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NFL

NFL 100: Die größten Dynasties der Geschichte

Die 49ers, Patriots und Packers prägten lange Zeit die NFL.

Miami Dolphins 1971-1995

Die Miami Dolphins wurden 1966 als AFL-Franchise gegründet und spielten dann nach dem Merger ab 1970 in der AFC East. Im selben Jahr übernahm ein gewisser Don Shula als Head Coach. Die Dolphins erreichten direkt als Zweiter ihrer Division die Playoffs, ehe es ein Jahr später mit dem ersten Division-Titel sogar in den Super Bowl ging, den sie allerdings gegen Johnny Unitas und seine Baltimore Colts verloren.

Davon ließen sich die Dolphins aber nicht beirren und schlugen ein Jahr später fulminant zurück. Das Team um Hall-of-Famer wie Quarterback Bob Griese, Running Back Larry Csonka und dem kürzlich verstorbenen Linebacker Nick Buoniconti legte die erste Perfect Season (14-0 in der Regular Season) in der Geschichte der NFL hin und gewann letztlich den Super Bowl gegen die Redskins. Ein Jahr später folgte dann direkt die erfolgreiche Titelverteidigung durch einen klaren Erfolg über die Minnesota Vikings.

Dass es nicht zu weiteren Championships in der Shula-Ära gereicht hat, war dann dem Umstand geschuldet, dass man in den 80ern den Redskins und 49ers jeweils in Super Bowls unterlag. Dennoch hielt die große Ära bis Mitte der 90er Jahre an, in denen etwa Hall-of-Fame-Quarterback Dan Marino das Geschehen prägte und 1984 zum MVP avancierte.

Die Shula-Ära steht letzten Endes für zwei Super-Bowl-Siege, die einzige vollends perfekte Saison der Liga sowie 16 Playoff-Teilnahmen in 26 Jahren. Hinzu kamen zahllose persönliche Awards für Spieler und Shula selbst.

Dallas Cowboys 1992-1995

Bei der Nennung der Dallas Cowboys sollte nicht unerwähnt bleiben, was diese Franchise in Zeiten von Head Coach Tom Landry geleistet hat. Von 1960 bis 1988 führte er sein Team zu fünf Super Bowls und gewann zwei davon. Zudem standen die Cowboys in den 60ern zweimal im NFL Championship Game und verloren zweimal gegen die Packers.

Nach Landry folgte schließlich Head Coach Jimmy Johnson, der das Team nach drei Losing Seasons übernahm und in seinem ersten Jahr 1989 1-15 war, die schlechteste Bilanz in der Geschichte der Franchise. Überschattet wurde die Spielzeit freilich vom legendären Herschel-Walker-Trade, der etliche Draftpicks nach Dallas brachte.

Nach weiteren Trades zogen die Cowboys dadurch schließlich Running Back Emmitt Smith in der ersten Runde des Drafts 1990. Smith wurde zum Offensive Rookie of the Year und Jimmy Johnson zum Coach of the Year für einen sehenswerten Turnaround von 1-15 zu 7-9. Ein Jahr später ging es sogar wieder in die Playoffs, obgleich in der Divisional Round Schluss war.

Mit Smiths Ankunft hatte Dallas indes seine legendären Triplets ("Drillinge") zusammen - 1988 wurde Wide Receiver Michael Irvin in der ersten Runde gedraftet, 1989 Quarterback Troy Aikman. Angeführt von diesen dreien gab es ab 1992 kein Halten mehr. Die Cowboys zerstörten die Bills in Super Bowl XXVII mit 52:17 und kehrten auf den Thron zurück, den sie auch ein Jahr später - erneut gegen Buffalo - nicht wieder hergaben.

Smith wurde zum MVP und Super Bowl MVP 1993 gewählt und erinnerte nochmal mit Nachdruck an die Wichtigkeit des Dreiergespanns. Für Johnson war es indes die letzte Saison in Texas, denn nach Streitigkeiten mit Teameigner Jerry Jones trennten sich die Wege "in beiderseitigem Einvernehmen", wie es schon damals so schön hieß.

