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NFL

NFL 100: Die größten Dynasties der Geschichte

Die 49ers, Patriots und Packers prägten lange Zeit die NFL.

San Franciso 49ers 1981-1994

Die größten Highlights in der Geschichte der San Francisco 49ers bis 1978 waren zwei NFC-Championship-Teilnahmen Anfang der 70er Jahre. Hinzu kamen zwei Teilnahmen an den Playoffs der All-American Football Conference in den 40er und 50er Jahren. Das alles jedoch sollte sich mit der Ankunft von Head Coach Bill Walsh ändern.

Der kam 1979 von der Stanford University und sorgte gleich mal für Aufsehen in seinem ersten Draft. Entgegen der Empfehlungen seines Trainerstabs nämlich bestand er darauf, in der dritten Runde einen Quarterback zu ziehen, obwohl mit Steve De Berg bereits ein etablierter Starter vorhanden war und die 49ers diverse andere Baustellen hatten.

Walsh setzte sich durch und wählte Notre-Dame-Star Joe Montana, den er als Ideallösung für seine West Coast Offense sah, die auf Rhythmus und präzise Abstimmung zwischen Quarterback und seinen Receivern basierte.

Die Geschichte zeigt, dass Walsh absolut richtig lag, denn nach zwei schwierigen ersten Jahren belohnte Montana das in ihn gesetzte Vertrauen und führte die Niners zu deren erstem Super-Bowl-Triumph 1981. Er wurde zum MVP des Spiels gewählt und Walch zum Coach des Jahres. Zuvor schrieben Montana und Wide Receiver Dwight Clark Geschichte: Im NFC Championship Game gegen die Cowboys entschied das Duo das Spiel mit "The Catch", einem der legendärsten Spielzüge in der Geschichte der NFL.

Unter heftigem Druck warf Montana den Ball ohne die Endzone wirklich zu sehen kurz vor Ende des Spiels entgegen seiner Laufrichtung einfach Richtung Endzone, wo Dwight Clark irgendwie als einziger an den Ball kam. Er brachte auch noch beide Füße in die Endzone und ließ damit Candlestick Park, das damalige Stadion des Teams, beben. Es war die Geburtsstunde dieser Dynasty.

Nach einer Pleite im NFC Championship Game 1983 kehrte San Francisco 1984 ins große Spiel zurück und schlug die Dolphins für den zweiten Titel. Es folgten drei frühe Playoff-Pleiten, ehe das Team gewissermaßen in seinen letzten Atemzügen noch die Super Bowls XXIII und XXIV gewann. Der vierte Titel der Ära allerdings gelang unter dem neuen Head Coach George Seifert, der zuvor als Defensive Coordinator unter Walsh gearbeitet hatte. Walsh zog sich derweil ins Front Office zurück.

Die MVP-Titel in den Super Bowls gingen an Montana - zum dritten Mal - sowie Wide Receiver Jerry Rice, der 1985 als Erstrundenpick dazu gestoßen war und 1987 zum Offensive Player of the Year avancierte.

Montana selbst schaffte es 1990 noch, seinen ersten und einzigen MVP Award einzustreichen, doch das NFC Championship Game ging gegen die New York Giants, die später den Super Bowl gewannen, verloren.

Es war zugleich Montanas letzte Saison als Starter der 49ers. Eine schwere Rückenverletzung ließ ihn die komplette Saison 1991 verpassen und 1992 kam er nur noch auf ein Spiel. Der Weitsicht von Walsh war es allerdings zu verdanken, dass diese Jahre keineswegs zum Desaster für die Niners wurden. Bereits 1987 nämlich fädelte der Coach einen Trade für Quarterback Steve Young ein, der letztlich auch Nachfolger von Montana wurde.

Dank Young reichte es immerhin zu zehn Siegen 1991, 1992 führte er San Francisco sogar als MVP ins NFC Championship Game, das wie ein Jahr später jeweils gegen die Cowboys verloren ging. Eine weitere MVP-Saison Youngs endete 1994 im fünften Super-Bowl-Triumph der Franchise. Young wurde zudem Super Bowl MVP in einem 49:26-Schützenfest über die San Diego Chargers. Cornerback Deion Sanders wurde zudem zum Defensive Player of the Year gewählt.

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