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NFL Week 12 Roundup: Patriots gewinnen Defensiv-Schlacht gegen Cowboys - Verrücktes Finish für Saints

Von SPOX
Stephon Gilmore überragte beim Sieg der Patriots über die Cowboys.

Woche 12 in der NFL brachte das nächste offensive Debakel für die Eagles, die zuhause gegen die Seahawks verloren. Die Raiders gingen überraschend bei den Jets komplett baden, die Saints mussten bis zur letzten Sekunde gegen Carolina zittern und die Patriots rangen die Cowboys in einer Wasserschlacht nieder.

NFL Recaps und Highlights Week 12

Bye-Week: Chiefs, Cardinals, Vikings, Chargers.

Philadelphia Eagles (5-6) - Seattle Seahawks (9-2)

Ergebnis: 9:17 (3:7, 0:3, 0:0, 6:7) BOXSCORE

  • Bereits ehe es um 13 Uhr Ostküsten-Zeit in gleich neun Spielen parallel losging, dominierte diese Partie die Schlagzeilen - und das aufgrund der Nachrichten aus dem Lazarett: Während Seattle kurzfristig auf Jadeveon Clowney (Hüfte/Bauchmuskulatur) verzichten musste, fehlten den Seahawks die beiden Top-Receiver Alshon Jeffery und Nelson Agholor, Running Back Jordan Howard und Right Tackle Lane Johnson.
  • Die Story nach dem Kickoff war dann vor allem Eagles-Quarterback Carson Wentz. Wentz (33/45, 256 DS, TD, 2 INT, 2 FUM Lost), der bereits in der Vorwoche gegen die Patriots sein bis dato ohne Frage schlechtestes Saisonspiel hingelegt hatte, knüpfte zum Leidwesen der Eagles-Fans gegen Seattle daran an.
  • Wentz überwarf einen komplett offenen Miles Sandes in der Red Zone und ließ noch mehrere Overthrows - im zugegebenermaßen starken Wind von Philly - im weiteren Spielverlauf folgen. Er hielt den Ball zu lange und warf eine üble Interception bei einem kurzen Pass nach links sowie eine weitere direkt zu Seahawks-Corner Tre Flowers. Es war insgesamt ein ausgesprochen schlechtes Spiel der personell limitierten Eagles-Offense - und doch hielt Seattle Philly im Spiel.
  • Russell Wilson (13/25, 200 YDS, TD, INT) und Co. hatten eigentlich einen sehr guten Start in die Partie. Ein perfekt platzierter Flea Flicker von Wilson zu Malik Turner führte zum ersten Touchdown der Partie; bereits in der Folge aber ging es los: Wilson überwarf einen komplett offenen Receiver in der Endzone, die Seahawks sammelten zahlreiche Strafen, ein abgefälschter Wilson-Ball in der zweiten Hälfte landete schließlich bei der Eagles-Defense und direkt nachdem Eagles-TE Dallas Goedert gefumbelt hatte, ließ auch Chris Carson bei der Ballübergabe das Ei zum Turnover fallen.
  • So war dieses Spiel deutlich länger eng als es vor allem die Eagles-Offense verdient gehabt hätte; erst Rashad Pennys 58-Yard-TD sorgte für eine beruhigende Führung. Wentz, der zwischenzeitlich auch in der Kabine behandelt werden musste, hatte merklich keine Chemie mit seinen Backup-Receivern, die Eagles warfen kaum überhaupt mal tief und Philly bekam auch sonst offensiv wenig auf die Reihe. Es war auch weniger die eigene Defense als Fehler der Seahawks, die dieses Spiel offen hielten. Das Endergebnis spiegelte nach Phillys spätem Touchdown das Kräfteverhältnis auf dem Platz nicht ausreichend deutlich wieder.

New Orleans Saints (9-2) - Carolina Panthers (5-6)

Ergebnis: 34:31 (14:6, 3:9, 14:9, 3:7) BOXSCORE

  • Zunächst deutete alles auf eine Saints-Machtdemonstration hin, wie man sie in New Orleans, nicht zuletzt innerhalb der eigenen Division, nur zu häufig schon beobachten konnte. Carolina brachte keinen Pass-Rush zustande, Drew Brees (30/39, 311 YDS, 3 TD, INT) fand offene Receiver und ein Fehler beim Punt-Return brachte New Orleans zusätzlich in sehr gute Field Position. Die Hausherren führten schnell mit 14:0.
  • Doch Carolina, das in der Vorwoche noch zuhause gegen Atlanta ein Debakel erlebt hatte, ließ sich nicht beirren. Kyle Allen (23/36, 256 YDS, 3 TD) spielte vielmehr eine sehr gute Partie und Carolina antwortete mit seinerseits drei Scoring-Drives in Folge zum Ende der ersten Hälfte. D.J. Moore (6 REC, 126 YDS, 2 TD) hatte dabei ein weiteres Big Play und drei Sekunden vor Ende des zweiten Viertels fand Allen via Play Action McCaffrey zum Touchdown - es war längst wieder ein enges Spiel!
  • New Orleans versuchte in der zweiten Hälfte dann alles, um den Deckel auf diese Partie zu bekommen. Zwei schnelle Touchdown-Drives über 62 und 75 Yards, maßgeblich geprägt von Alvin Kamara im Passspiel (9 REC, 48 YDS), reichten allerdings nicht aus - die Panthers hielten schlicht Schritt!
  • Und dann schien die Partie tatsächlich kippen zu können. Eine Interception von Brees bei einem langen Third Down über die Mitte in Coverage öffnete die Tür für einen sehenswerten Pass von Allen zu Moore bei 4th&Goal - Carolina glich aus! Direkt danach erzwang die Panthers-Defense den Turnover on Downs und Carolina marschierte in Field-Goal-Reichweite - doch aus 28 Yards verschoss Slye. Im Gegenzug gab es eine Vintage-Brees-Vorstellung, der in diesem Spiel aber auch erneut Schwächen offenbarte. Schnelle Pässe zu Kamara und Michael Thomas führten die Saints in knapp zwei Minuten über das Feld, aus 33 Yards traf Will Lutz in der Schlusssekunde den Game-Winner!
  • Für die unschöne Szene der Partie hatte derweil Cam Jordan gesorgt. New Orleans' Star-Pass-Rusher kam bei einem Play spät in der ersten Hälfte bei Allen an, als der bereits zum Sack gestoppt und das Play auch abgepfiffen war. Jordan visierte trotzdem den Ball in Allens Arm an - doch als er dann direkt vor Allen angekommen war, zog er den Ellbogen hoch und verpasste Allen so einen ordentlichen Schlag gegen die Facemask. Gut möglich, dass hier noch eine nachträgliche Strafe kommt.

