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NFL Recap: Green Bay Packers vs. Detroit Lions 23:22 - Spätes Comeback lässt Packers jubeln

Die Green Bay Packers haben die Detroit Lions im Monday Night Game von Woche 6 geschlagen.

Die Green Bay Packers haben ihr Heimspiel in Woche 6 gegen die Detroit Lions mit einem Field Goal ganz am Ende gewonnen. Überschattet wurde das Spiel allerdings durch eine Reihe von Schiedsrichter-Fehlentscheidungen zu Ungunsten der Gäste.

Die Lions gingen mit Vollgas ins Spiel: Das erste Play war direkt ein Flea-Flicker von Matthew Stafford auf Kenny Golladay über 66 Yards. Der Drive allerdings endete nur mit einem Field Goal. Der zweite Lions-Drive begann mit einem 58-Yard-Pass von Stafford auf Marvin Hall, anschließend sorgte Kerryon Johnson mit einem Touchdown-Lauf von der 1 bei 4th and Goal für eine schnelle 10:0-Führung. Und nach einem Fumble von Aaron Jones erhöhten die Lions mit einem weiteren Field Goal sogar auf 13:0.

Danach allerdings riss den Lions der Faden. Sie stoppten den ersten guten Drive der Packers in der eigenen Red Zone, doch beim vermeintlichen Field-Goal-Versuch der Hausherren wurden die Lions mit zwölf Mann auf dem Feld erwischt. Die 5-Yard-Strafe reichte für ein neues 1st Down Green Bays und Aaron Rodgers bedankte sich mit einem kurzen Touchdown-Pass auf Jamaal Williams. Zur Pause stand es schließlich 13:10 für Detroit.

Das Momentum der Packers übertrug sich in die zweite Hälfte und führte zum Ausgleich durch ein Field Goal von Mason Crosby. Wenig später jedoch drohte das Momentum zu kippen, denn Darrius Shepherd verlor direkt nach Fangen des Punts einen Fumble tief in der eigenen Hälfte. Detroit machte daraus jedoch auch nur das dritte Field Goal von Matt Prater zum 16:13 für die Gäste.

Die Lions legten in der Folge ein 51-Yard-Field-Goal nach und dann war es Justin Coleman, dem vielleicht das Play des Spiels gelang: Die Packers rückten durch einen 46-Yard-Catch von Marquez Valdes-Scantling in die Red Zone vor und bei 3rd Down fand Rodgers Shepherd, der auf den Rücken fiel. Der Ball sprang in die Luft und Coleman schnappte sich die Interception, die er bis in die gegnerische Hälfte trug. Anschließend traf Prater auch aus 54 Yards und stellte damit eine Führung von 2 Scores her.

Schiedsrichter-Entscheidungen bringen Packers auf Kurs

Rodgers kam jedoch aggressiv zurück und fand wenig später Allen Lazard für einen 35-Yard-Touchdown-Pass samt starkem Catch unter Druck. Allerdings hätten die Lions die Packers zuvor schon nahe der Mittellinie bei 3rd Down gestoppt, wenn die Schiedsrichter nicht eine Phantom-Hands-to-the-Face-Strafe gegen Trey Flowers bei einem Sack gegen Rodgers ausgesprochen hätten. Eine von zahlreichen fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen, aber vielleicht die entscheidende im Spiel.

Green Bay gelang ein Stopp und Rodgers bekam noch ein Mal den Ball und führte sein Team in Field-Goal-Reichweite. Anschließend ließen die Packers die Zeit herunterlaufen und gewannen Spiel mit einem Field Goal von Crosby. Überschattet wurde dies allerdings erneut durch eine Fehlentscheidung der Schiedsrichter, die den Packers mit unter zwei Minuten ein 1st Down schenkten mit einer weiteren Hands-to-the-Face-Strafe gegen Flowers, der abermals nur die Schulter des O-Liners berührte.

Green Bay Packers (5-1) - Detroit Lions (2-2-1)

Ergebnis: 23:22 (0:10, 10:3, 3:6, 10:3) BOXSCORE

Packers vs. Lions - die wichtigsten Statistiken

  • Der 35-Yard-Touchdown-Pass von Aaron Rodgers zu Allen Lazard flog 50,4 Air Yards und Lazard hatte nur 0,5 Yards Seperation zu Coleman - Next Gen Stats nennt dies eine "Dime"-Completion. Die Wahrscheinlichkeit auf einen Catch in dieser Situation betrug nur 18,7 Prozent - die unwahrscheinlichste Completion für Rodgers in dieser Saison.
  • Die Lions hatten 8 Targets für Running Backs, was eher untypisch ist für dieses Team. In den ersten vier Spielen der Saison hatten sie ganze 18 Targets (4,5 pro Spiel). Der Ertrag gegen Green Bay: 34 Yards auf 4 Receptions.
  • Die Packers liefen für 170 Yards als Team. Herausragend war dabei Jamaal Williams, der allein für 104 Yards lief (14 CAR). Zudem fing er noch 4 Receptions für 32 Yards (TD).

Der Star des Spiels: Aaron Rodgers (Packers)

Trotz zahlreicher Drops seiner Receiver hielt Rodgers stets den Fuß auf dem Gas, machte teils äußerst komplizierte Würfe - allen voran der Dime-Touchdown auf Lazard - und blieb wie üblich cool. Sein Game-Winning-Drive ganz am Ende, der zudem über 6 Minuten an Zeit killte, war der 21. seiner Karriere und der sechste gegen die Lions.

Der Flop des Spiels: Die Schiedsrichter-Leistung

Sicherlich muss kritisiert werden, dass die Lions wenig aus ihren Red-Zone-Chancen gemacht haben. In drei Trips gelang nur ein Touchdown, was gegen die Packers in der Regel zu wenig ist. Doch der Touchdown von Allen wäre nicht passiert, hätten die Schiedsrichter nicht eine absolut legale Situation von Flowers mit einem 1st Down für Green Bay bestraft. Und die Lions hätten ganz am Ende nochmal den Ball mit mehr als 90 Sekunden auf der Uhr bekommen, wenn nicht die essenziell gleiche Fehlentscheidung wiederholt worden wäre. Zudem wurde eine recht klare Pass Interference von einem Packers-Cornerback im vierten Viertel vor dem finalen Packers-Drive bei 3rd Down nicht geahndet.

Analyse: Packers vs. Lions - die Taktiktafel

  • Die zwei längsten Pässe der Lions vor der Pause (66 Yards auf Golladay, 58 Yards auf Hall) waren beide die Folge von Misdirection. Der Deep Ball auf Golladay war das Ergebnis eines Flea-Flickers, bei dem die Defense voll auf Lauf gegangen war. Und vorm Pass auf Hall spielten die Lions Play Action, ebenfalls sehr überzeugend.
  • Die Packers forcierten immer wieder das Laufspiel, taten dies aber nicht immer aus herkömmlichen Lauf-Formationen. Beim 45-Yard-Lauf von Williams in der ersten Hälfte lief dieser etwa aus der Shotgun, während die Packers eine Trap stellten. Der entsprechende Defensive Tackle lief rein, sodass sich an der Line schon eine beträchtliche Lücke auftat. Hinzu kam, dass Williams seinem Linebacker in der Situation mit einem Cut auswich und dann freie Bahn hatte.
  • Der Touchdown-Pass von Rodgers auf Williams war ein Tap-Pass, nachdem Williams im Slot aufgestellt war und per Jet-Sweep nach innen zog. Anschließend setzten vor allem die Receiver auf der linken Seite wichtige Blocks, während sich Williams gegen ein paar Tackler energisch durchsetzte.
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