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NFL: Großer Aderlass bei den Dallas Cowboys? 5 Fragen zur unmittelbaren Zukunft von America's Team

Dak Prescott könnte bei den Dallas Cowboys einen lukrativen Vertrag unterschreiben.
© getty
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5. Wie könnte die Draft-Strategie der Dallas Cowboys 2020 aussehen?

Die Cowboys werden Verstärkungen brauchen und diese nicht nur in der Free Agency finden. Der Draft wird eine erhebliche Rolle dabei spielen müssen, den Kader für 2020 und darüber hinaus zu bestücken.

Aktuell verfügen die Cowboys über sechs eigene Draftpicks, lediglich der Sechstrundenpick ist weg. Wahrscheinlich wird noch ein zusätzlicher Compensatory-Pick (5. Runde) für den Verlust von Cole Beasley (Buffalo Bills) im Vorjahr dazu kommen, die Cowboys gingen somit mit sieben Picks in den Draft.

Freilich ist es noch zu früh für eine klare Prognose, welche Bereiche sie im Draft angehen werden; aber angesichts der großen Verluste, die defensiv drohen und angesichts der finanziellen Mittel die schon bald zusätzlich in der Offense stecken könnten, scheint Defense der Weg zu sein.

Der höchste Pick der Cowboys ist der 17. in Runde 1. Entsprechend wird es wohl schwer, den Pass-Rush in diesem Bereich anzugehen. Vielleicht findet sich dann ein solider Interior Defensive Lineman wie Javon Kinlaw (South Carolina) oder ein Cornerback wie C.J. Henderson (Florida). Der sexy Pick jedoch wäre - sofern er solange verfügbar sein - Safety Grant Delpit von LSU.

Cowboys: Defensive Verstärkung im Draft?

Delpits Präsenz in der Mitte des Feldes wäre genau das, was den Cowboys schon seit Längerem abgeht. Auch fängt er des Öfteren eine Interception, was zuletzt keine Spezialität der Cowboys mehr war. 2019 standen nur sieben Interceptions zu Buche, der schlechteste Wert der Liga.

In den weiteren Runden sollte es dann darum gehen, für Kadertiefe zu sorgen. Dabei wird man sich in erster Linie daran orientieren, was nach der Free Agency noch ansteht. Soll es etwa Pass-Rush durch die Mitte sein, könnte ein Justin Madubuike (Texas A&M) weiterhelfen und in Runde 2 noch verfügbar sein. Ein möglicher Lee-Nachfolger wäre etwa Malik Harrison (Ohio State), der von The Athletic in einem kürzlich veröffentlichten Mock Draft ins Spiel gebracht wurde.

Grundsätzlich aber scheint es auch wirtschaftlich am sinnvollsten, den Draft zu nutzen, um die Defense zu stärken. Speziell dann, wenn es gelingt, neben Prescott auch Cooper zu halten. Kurzfristige Lösungen für die Offensive lassen sich zudem auf dem aktuellen Markt womöglich leichter in der Free Agency finden.