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NFL

Draft: Die Running-Backs-Spezialisten - der wahre Wert der Klasse

Wo liegt der diesjährige Wert der Running-Back-Klasse?

NFL-Draft 2019: Welche Spezialisten gibt es?

Running Backs, die einem wirklich als Receiver und als Runner weiterhelfen, sind selten - Johnson und Kamara oder beispielsweise auch Kareem Hunt, zeigen aber, dass man sie auch etwas später im Draft finden kann. Es gibt auch in diesem Jahr Kandidaten, die als Mid-Round-Pick in diesem Jahr eine ähnliche Rolle einnehmen könnten; Miles Sanders, der Saquon Barkley bei Penn State beerbte, wäre mein erster Kandidat dafür.

Aber es gibt auch Spieler, die vermutlich ein gutes Stück weit später erst gedraftet werden, weil sie eben keine 3-Down-Backs sind, sondern Spezialisten - Spezialisten für das Passing Game. Hier liegt in meinen Augen der Wert der Position, wenn wir davon sprechen, im Jahr 2019 einen Running Back zu draften.

Natürlich kann einem ein Glücksgriff wie Johnson oder Kamara gelingen. Eine Strategie ist das aber nicht. Wenn man aber von einer Strategie sprechen will, dann sehe ich den Value darin, sich in den mittleren bis späten Runden auf die Spezialisten zu fokussieren. Und die gibt es auch im diesjährigen Draft, auch wenn man sie in den meisten Mock Drafts und Draft Boards teilweise gar nicht, teilweise erst sehr spät finden wird.

Eine Übersicht über einige dieser Kandidaten:

James Williams, Washington State

Receiving-Stats 2018: 83 REC, 613 YDS, 4 TD, 1,59 Yards/gelaufene Route (Rang 14).

Der einzige Back hier, der auch in meiner Running Back Top-10 auftaucht. Williams hat etwas von Patriots-Back James White, und während er als Runner noch ein gutes Stück roher ist, ist er mit dem Ball in der Hand noch elektrisierender.

Williams ist unfassbar agil, er hat wahnsinnig schnelle Füße und Hüften, wenn er in den freien Raum kommt ist er extrem schwer zu greifen. Als Receiver hat er sehr gute Hände, er hat die Athletik in der Route - und ich wäre ernsthaft überrascht, wenn Williams als Third-Down-Back in der NFL keine Rolle hätte.

Kenny Young, Miami (OH)

Receiving-Stats 2018: 42 REC, 384 YDS, 4 TD, 2,57 Yards/gelaufene Route (Rang 3).

Ein prototypischer Receiving-Back. Young läuft Routes aus dem Backfield, aber vor allem auch aus dem Slot. Seine Routes kommen mit beachtlicher Präzision, er zeigt scharfe Cuts und läuft seine Routes generell einfach sauber und mit gutem Timing. Dabei durfte er für Miami einen vergleichsweise ausgeprägteren Route Tree laufen und taucht konstant auch Downfield auf.

Das war einer der zentralen Takeaways bei seinem Tape. Young ist ein Running Back, der als vertikaler Receiver eingesetzt wurde, und das gibt es in dieser Klasse mit dieser Häufigkeit einfach nicht allzu oft.

Er hat tolle Hände, er wurde als Motion-Spieler eingesetzt, um Matchups zu erzwingen und er zeigt schnelle Füße und Tempowechsel. Mich erinnerte sein Tape an Clevelands Duke Johnson, wenngleich Young als Runner noch merkliche Defizite hat.

Bruce Anderson, North Dakota State

Receiving-Stats 2018: 12 REC, 199 YDS, 3 TD.

Andersons Tape hat mir unheimlich gut gefallen. Seine Zahlen als Receiver reißen niemanden vom Hocker, aber das lag auch daran, dass er als Receiver nicht ansatzweise so eingesetzt wurde, wie seine gezeigten Fähigkeiten es gerechtfertigt hätten. Anderson zeigt sehr gute Hände, er findet den Ball unheimlich gut in der Luft und ist allein als Receiver wahnsinnig spannend. Er beschleunigt in seinen Routes schnell und ist kann seine Route gegebenenfalls dem Pass anpassen.

Eigentlich gehört Anderson streng genommen gar nicht in diese Liste, er hat in meinen Augen das Potential zum 3-Down-Back. Denn auch als Runner gefällt Anderson mir sehr gut.

Er hat eine gute Balance, er läuft mit Power, er hat schnelle Füße und navigiert so durch engen Raum und läuft generell einfach intelligent. Dazu kommen Returner-Qualitäten. Andersons Rolle in der NFL könnte anfangs die eines Returners und Pass-Catchers sein, aber das sollte nicht so bleiben; sein Stil erinnert mich ein wenig an David Johnson, und es wird sehr spannend sein zu sehen, in welcher Situation er landet.

Austin Walter, Rice

Receiving-Stats 2018: 44 REC, 525 YDS, 2 TD.

Small School Prospect, bei dem es sehr gut vorstellbar ist, dass er überhaupt nicht gedraftet wird. Mir hat sein Tape allerdings nicht nur gefallen, es hat mich auch ein wenig an Chicagos Tarik Cohen erinnert und deshalb passt er ideal in diese Liste. Walter ist ein kleiner Back, der als Receiver aber andauernd auffällt. Er läuft einen ausgeprägten Route Tree, läuft seine Routes mit Explosivität und nimmt schnell Tempo auf.

Bei Rice wurde er regelmäßig im Slot aufgestellt, ähnlich wie Kenny Young attackierte er aber auch vertikal. Walter hat auffallend gute Hände und war in der Lage, im Underneath Passing Game Contested Catches zu sichern.

Er zeigt schnelle Richtungswechsel und fließende Bewegungen, generell hat er schnelle Füße. Als Runner ist er limitiert, vor allem seine Vision bei Inside-Runs gefiel mir nicht. Aber in der Rolle, die ich hier für ihn sehe, könnte er einen Platz in der NFL haben.

Tony Pollard, Memphis

Receiving-Stats 2018: 39 REC, 458 YDS, 3 TD, 1,78 Yards/gelaufene Route (Rang 9).

Großartiger Returner, der mit sieben Kickoff-Return-Touchdowns in die NFL kommt. Wurde bei Memphis als Running Back/Receiver Hybrid eingesetzt, ist aber (noch) in keinem der Bereiche ausgereift - seine Flexibilität aber sollte ihm in der NFL eine Chance geben, zumindest in einer Rolle vergleichbar mit der von Cordarrelle Patterson.

Pollard zeigt als Route-Runner eine gute Beschleunigung und auch Cuts, er hat eine gewisse Beweglichkeit - aber er ist gleichzeitig noch sehr roh. Man sieht immer wieder, dass er in die Coverage läuft, statt in den freien Raum. Er wird gerade zu Beginn klar definierte Routes und als Runner klar definierte Reads brauchen, seine Athletik und sein Potenzial geben ihm aber eine Chance; und im Special Team bringt er vom ersten Tag an Value mit.

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