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NFL

Team-Needs für Free Agency und Draft - Patriots, Bills, Jets und Dolphins: Die AFC East

SPOX blickt auf die Offseason-Team-Needs aller NFL Team - los geht's mit der AFC East.

Die Free Agency rückt immer näher und über die kommenden Wochen werden Teams versuchen, vor dem Draft möglichst viele Baustellen zu schließen. Dabei gehen sie mit ganz unterschiedlichen Nöten und Zielen in die Free Agency, SPOX blickt über die nächsten Tage im Detail auf alle Divisions. Los geht's mit der AFC East.

 

Offseason Needs: Free Agency und Draft - die AFC East

New England Patriots (Vorjahresbilanz: 12-4)

Die wichtigsten eigenen Free Agents: QB Tom Brady, FS Devin McCourty, LB Kyle Van Noy, LB Jamie Collins, OG Joe Thuney, ST Matthew Slater, DT Danny Shelton.

Die größten Baustellen:

Outside Receiver: In diesem Szenario arbeiten wir unter der Prämisse, dass Brady bei den Patriots bleibt - andernfalls wäre Quarterback natürlich die oberste Priorität und würde alles bestimmen. Bleibt Brady, ist das umgekehrt an einen klaren Auftrag geknüpft: Das Waffenarsenal muss deutlich verbessert werden.

Fraglos war Brady letztes Jahr auch individuell betrachtet schlechter als in den Saisons davor; beginnend mit seinem Pocket-Verhalten und ungewohnten Accuracy-Wacklern. Doch wurden seine Schwachstellen unverhältnismäßig stärker herausgestellt, weil das Waffenarsenal schlicht deutlich unterbesetzt war. Der Trade für Mo Sanu hatte nicht den erhofften Effekt, Josh Gordon und Antonio Brown funktionierten abseits des Platzes nicht, N'Keal Harry hatte eine von Verletzungen geplagte Rookie-Saison und Tight End ist kaum erwähnenswert.

Lange Rede, kurzer Sinn: Viel zu selten konnten New Englands Receiver und Tight Ends Separation kreieren, Defenses konnten sich auf den ebenfalls lange angeschlagenen Julian Edelman fokussieren und Brady musste in der Folge den Ball länger halten und enge Fenster attackieren. Will man mit Brady nochmals angreifen, müssen dringende Upgrades für die Offense her. Und zwar Upgrades, die sofort für Verbesserungen sorgen.

Tight End: Tight End lässt sich somit nahtlos an den Receiver-Need anknüpfen. Die Patriots versuchten letztes Jahr, mit Ben Watson zumindest über die Runden zu kommen - selbst das gelang nicht. Es ist kein Geheimnis, dass diese Offense am besten funktionierte, als echte Tight-End-Waffen eine maßgebliche Rolle hatten und gemeinsam mit Slot- und Receiving-Back-Waffen für Matchup-Probleme sorgten.

Nun wird man keinen neuen Gronk finden, doch ist es - auch angesichts einer sehr durchwachsenen Tight-End-Draftklasse - nahezu alternativlos, dass die Patriots hier in der Free Agency einen neuen Starter finden. Oder wagt man vielleicht einen neuen Anlauf bei den Buccaneers für O.J. Howard?

Linebacker: Brady halten, offensive Starter verpflichten, mit Devin McCourty wird einer der ligaweit besten Free Safeties zusätzlich Free Agent - die Patriots werden ihren Cap ans Limit treiben müssen. Das bedeutet im Umkehrschluss: Kyle Van Noy und Jamie Collins kann man dann womöglich nicht halten.

New Englands Defense aber funktioniert auch über flexible Linebacker, und die Patriots konnten hier zuletzt mit günstigeren Lösungen punkten, die anderswo nicht mehr gewollt waren, aber perfekt in die Defense passten. Findet man solche Kandidaten abermals?

Mögliche Team-Fits: Nachdem New England letztes Jahr bei seinen kolportierten Receiving-Wunschoptionen (Adam Humphries, O.J. Howard) abgeblitzt ist, könnte Belichick dieses Mal noch aggressiver vorgehen.

Sollte Minnesota wirklich über einen Trade von Stefon Diggs nachdenken, müssten die Patriots hier ganz schnell anklopfen. A.J. Green wäre ein logischer Free-Agent-Fit - doch lassen die Bengals den auf den Markt kommen? Vermutlich noch unwahrscheinlicher ist das mit Dallas und Amari Cooper. Starten die Patriots alternativ einen Versuch bei Emmanuel Sanders? Der ist nicht der klassische X-Receiver, aber ein exzellenter Route-Runner, der flexibel einsetzbar ist.

Auf Tight End ist der logischste Kandidat schnell gefunden: Hunter Henry wäre für die Patriots ein perfektes Szenario - allerdings wäre er das für viele Teams, beginnend mit den Chargers, die zunächst alles versuchen sollten, ihn selbst zu halten. Doch die Tendenz ist klar: Für New England, vorausgesetzt, Brady bleibt, ist es nicht die Zeit für günstige "Vielleicht-Lösungen". Gerade offensiv muss dann investiert werden.

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