NFL

Team-Needs für Free Agency und Draft - Bears, Lions, Packers, Vikings: Die NFC North

Von Jan Dafeld
Mitchell Trubisky (r.) steht in Chicago zunehmend unter Druck.
© getty
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Detroit Lions (3-12-1)

Die wichtigsten Free Agents: G Graham Glasgow, S Tavon Wilson, DT Damon Harrison, DT Mike Daniels, DT A'Shawn Robinson, P Sam Martin

Die größten Baustellen:

Defensive Line: Vor der vergangenen Saison zählten viele Beobachter die D-Line der Lions zu den großen Stärken des Teams. Ein Jahr später sieht die Realität anders aus. Verletzungsprobleme machten Detroit zu schaffen, mit Harrison, Daniels und Robinson könnten gleich drei Interior Defender das Team verlassen.

Die Lions benötigen somit sowohl einen Nose Tackle, der Harrison und Robinson als Run-Stuffer beerben kann, als auch einen 3-Tech, der den Quarterback aus der Mitte unter Druck setzen kann. Ein zusätzlicher Edge Defender würde obendrein auch nicht schaden.

Cornerback: Darius Slays erhoffte Vertragsverlängerung blieb aus, nach einem sehr durchwachsenen Jahr geht der Star-Corner nun in das letzte Jahr seines Deals. Selbst wenn Detroit den unzufriedenen Veteranen eine weitere Saison hält, dürfte er 2021 das Weite suchen. Ein langfristiger Nachfolger muss also her.

Gleichzeitig benötigt Detroit jedoch auch noch einen zweiten Starting Cornerback neben Slay. Justin Coleman konnte seinen großen Vertrag im Vorjahr nicht rechtfertigen und ist im Slot am besten aufgehoben, Rashaan Melvin wird Free Agent. Die Lions haben die Mittel, um zumindest einen dicken Fisch in der Free Agency an Land zu ziehen. Ist nach der Defensive Line im Vorjahr nun die Secondary an der Reihe?

Guard: Mit Taylor Decker, Frank Ragnow und Rick Wagner scheinen drei der fünf O-Line-Positionen bei den Lions gut besetzt zu sein, die beiden Guard-Positionen dürften allerdings für die eine oder andere Sorgenfalte sorgen. Glasgow ist eine sehr solide Option, wird allerdings Free Agent und könnte (zu) teuer werden - erst Recht, wenn beispielsweise Brandon Scherff gar nicht erst auf den Markt kommt.

Als Left Guard würde Stand heute wohl erneut Joe Dahl als Starter in die neue Saison gehen. Keine schreckliche Option, doch auch hier könnten die Lions ein Upgrade vertragen. Ob Glasgow gehalten wird oder nicht, die Guard-Position dürfte auf dem Einkaufszettel des Teams weit oben stehen.

Running Back: In nur zwei Saisons in der NFL hat Kerryon Johnson nun bereits 14 Saisonspiele verpasst, inwieweit der fraglos talentierte 22-Jährige ein Three-Down-Back sein kann, ist daher doch sehr fraglich. Gut möglich also, dass die Lions ein Upgrade gegenüber Bo Scarbrough und Ty Johnson ins Team holen und so mit zwei starken Backs - ein zunehmend populärer Ansatz - in die Saison gehen.

Mögliche Team-Fits:

Michael Pierce könnte in der Free Agency ein bezahlbarer Spieler werden und sehr gut in das Profil der Lions passen, auch Shelby Harris käme hier infrage. Mike Daniels könnte als 3-Tech ein weiteres Jahr gehalten werden. Lässt man den Veteranen jedoch ziehen, wäre Jarran Reed, der in der D-Line flexibel einsetzbar ist, eine interessante Option für Detroit.

Konzentrieren sich die Lions doch stärker auf die Secondary, wäre Byron Jones die klare Premiumlösung, dies würde den Spielraum auf anderen Positionen jedoch auch stark begrenzen. Ronald Darby könnte eine günstigere Alternative sein und dennoch sofort helfen.

In der Offensive Line wiederum wäre ein Verbleib von Glasgow zu akzeptablen Konditionen wohl das Best-Case-Szenario, wird der Guard zu teuer, sind die Optionen rar gesät. Joe Haeg oder Stefen Wisniewski können starten, wären aber ein Downgrade gegenüber der Vorsaison.