Johnson sollte später noch ein paar Jahre die Miami Dolphins trainieren, während Jones den früheren Erfolgs-Coach der Oklahoma Sooners, Barry Switzer, aus dessen Ruhestand holte.

Das Team wiederum blieb weitestgehend zusammen, ein Titel-Hattrick wurde ihm jedoch verwehrt. Die Cowboys unterlagen den San Francisco 49ers im NFC Championship Game, was zu größeren Personalveränderungen führte. Ein Grund dafür war auch die 1993 neu eingeführte Free Agency, die es grundsätzlich allen Teams schwerer machen sollte, ihre Topleute zu halten und langjährige Dynasties allzu lang am Leben zu halten. Mehr Parität war das Ziel.

Dennoch kehrten die Cowboys noch einmal auf den Thron zurück und gewannen Super Bowl XXX gegen die Pittsburgh Steelers. Dadurch zogen die Cowboys mit den 49ers nach Super-Bowl-Siegen (5) gleich. Überholt wurden sie seither nur von den Steelers und New England Patriots (beide 6).

Damit allerdings endete auch die neuerliche Cowboys-Ära, denn seither gewannen die Cowboys bis 2019 ganze vier Playoff-Spiele - bei elf Teilnahmen.

Pittsburgh Steelers 1972-1979

Von 1933 bis 1968 war Pittsburgh nichts Besonderes auf der NFL-Landkarte. Das Team erreichte nur ein einziges Mal die NFL-Playoffs (1947) und unterlag den Rivalen aus Pennsylvania, den Philadelphia Eagles.

Das sollte sich jedoch mit der Ankunft von Head Coach Chuck Noll 1969 ändern. Auch der hatte freilich einen holprigen Start (1-13), brachte jedoch mit "Mean" Joe Greene den Defensive Rookie of the Year sowie einen späteren Eckpfeiler seiner Dynasty hervor.

Das erste echte Lebenszeichen dieser Franchise war dann die Saison 1972. Die Steelers gewannen erstmals die AFC Central und verloren erst im AFC Championship Game gegen die Dolphins. Wie dominant sie damals über die komplette Spielzeit auftraten, beweist indes diese Liste: Noll wurde zum Coach of the Year gewählt, Running Back Franco Harris war der Offensive Rookie of the Year und Greene der Defensive Player of the Year.

Nach einer weiteren Playoff-Teilnahme 1973 gelang der endgültige Durchbruch 1974. Die Steelers gewannen Super Bowl IX gegen die Vikings und räumten erneut Awards ab: Linebacker Jack Lambert wurde zum Defensive Rookie of the Year gewählt, Greene räumte erneute den Defensive-Player-Award ab. Und Harris war der Super Bowl MVP

Die Dominanz des "Steel Curtains", wie die Defense der Steelers seinerzeit genannt wurde, hielt auch ein Jahr später an. Erneut gewann das Team den Super Bowl (gegen die Cowboys), erneut stellten sie den Defensive Player of the Year: Cornerback Mel Blount. Super Bowl MVP wurde Wide Receiver Lynn Swann.

Nach zwei Jahren ohne Titel setzten die Steelers ihre Titeljagd 1978 mit einem weiteren Erfolg über die Cowboys fort. Quarterback Terry Bradshaw räumte MVP und Super Bowl MVP Awards ab und wiederholte Letzteres in Super Bowl XIV gegen die Los Angeles Rams.

Das Bemerkenswerte an den genannten Spielern: Alle - neben zahlreichen weiteren Teamkollegen - sind mittlerweile in Canton/Ohio verewigt. Noll - ebenfalls in der Hall of Fame - coachte das Team insgesamt 23 Jahre bis 1991 und übergab schließlich nahtlos an Bill Cowher, der die Steelers in seinen 15 Jahren im Amt zu zwei weiteren AFC Championships und dem Triumph in Super Bowl XL führte.

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