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NFL Free Agency Tag 2 Recap: Brady vor Wechsel nach Tampa Bay

Bei SPOX verpasst ihr nichts zur Free Agency!

Der größte Dominostein der diesjährigen Free Agency ist offenbar gefallen: Tom Brady steht vor einer Einigung mit den Tampa Bay Buccaneers! Doch auch anderswo drehte sich das Quarterback-Karussell, SPOX bringt euch auf Stand. Alles wie gehabt unter Vorbehalt: Sämtliche Deals und Trades können erst mit dem Start des neuen Liga-Jahres (Mittwoch, 21 Uhr) offiziell vollzogen werden.

NFL Free Agency Tag 2 Recap

Tom Brady vor Wechsel nach Tampa Bay

Der zweite Tag des Verhandlungsfensters begann mit Brady - und er endete mit Brady. Er begann damit, dass Brady seinen Abschied aus New England verkündete. "Auch wenn meine Footballreise nun woanders weitergeht, weiß ich alles, was wir erreicht haben, sehr zu schätzen. Ich bin dankbar für unsere unglaublichen TEAM-Leistungen", teilte Brady via Social Media mit.

Team-Besitzer Robert Kraft führte weiter aus und ließ hinter die Kulissen blicken: "Tommy hat gestern Abend den Kontakt gesucht. Wir hatten eine positive, respektvolle Unterhaltung. Es ist nicht das Ende, das ich mir gewünscht hätte, aber ich will, dass er das tut, was das Beste für ihn persönlich ist." Brady hinterlässt 13,5 Millionen Dollar Dead Cap und noch wesentlich größere Fragezeichen: In welche Richtung gehen jetzt die Patriots? Andy Dalton? Nick Foles? Cam Newton?

Bezüglich Brady selbst rumorte es dann im Laufe des Tages, und mehr und mehr sickerte durch: Die Entscheidung für Brady fokussiert sich wohl auf die Los Angeles Chargers und die Tampa Bay Buccaneers. Beide sollen ähnliche Verträge vorgelegt haben - dann platzte die Bombe.

Das Brady-Lager soll den Chargers mitgeteilt haben, dass er aus familiären Gründen an der Ostküste bleiben will, und anschließend ging es ganz schnell. ESPN-Insider Adam Schefter vermeldete zuerst, dass Brady aller Voraussicht nach bei den Bucs unterschreibt. NFL-Network-Insider Ian Rapoport legte wenig später nach: Brady und die Bucs sollen einen Vertrag über etwa 30 Millionen Dollar im Jahr vereinbart haben, Details sind wohl noch zu klären.

Doch der Weg scheint am Tag des Starts des neuen Liga-Jahres klar: Tom Brady wechselt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nach Tampa Bay, wo er unter Bruce Arians spielen und Pässe in die Richtung von Chris Godwin und Mike Evans werfen wird.

Colts verpflichten Philip Rivers

Ein Deal, über den lange spekuliert wurde, ist inzwischen vereinbart. Philip Rivers ist tatsächlich das kolportierte Quarterback-Upgrade in Indianapolis, und das noch kurzfristiger als gedacht: Rivers hat sich mit Indianapolis auf einen Einjahresvertrag über 25 Millionen Dollar verständigt.

Für Rivers ist es auch eine Wiedervereinigung mit Colts-Offensive-Coordinator Nick Sirianni, der war bereits Rivers' Quarterbacks-Coach 2014 und 2015 sowie anschließend noch für zwei Jahre der Receiver-Coach bei den Chargers. Das sollte den Übergang für Rivers erleichtern. Auch Colts-Head-Coach Frank Reich verbrachte insgesamt drei Jahre bei den Chargers mit Rivers, zwei davon als Offensive Coordinator.

Cam Newton darf die Panthers verlassen

Lange hielten sich die Panthers bezüglich der Zukunft von Cam Newton bedeckt, dann wurden die Aussagen vorsichtig positiver - und am zweiten Tag des Verhandlungsfensters, am Tag vor dem Start des neuen Liga-Jahres, gab es die 180-Grad-Wende. Die Panthers verkündeten selbst in einer offiziellen Mitteilung, dass sie Newton die Freigabe erteilt haben, um Trade-Angebote einzuholen.

Das bereits war in der Form verwunderlich, zumindest dürfte es Newtons Trade-Markt nicht gerade befeuern. Doch es wurde schnell noch deutlich unangenehmer als das, denn Newton polterte unter dem entsprechenden Instagram-Post mit seiner Darstellung der Dinge.

"Hört auf, die Worte zu verdrehen. Ich habe nie um einen Trade gebeten", schrieb Newton dort unter anderem. Er habe die Panthers "immer geliebt und werde euch immer lieben. Versucht nicht, mit mir zu spielen oder das Narrativ zu manipulieren und so zu tun, als wollte ich das alles! Ihr habt mich in diese Situation gebracht!" Eine deutliche Aussage, und Newtons Zukunft liegt ohne Zweifel anderswo.

Teddy Bridgewater geht nach Carolina

Der direkte Grund, warum die Panthers Newton plötzlich doch so öffentlichwirksam eine Trade-Erlaubnis ausgestellt hatten, folgte Minuten später: Carolina steht kurz vor einer Einigung mit Teddy Bridgewater, den die Panthers offensichtlich als ihren neuen Quarterback für die nächsten Jahre auserkoren haben.

Sobald ein Newton-Trade vereinbart ist, dürfte der Bridgewater-Deal offiziell werden. Die bereits berichteten Details sehen so aus: Bridgewater soll laut ESPN-Informationen für 3 Jahre und 63 Millionen Dollar unterschreiben.

