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NFL

Draft: Jacobs, Singletary, Montgomery - das Running Back Ranking

SPOX blickt auf die Running Backs im kommenden Draft - welches sind die Top-Prospects?

Draft Running Back Ranking - die Top-5

5. Trayveon Williams, Texas A&M

Running Back Typ: All-Around-Back mit auffälligen Qualitäten im Passing Game.

NFL-Vergleich: Schwierig. Geht Richtung Rex Burkhead.

Stärken:

  • Sehr guter Pass-Catcher, der mehr als nur Screens und Swing Routes laufen kann und in dieser Rolle sofort einen Platz auch in der NFL haben sollte. Williams hat gute Hände, wurde auch als Receiver aufgestellt und geht nach dem Catch sofort in seine Runner-Rolle über.
  • Dabei hilft es ihm, dass er sehr schnelle Füße hat. Williams kann innerhalb kürzester Zeit das Tempo rausnehmen und dann wieder beschleunigen, all das passiert in fließenden Bewegungen und er navigiert gut durch enge Lücken. Williams zeigt effiziente Richtungswechsel und Balance durch Kontakt.
  • Der Ex-Aggies-Back hat das Potential, ein 3-Down-Back in der NFL zu werden. Pass-Protection ist definitiv sichtbar, hier ist er aggressiv, hartnäckig, reagiert schnell und meist auch richtig. Das war auf Tape konstant auffällig, für einen Rookie macht er seine Sache hier schon sehr gut.
  • Williams hat die Explosivität für Big Plays und zeigt meist eine gute Vision, wenngleich hier noch Luft nach oben ist.

Schwächen:

  • Power mit dem Ball in der Hand ist ein Fragezeichen. Hier macht sich seine schmalere Statur auch auf Tape bemerkbar.
  • Williams braucht zu lange für seine Reads und seine Cuts. Sein generelles Verhalten als Runner legt nahe, dass er besser in einem Power-Scheme aufgehoben wäre; am wohlsten scheint er sich zu fühlen, wenn er hinter Pull- und Lead-Blockern laufen kann.

4. Miles Sanders, Penn State

Running Back Typ: Agiler Spieler, Potential für einen sehr guten All-Around-Back.

NFL-Vergleich: Sein Stil erinnert an Le'Veon Bell.

Stärken:

  • Die Mischung aus Agilität, Fußarbeit und Power ist verlockend. Seine Hüften bewegen und drehen sich schnell, er hat sehr schnelle Füße und kann das in fließenden, effizienten Bewegungen nutzen.
  • In der Folge ist er in der Lage, unheimlich schnell die Richtung zu ändern, er zeigt gute Cuts auf engstem Raum und kann mit seiner Athletik stoppen und sofort wieder auf kurze Distanz beschleunigen - oder über Gegenspieler quasi aus dem Stand springen. Körperkontrolle insgesamt fällt permanent auf, aber Sanders ist auch in der Lage, mit Power zu laufen.
  • Als Receiver zeigt er gute Hände, er wird Pre-Snap bewegt und auch mal als Wide Receiver aufgestellt. Sein Route-Tree war im College noch limitiert, die Ansätze aber zeigen, dass er hier Potential für mehr hat.

Schwächen:

  • Die Beschleunigung auf kurze Distanz ist da, aber er braucht lange, um seinen vollen Speed zu erreichen.
  • Teilweise agiert er zu zögerlich, müsste Lücken generell aggressiver attackieren. Damit einher gehen womöglich einige Probleme was Vision und Spielverständnis angeht.
  • Pass-Protection ist ebenfalls noch durchschnittlich, hier sieht man aber die positiven Ansätze.

3. David Montgomery, Iowa State

Running Back Typ: Rundum solider Back, dessen Stärken aber eher in seinen Qualitäten als Runner liegen.

NFL-Vergleich: Frank Gore.

Stärken:

  • Ein toller "elusive" Runner. Montgomery zeigt sehenswerte Cuts, durchbricht Tackling-Versuche, bewegt sich gut auf engstem Raum und hat eine sehr, sehr gute Balance. Nicht umsonst hat kein Running Back in dieser Draft-Klasse laut Pro Football Focus mehr Forced Missed Tackles pro Run als Montgomery (0,39).
  • In der Summe ist Montgomery einer der besten Runner dieser Klasse. Hat gute Instinkte, findet Lücken, hat das richtige Maß an Geduld und kann bei aller Agilität ohne Frage auch mit Power laufen
  • Als Receiver ist er mindestens solide. Lief Routes aus dem Backfield und als Receiver aufgestellt, hatte bei 22 Receptions keinen einzigen Drop. Auch in Pass-Protection ist er schon vergleichsweise weit.

