen neuen Head Coach oder GM, aber wie realistisch ist es, mit diesem Kern nochmal ganz oben anzugreifen? Gleichzeitig ist es finanziell schwierig, beide zumindest kurzfristig abzugeben.

Atlanta braucht einen schnellen Umbruch mit dem alternden Kern oder einen kompletten Restart. Und da nur wenige Teams für Letzteres wirklich die Geduld haben, wird es der Versuch des neuen Regimes höchstwahrscheinlich sein, Ersteres hinzubekommen.

5. Die NFL braucht endlich einen neuen (Spiel-)Plan

Ich hatte letzte Woche bereits ausführlicher über das Thema geschrieben, und über die letzten sieben Tage hat sich das Problem eher signifikant verschlimmert: Die NFL muss den Spielplan endlich an die Umstände, unter denen die Saison nun einmal stattfindet, anpassen. Genug davon, den Schedule-Rahmen intakt zu halten und den Super Bowl Anfang Februar austragen zu wollen.

Vor allem aber: genug davon, dass positive Tests bei einzelnen Teams noch Wochen später Auswirkungen haben, weil zahlreiche Spiele verschoben werden müssen, um alles irgendwie in den vorhandenen Spielplan zu quetschen. Und genug davon, dass Teams wie jetzt die Broncos ihre - im Nachhinein dazu umgewandelte - Bye Week mit Training und Vorbereitung auf eine Partie verbracht haben, die jetzt eine Woche später stattfindet.

Allein der erneute positive Test bei den Patriots bedeutet jetzt, dass Broncos gegen Patriots um eine Woche verschoben wird, die Broncos in Woche 8 - eigentlich Denvers Bye Week - gegen die Chargers spielen und dann in Woche 11 gegen Miami (eigentlich die Bye der Dolphins). Damit das funktioniert, muss das eigentlich für Woche 8 angesetzte Spiel zwischen den Chargers und Jaguars jetzt noch verlegt werden.

Die Liga verkündete eine ganze Reihe an Schedule-Anpassungen, um auf die jüngsten positiven Tests zu reagieren.

Die Idee, die Saison in einem regulären Schedule durchziehen zu können, war zumindest mal naiv und potenziell fahrlässig. Und aktuell kreiert die NFL vor allem eines: ein Kartenhaus, das früher oder später einstürzen wird.

Die Saison jetzt kurzzeitig zu unterbrechen, den Schedule anzupassen und insbesondere mehr Puffer vor den Playoffs einzubauen, um so besser reagieren zu können, das wäre ein sinnvoller Weg. Denn aktuell werden Probleme nur so lange vor sich hergeschoben, bis man irgendwann vor einem Schedule-Desaster steht und zum Handeln gezwungen ist.

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