Somit würde es zu einer interessanten Wiedervereinigung kommen: Joe Brady ist der neue Offensive Coordinator der Panthers, Bridgewater kennt er bereits aus New Orleans, wo beide vor zwei Jahren zusammenarbeiteten. Letztes Jahr ging Brady dann zurück zum College - wo er als Passing Game Coordinator mit LSU und Joe Burrow die College-Welt im Sturm eroberte. Die Panthers geben Bridgewater jetzt die Chance, unter Burrow zum Franchise Quarterback aufzusteigen.

Drew Brees bleibt in New Orleans

Es war mehr oder weniger eine Formsache, jetzt aber haben sich beide Seiten geeinigt: Drew Brees bleibt bei den New Orleans Saints, für 2 Jahre und etwa 50 Millionen Dollar. Der Preis ist etwas unter Marktwert, ein Hinweis darauf, dass Brees bereit war, auf Geld zu verzichten, um einerseits bei den Saints zu bleiben und andererseits mit New Orleans nochmals anzugreifen.

NFL Free Agency Tag 2 - was ist sonst passiert?

  • Quinn nach Chicago: Die Chicago Bears haben ihren Nummer-2-Pass-Rusher-Spot gegenüber von Khalil Mack verbessert: Die Bears einigten sich mit Robert Quinn auf einen Fünfjahresvertrag über stattliche 70 Millionen Dollar, davon sind 30 Millionen Dollar garantiert. Im Gegenzug entließen die Bears Ex-Erstrunden-Pick Leonard Floyd, was für 2020 etwas über 13 Millionen Dollar an Cap Space kreierte.
  • Littleton zu den Raiders: Der beste Linebacker dieser Free-Agency-Klasse ist vom Markt: Cory Littleton unterschreibt für 3 Jahre und 36 Millionen Dollar bei den Las Vegas Raiders, davon sind 22 Millionen garantiert. Die Raiders haben sich damit in der diesjährigen Free Agency ein neues Starting-Linebacker-Duo eingekauft; bereits am Montag hatte Ex-Bears-Linebacker Nick Kwiatkoski sich mit Las Vegas geeinigt.
  • Dolphins rüsten weiter auf: Nach Byron Jones, Kyle Van Noy, Ereck Flowers und Shaq Lawson haben die Miami Dolphins auch am zweiten Tag des Verhandlungsfensters den Geldbeutel aufgemacht: Defensive End Emmanuel Ogbah unterschreibt für 2 Jahre und 15 Millionen Dollar (7,5 Millionen garantiert), Running Back Jordan Howard hat einem Deal über zwei Jahre und bis zu zehn Millionen Dollar zugestimmt.
  • Jaguars verpflichten Joe Schobert: Die Jaguars wirkten bislang wie ein Team im klaren Umbruch - dieses Bild änderte sich zumindest ein wenig am zweiten Tag des Verhandlungsfensters. Joe Schobert war einer der Top-Linebacker auf dem Markt, er einigte sich mit den Jags auf einen Fünfjahresvertrag über 53,75 Millionen Dollar. Davon sind 22,5 Millionen garantiert. Zusätzlich kommt Ex-Bengals-Corner Darqueze Dennard nach Jacksonville.
  • D.J. Reader geht nach Cincinnati: Einer der besten Interior Defensive Linemen auf dem Markt landet in Cincinnati: D.J. Reader unterschreibt für 4 Jahre und 53 Millionen Dollar. Reader hatte zuletzt merkliche Fortschritte als Pass-Rusher gemacht, jetzt sollte er mit Geno Atkins, Carlos Dunlap und Sam Hubbard eine formidable Defensive Line bilden. Und damit waren die Bengals nicht fertig: Auch Ex-Vikings-Cornerback Trae Waynes kommt nach Cincinnati - für 3 Jahre, 42 Millionen Dollar, davon 20 Millionen im ersten Jahr.
  • Bryan Bulaga mit den Chargers einig: Der Ex-Packers-Tackle geht an die Westküste und soll dort die riesige Right-Tackle-Baustelle schließen. Einer der besseren Pass-Blocking-Right-Tackles der Liga unterschreibt für 3 Jahre und 30 Millionen Dollar.
  • Jets holen Conner McGovern: Die Jets mussten dringend in die Offensive Line investieren, der neue Starting-Center ist gefunden: McGovern unterschreibt für 3 Jahre, 27 Millionen Dollar, davon 18 Millionen vollständig garantiert. Nachdem er in Denver vollständig von Guard auf Center geschoben wurde, hatte er sich insbesondere in Pass-Protection deutlich stabilisiert.
  • Tre Boston bleibt in Carolina: Die Panthers halten ihren Deep Free Safety. Boston, der zuletzt mehrere kurzfristige Verträge unterzeichnet hatte, erhielt von den Panthers einen Dreijahresvertrag über 18 Millionen Dollar.
  • Vic Beasley geht nach Tennessee: Die Titans brauchten nach der Trennung von Cam Wake wieder Tiefe für ihren Pass-Rush - jetzt versuchen sie, über einen Prove-It-Deal womöglich einen kurzfristigen Treffer zu landen: Vic Beasley unterschreibt für ein Jahr, 9,5 Millionen garantiert, maximal bis zu 12 Millionen Dollar.
  • Jordan Phillips nach Arizona: Für 3 Jahre und 30 Millionen Dollar wird der Ex-Bills-Defensive-Tackle in der Wüste unterschreiben, um Arizonas Baustelle in der Defensive Line zu adressieren. Phillips hatte letztes Jahr statistisch seine beste NFL-Saison mit 9,5 Sacks, 13 Tackles for Loss und 16 Quarterback-Hits.
  • Jason Witten macht weiter - in Las Vegas: Die Raiders haben sich mit dem Tight End auf einen Einjahresvertrag verständigt. Der beläuft sich auf 4,75 Millionen Dollar.
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