Schwächen:

  • Gelegentlich ist seine Vision noch inkonstant, dann läuft er in seine Blocker. Montgomery ist außerdem nicht der explosivste Back, sein Antritt ist eher Durchschnittlich. Geschwindigkeit generell ist nicht sein Spiel.
  • Er ist als Receiver funktional, aber seine Stärke ist es nicht.
  • Teams werden seine Workload berücksichtigen müssen. Montgomery kommt mit 624 College-Runs in die NFL, und aufgrund seines Stils hat er dabei auch ordentlich Hits eingesteckt.

2. Devin Singletary, Florida Atlantic

Running Back Typ: Spektakulärer Runner, kreiert Yards.

NFL-Vergleich: Hat was von Matt Breida, allerdings mit mehr Agilität.

Stärken:

  • Ein Tape, das extrem viel Spaß macht. Hatte laut Pro Football Focus pro Run die zweitmeisten verpassten Tackles erzwungen (0,36), und wer sich sein Tape anschaut, würde davon ausgehen, dass diese Zahl noch deutlich höher ist. Seine Jump-Cuts sind herausragend, generell ist er auf engstem Raum unglaublich schwer zu stoppen.
  • Dabei zeigt er einerseits die Athletik, um hier durch Verteidiger zu navigieren, andererseits aber auch die Vision. Seine gute Fußarbeit ermöglicht spektakuläre Stop-and-Starts, dabei weiß er permanent, wo er hinkommen muss. Singletary versteht genau, wie der Flow der Defense funktioniert und wohin er cutten muss, um Platz zu bekommen.
  • Mit seinem niedrigen Körperschwerpunkt hat er eine unheimlich gute Balance, permanent läuft er problemlos durch Kontakt.
  • Als Receiver zeigt er einige gute Ansätze und vor allem gute Hände; allerdings ist sein Route-Running noch roh. Mit seiner Athletik und Agilität müsste hier eigentlich mehr rauszuholen sein.

Schwächen:

  • So explosiv er auf engstem Raum auch ist - Singletary ist kein Speedster. Er hat kein Big-Play-Speed und wird Verteidigern in der NFL nicht allzu häufig davonlaufen.
  • Seine Physis bringt naturgemäß Limitierungen mit sich, beginnend mit Pass-Protection. Hier dürfte er in der NFL nur sehr bedingten Wert mitbringen.
  • Dass er sich als Route-Runner verbessern kann, muss er erst zeigen.

1. Josh Jacobs, Alabama

Running Back Typ: Ein echter All-Around-Back.

NFL-Vergleich: Kareem Hunt.

Stärken:

  • Der beste Running Back dieser Klasse, und das ist nicht wirklich knapp. Jacobs ist in meinen Augen der einzige Running Back in diesem Jahr, der einen Top-45-Pick rechtfertigt. Hinter Jacobs geht es für mich sehr schnell Richtung dritte Runde, was die diesjährige Running-Back-Klasse angeht.
  • Jacobs bringt eine unheimlich gute Mischung aus Power, Balance und Explosivität mit. Das nutzt er in permanentem Wechsel, der erster Kontakt bringt ihn kaum mal zu Boden und er hat sehr fließende, effiziente Bewegungen.
  • Dabei ist er ein geduldiger Runner, dabei aber nicht planlos. Jacobs weiß, wo er hin muss, er liest seine Blocks gut und kann sich dann blitzartig dementsprechend bewegen. Auch seine (Jump-)Cuts sind nicht die schärfsten, aber sie sind effizient. Jacobs ist das, was die NFL als "Natural Runner" bezeichnen würde.
  • Das aber würde nicht für den klaren Top-Spot reichen - Jacobs ist außerdem ein sehr guter Receiver. Platz 12 nach Yards pro gelaufener Route, er findet den Ball auch Downfield und lief einige Seam-Routes. Außerdem kann er Verteidiger nach dem Catch aussteigen lassen.

Schwächen:

  • Speed und Explosivität sind nicht sein Spiel.
  • Pass-Protection ist noch inkonstant. Er zeigt einige gute Ansätze, insbesondere als Run-Blocker bei 2-RB-Sets und Quarterback-Runs. In Protection aber wird er sich noch verbessern müssen.
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