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NFL

NFL: Fünf Fragen zu den Tampa Bay Buccaneers und Antonio Brown - Sind die Bucs nun der Topfavorit?

Tom Brady (l.) dürfte ein gehöriges Wörtchen mitgesprochen haben bei der Verpflichtung von Antonio Brown bei den Buccaneers.

Buccaneers: Was bedeutet der Deal für Antonio Brown?

Für Antonio Brown bedeutet die Unterschrift bei den Buccaneers schlicht eines: es dürfte seine absolut letzte Chance in der NFL sein.

Brown war äußerst erfolgreich in seiner Zeit bei den Pittsburgh Steelers, die ihn schließlich nach Oakland getradet hatten, weil er sich schlicht herausgeekelt hatte mit ständigen Eskapaden neben dem Platz. Das Fass zum Überlaufen brachte dann eine Auseinandersetzung im Training mit Quarterback Ben Roethlisberger, was zu einer Suspendierung führte. Anschließend verließ er das Stadion an einem Spieltag vorzeitig unerlaubt. In Oakland wollte Brown offensichtlich nicht sein und tat ab seiner Ankunft im Grunde alles, um auch dort wegzukommen.

Es begann mit einer unglaublichen Geschichte mit einer Kältekammer und verbrannten Füßen, die ihn vom Training abhielten. Dann weigerte er sich, einen den Regularien entsprechenden Helm zu tragen und schließlich wäre er beinahe gegen den GM der Raiders, Mike Mayock, handgreiflich geworden. Die Raiders entließen ihn zu Saisonbeginn 2019. Anschließend schloss er sich den Patriots an, die ihn nach einem Spiel bereits wieder entließen.

Was war passiert? Abgesehen davon, dass er für diverse Eskapaden in den vergangenen Jahren gesorgt hatte - von Sachbeschädigung seiner gemieteten Wohnung samt beinahe Körperverletzung eines 22 Monate alten Kindes über zu schnellen Fahrens bis hin zu Handgreiflichkeiten gegenüber seiner schwangeren Freundin war so ziemlich alles dabei. Zudem kam es dann im Vorjahr auch noch zu einer Zivilklage, in der ihm sexuelle Übergriffe von einer Personal-Trainerin vorgeworfen wird. Bei den Patriots flog er schließlich raus, weil er eine weitere Frau, die über ihn mit "Sports Illustrated" gesprochen hatte, per E-Mail bedroht hat und das Ganze an die Öffentlichkeit durchsickerte.

Buccaneers: Kann Brown doch noch professionell sein?

Seither lief eine Untersuchung gegen ihn durch die NFL, die Teams lange davon abhielt, ihn trotz alledem unter Vertrag zu nehmen. Vor Saisonbeginn wurde schließlich die Acht-Spiele-Sperre für die laufende Saison ausgesprochen.

Nun muss Brown zeigen, dass er es zum einen sportlich immer noch draufhat, was sicherlich das geringere Risiko für ein Team sein dürfte, wenn man bedenkt, wie talentiert er ist und wie akribisch er an seinen Fähigkeiten seit jeher arbeitet. Doch genauso muss er nun zeigen, dass er nach langer Zeit mal wieder professionell außerhalb des Platzes sein kann.

Schafft er es dieses Mal, diszipliniert zu bleiben und für keine weiteren Skandale oder sonstige Misstöne zu sorgen? Was ist zum Beispiel, wenn er mal nicht aus seiner Sicht genügend Targets im Spiel bekommt, was angesichts der zahlreichen Topleute im Team durchaus möglich erscheint? Bleibt er ruhig und besonnen? Und wird Arians, der generell eher der entspannte Typ Coach ist, ihn so behandeln, dass Brown sich komplett aufs Sportliche konzentriert?

Das sind letztlich die größeren Fragezeichen. Die Bucs waren schon vor Brown ein ernsthafter Titelanwärter, mit ihm könnten sich die Titelchancen nochmal merklich erhöhen. Doch nur, wenn Brown sich selbst zur Abwechslung im Griff hat.

Scheitert er dagegen auch dieses Mal bei diesem Vorhaben, dürfte auch der Letzte in dieser Liga verstanden haben, dass für Brown hier kein Platz mehr ist.

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