Cincinnati Bengals (0-11) - Pittsburgh Steelers (6-5)

Ergebnis: 10:16 (0:0, 7:3, 3:7, 0:6) BOXSCORE

  • Man hätte nur etwa zweieinhalb Minuten nach der Halbzeitpause in diese Partie einschalten müssen, um sehr schnell ein Gespür dafür zu bekommen, wie diese Partie für Pittsburghs Offense läuft: Zu diesem Zeitpunkt nämlich führten die Bengals mit 7:3, Mason Rudolph hatte acht Pässe angebracht und bereits einen Pick geworfen - und Devlin Hodges übernahm nach dem Bengals-Punt für Rudolph.
  • Hodges brauchte ganze zwei Pass-Plays, um mehr Passing-Yards auf dem Konto zu haben als Rudolph nach 16 versuchen: Sein zweiter Pass landete in den Armen von Washington, der einen langen Catch-and-Run hinlegte und 79 Yards in die Endzone marschierte. Spiel gedreht, und jeder, der es mit dem "Momentum" eines Spiels hält, sah dieses direkt auf die Steelers übergehen.
  • Doch war es nicht so, dass jetzt ein Knoten geplatzt wäre und die Steelers davonmarschieren würden. Vielmehr glichen die Bengals wenig später aus und das Spiel blieb eng: Mit 13:10 führten die Steelers Mitte des Schlussviertels, als Ryan Finley (12/26, 192 YDS, TD) Tyler Boyd tief für ein Big Play fand. Doch der verlor den Ball nachdem er bereits einen kurzen Move nach vorne gemacht hatte und Minkah Fitzpatrick schnappte sich den Fumble.
  • Pittsburgh konnte so in der Folge einige Zeit von der Uhr nehmen und per Field Goal in der Red Zone zumindest auf sechs Punkte davonziehen. Ein Strip-Sack durch die Steelers-Defense kurz danach beendete alle Träume vom ersten Saisonsieg der Bengals. Die spannendste Frage lautet jetzt: Startet Hodges nächste Woche statt Rudolph für die Steelers?

Washington Redskins (2-9) - Detroit Lions (3-7-1)

Ergebnis: 19:16 (3:0, 10:6, 0:7, 6:3) BOXSCORE

  • Dwayne Haskins hat den ersten Sieg seiner jungen NFL-Karriere, und Washingtons Rookie-Quarterback freute sich darüber offenbar so sehr, dass er bereits mit den Fans feierte, als noch der finale Kneeldown durchgeführt werden musste - den übernahm dann Routinier und Backup Case Keenum.
  • Das allerdings ist keineswegs als Kritik an dem jungen Quarterback zu verstehen, vielmehr zeigt es, welche Emotionen in Haskins das entscheidende Field Goal 16 Sekunden vor dem Ende freigesetzt hatte. Es war gleichzeitig irgendwie auch das passende Ende für eine von Fehlern, Turnovern und Unachtsamkeiten geprägte Partie.
  • Weder Jeff Driskel (20/33, 207 YDS, TD, 3 INT; 9 ATT, 63 YDS) noch Haskins (13/29, 156 YDS, INT; 3 ATT, 28 YDS, FUM) konnten ihre jeweilige Offense mit irgendeiner Konstanz bewegen. Nach Haskins' Fumble früh im Spiel verschossen die Lions kurz danach ihr Field Goal, im Gegenzug verfehlte Haskins den offenen Terry McLaurin in der Endzone. Fast folgerichtig kam der erste Touchdown der Partie durch einen 91-Yard-Kickoff-Return-TD von Washingtons Steven Sims zustande.
  • Der beste Drive der Partie gehörte dann Detroit direkt nach der Halbzeitpause, als Driskel Tight End Logan Thomas schließlich in der Red Zone zum Touchdown fand. Doch die letzten beiden Drives der Gäste endeten jeweils mit Driskel-Interceptions: Nummer zwei beendete die Partie, Nummer eins ermöglichte es Haskins, über sechs Plays für den Game-Winner in Field-Goal-Reichweite zu kommen.
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