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NFL

Team-Needs für Free Agency und Draft - Patriots, Bills, Jets und Dolphins: Die AFC East

SPOX blickt auf die Offseason-Team-Needs aller NFL Team - los geht's mit der AFC East.

 

Miami Dolphins (5-11)

Die wichtigsten eigenen Free Agents: OG Evan Boehm, FS/ST Walt Aikens.

Die größten Baustellen:

Quarterback: Offensichtlicher Punkt. Ryan Fitzpatrick hat eine tolle Saison gespielt, er machte die Dolphins Woche für Woche mindestens unterhaltsam - und deutlich häufiger als gedacht sogar konkurrenzfähig. Doch ist jedem klar, dass Fitzpatrick auf der einen Seite nur eine Kurzzeitlösung ist; und auf der anderen Seite ist es auch kein Geheimnis, dass die Fitzmagic selten von Dauer ist und sich in der Regel früher oder später in grausame Interceptions verwandelt.

Die Dolphins, das war immer der Kern des Umbruchs, sind auf der Suche nach ihrer langfristigen Quarterback-Lösung. Jetzt haben sie den Luxus, dass sie in Fitzpatrick eine Übergangslösung und in Josh Rosen dahinter sogar einen (womöglich langfristigen?) Backup haben. Ein Schnellschuss ist also nicht nötig, es geht darum, langfristig die richtige Lösung zu finden.

Offensive Line: Wer war Miamis bester Offensive Lineman in der vergangenen Saison? Diese Ehre dürfte Daniel Kilgore zukommen, ein durchschnittlicher Center. Danach ist der Absturz enorm. Michael Deiter hatte eine bisweilen desolate Rookie-Saison und bildete mit Evan Boehm das wohl mit Abstand schlechteste Guard-Duo der Liga. Beide Tackle-Positionen müssten eigentlich ebenfalls adressiert werden.

Die Dolphins sind an dem hochspannenden Punkt ihres Umbruchs, dass jetzt alle Ressourcen, ob Draft oder Cap Space, da sind, um die Weichen für eine große Zukunft zu stellen. Jetzt müssen die Personalentscheidungen sitzen, und abgesehen vom Quarterback beginnt das mit der Offensive Line.

Defensive Line: Vorjahres-Erstrunden-Pick Christian Wilkins soll ein Eckpfeiler für eine neue Defensive Line werden - alleine tragen kann er sie nicht. Zu häufig wurden die Dolphins hier physisch dominiert, viel zu selten konnten sie Druck auf den Quarterback ausüben. Wilkins ist ein guter Start und dürfte sich auch noch steigern, um ihn herum aber braucht es deutlich mehr Qualität.

Cornerback: Dass Xavien Howard als Nummer-1-Corner eingeplant ist, haben die Dolphins mit dem neuen Vertrag klar gemacht. Doch was kommt dann? Rookie-Überraschung Nik Needham könnte sich entwickeln und sollte dafür auch die Gelegenheit bekommen. Ansonsten aber gibt es nicht einmal sonderlich viel junges Potenzial, das man weiter heranführen sollte. Und das in einer Defense, die - sofern sie sich unter Coach Brian Flores an die Patriots-Philosophie anlehnt - Cornerbacks stark in den Fokus setzt.

Running Back: Es wäre nicht wirklich ein Hot Take, würde man Kalen Ballage als schlechtesten Starting-Running-Back der vergangenen Saison bezeichnen. Der 2018er Viertrunden-Pick hatte immense Probleme, selbst wenn man die schwache Offensive Line einberechnet. Die Dolphins sollten hier in einer der mittleren Draft-Runden einen Running Back auswählen, womöglich ergänzt durch eine günstige Free-Agent-Lösung wie etwa Carlos Hyde.

Mögliche Team-Fits: Man darf mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass die Dolphins im Draft auf ihren Quarterback der Zukunft gehen werden. Wer das letztlich ist und wie viel Draft-Kapital sie dafür ausgeben müssen wird sich zeigen, sicher ist aber: Miami wird selbst mit einem exzellenten Draft die Offensive Line nicht nur allein darüber reparieren können.

In einen der Top-O-Liner zu investieren, die dann letztlich tatsächlich auch auf den Markt kommen, könnte sich also lohnen. Joe Thuney, den Brian Flores noch aus New England kennt, wäre so ein Kandidat. Jack Conklin ist ebenfalls interessant, doch können die Titans ihren Right Tackle nicht bezahlen, wird der einen enorm überhitzten Markt kreieren.

Auch in der Defensive Line könnte es sich für Miami lohnen, bereits vor dem Draft zu investieren. Die ganz großen Namen wie Jadeveon Clowney werden wohl nicht auf den Markt kommen - sollte es San Francisco nicht schaffen, Arik Armstead zu halten, wäre der eine sehr interessante Option. Gleiches gilt für die Chiefs und Chris Jones, die Texans und D.J. Reader oder die Jaguars und Yannick Ngakoue.

Das wären Spieler, die nicht nur den Umbruch vorantreiben, sondern auch langfristig Säulen des Teams werden könnten. Doch gäbe es auch hier die Möglichkeit für etwas ältere und dementsprechend günstigere Übergangslösungen, wie etwa Everson Griffen oder Derek Wolfe. An Cap Space jedenfalls mangelt es in South Beach genauso wenig wie an Draft-Kapital. Jetzt müssen diese Ressourcen sinnvoll investiert werden.

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