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NFL Recap: New York Giants vs. Dallas Cowboys 18:37 - Barkley kaltgestellt! Cowboys gewinnen in New York

Von Jan Dafeld
Die Dallas Cowboys gewannen bei den New York Giants.

Die Dallas Cowboys (5-3) haben das "Monday Night Football"-Spiel gegen die New York Giants (2-7) mit 37:18 für sich entschieden und behalten somit die Führung in der NFC East. Die Offensive Line der Gäste machte in dem Division-Duell den Unterschied aus.

Dabei waren die Cowboys suboptimal ins Spiel gestartet: Gleich beim ersten Play des Spiels warf Dak Prescott (22/35, 257 YDS, 3 TD, INT, 3 CAR, 12 YDS) einen Pass direkt in die Arme von Giants-Safety Antoine Bethea, sodass New York den Ball an der gegnerischen Acht-Yard-Linie übernehmen konnte. Die Giants verbuchten allerdings nur fünf Yards und mussten sich mit einem Field Goal begnügen.

Dies stellte das gesamte Spiel über ein großes Problem für New York dar: Trotz fünf Trips in die gegnerische Red Zone schaffte die Offense rund um Quarterback Daniel Jones (26/41, 210 YDS, TD, INT, 6 CAR, 54 YDS, 2 FUM) nur einen Touchdown, vier Mal mussten sich die Giants mit Field Goals begnügen.

Nach einem kurzen Touchdown-Pass von Jones auf Cody Latimer (2 REC, 8 YDS, TD) sowie dem zweiten Field Goal von Aldrick Rosas lag New York zwei Minuten vor der Pause noch mit 12:3 in Führung, Blake Jarwin (1 REC, 42 YDS, TD) trug einen kurzen Pass von Prescott allerdings noch vor der Halbzeit zu einem 42-Yard-Touchdown in die gegnerische Endzone. Eine anschließende Interception von Xavier Woods ermöglichte Dallas durch ein 52-Yard-Field Goal zudem erneut Punkte, sodass die Gäste mit einer 13:12-Führung in die Pause gingen.

Barkley kommt kaum zur Entfaltung

Im zweiten Durchgang fand die Offense der Gäste besser ins Spiel. Durch Fehler von DeAndre Baker warf Prescott seine Touchdown-Pässe Nummer zwei und drei zu Michael Gallup (2 REC, 33 YDS, TD) und Amari Cooper (4 REC, 80 YDS, TD). Ezekiel Elliott (23 CAR, 139 YDS), der immer wieder große Lücken durch das Blocking der Cowboys nutzen konnte, konnte ebenso überzeugen.

Auf der Gegenseite blieb Saquon Barkley (14 CAR, 28 YDS, 6 REC, 67 YDS) mit Ausnahme einer langen Screen-Pass-Reception äußerst ineffektiv. Die Giants ließen ihren Star-Running-Back immer wieder zwischen den Tackles in schwere Boxen laufen, sodass sich kaum Raum für den 22-Jährigen ergab. Jones leistete sich im dritten Viertel durch einen Fumble einen weiteren Ballverlust. In den letzten Sekunden des Spiels verlor der Quarterback dann einmal mehr den Ball, der anschließende Touchdown-Return von Jourdan Lewis stellte schließlich den Endstand her.

Die Cowboys treffen in der kommenden Woche zuhause auf die Minnesota Vikings, während die Giants den Stadtrivalen, die New York Jets, empfangen.

New York Giants (2-7) - Dallas Cowboys (5-3) 18:37

Ergebnis: (3:3, 9:10, 3:3, 3:21) BOXSCORE

Giants vs. Cowboys - die wichtigsten Statistiken

  • Der Pass von Daniel Jones auf Golden Tate, inklusive spektakulärem One-Hand-Catch des Receivers, zu Beginn des zweiten Viertels war das erste erfolgreiche Third Down mit zehn oder mehr erforderlichen Yards gegen die Cowboys in dieser Saison. Zuvor hatte Dallas als einziges Team in der NFL bei 26 Versuchen null First Downs in diesen Situationen zugelassen. In der zweiten Halbzeit gelang New York das Kunststück sogar erneut.

  • Ball Security bleibt das große Thema rund um Daniel Jones. Gegen die Cowboys verlor der Rookie zum achten Mal in dieser Saison den Ball durch einen Fumble - kein Spieler in der NFL leistete sich mehr solcher Ballverluste.
  • Kein Team ist besser darin, späte Führungen im Spiel nach Hause zu bringen als die Cowboys. Die letzten 45 Spiele, in denen Dallas im letzten Viertel mit mindestens sieben Punkten in Führung lag, wurden allesamt gewonnen.

Der Star des Spiels: Die Offensive Line der Cowboys

Auch wenn Tyron Smith ab und an ungewöhnliche Probleme in der Pass-Protection offenbarte: Die Cowboys gewannen das Duell an der Line of Scrimmage in der Offensive klar für sich, sowohl im Run- als auch im Pass-Game. Travis Frederick, Zack Martin und Co. öffneten immer wieder riesige Lücken für Elliott und Tony Pollard, die auf mehr als 6 Yards pro Run kamen. Auch Prescott hatte in der Pocket immer wieder viel Zeit, stand nur selten unter Druck und musste keinen einzigen Sack hinnehmen.

Der Flop des Spiels: DeAndre Baker, CB, Giants

Die durchwachsene Saison des Rookies setzte sich auch gegen die Cowboys fort. Baker verpasste Prescotts Pass beim zweiten Touchdown der Cowboys haarscharf und ermöglichte Gallup so einen freien Lauf in die Endzone. Kurz darauf wurde eine - zugegeben streitbare - Pass-Interference-Strafe gegen ihn zu einem Big Play für Dallas. In der entscheidenden Schlussphase spielte der Cornerback dann Zone- statt Man-Coverage gegen Cooper und ermöglichte diesem so den dritten Touchdown der Gäste, welcher praktisch die Vorentscheidung markierte.

Analyse: Giants vs. Cowboys - die Taktiktafel

  • Dallas setzte in der ersten Halbzeit überdurchschnittlich stark auf Play Action. Die Cowboys brachten die Giants-Linebackers so immer wieder dazu, zu lange in der Nähe der Line of Scrimmage zu bleiben. So ergaben sich immer wieder Möglichkeiten zu kurzen Pässen, ganz besonders zu Tight End Jason Witten.
  • Defensiv fokussierten sich die Gäste stark auf das Run-Game und wollten Daniel Jones offenbar dazu zwingen, das Spiel durch die Luft zu gewinnen. Dallas spielte auch ohne den verletzten Leighton Vander Esch viel Base Personell und stellte konstant sieben oder mehr Verteidiger in die Box.
  • Jones konnte die aggressive Inside-Run-Defense der Cowboys einige Male über RPOs ausnutzen. Da sich auch die Defensive Ends oft auf Barkley konzentrierten, gelangen dem Quarterback mehrere Runs nach außen, mit denen er First Downs erreichte.
  • Die Special Teams der Cowboys erwischten einen schlechten Abend. In der Punt- und besonders in der Kick-Coverage offenbarten die Gäste immer wieder klare Schwächen, Cody Latimer sorgte als Returner so mehrfach für gute Feldposition der Giants.
  • New Yorks Red-Zone-Offense bereitete den Giants große Probleme. Da New York den Ball kaum gelaufen bekam, agierten die Gäste in diesem Bereich des Feldes zu ineffektiv. Aus fünf Red-Zone-Trips nahm das Shurmur-Team gerade mal einen Touchdown und 18 Punkte mit. Zu wenig.
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