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NFL Week 15 Roundup: RedZone-Konferenz, Highlights, Videos, Ergebnisse

Von SPOX
Antonio Brown stellte mit seinem Touchdown gegen die Patriots einen Franchise-Rekord ein.
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Atlanta Falcons (5-9) - Arizona Cardinals (3-11)

Ergebnis 40:14 (10:7, 16:0, 7:0 7:7) BOXSCORE

  • Für Cardinals-Fans war es ein nur allzu vertrauter Spielverlauf: Arizona begann einmal mehr gut, sammelte bei den ersten beiden Falcons-Drives zwei Sacks und Josh Rosen (13/22, 132 YDS, 2 INT) legte unter anderem mit einem Deep Pass zu David Johnson einen guten ersten Drive hin. Arizona ging so schnell in Führung - und danach fielen die Cards einmal mehr schrittweise auseinander.
  • Zunächst wurde Rosens Pass an der Line of Scrimmage abgefälscht, den Abpraller trug Deion Jones zum Pick Six zurück. Kurz danach erhöhten die Falcons nach einem 65-Yard-Run von Tevin Coleman via Field Goal und nach einem Strip-Sack durch die Falcons-Defense sorgte Matt Ryan mit einem 1-Yard-Sneak-TD schon für die Vorentscheidung. Sobald Atlanta blitzte, offenbarten Rosen und die Cards-Line immense Probleme und die zweite Interception von Rosen, der zumindest einmal mehr mit gutem Pocket-Verhalten glänzen konnte, kam bei einem ungenauen Pass über die Mitte.
  • Die Falcons erhöhten noch mit einem spektakulären TD-Catch von Julio Jones, der damit der fünfte Spieler in der NFL-Geschichte, der drei 1.500-Receiving-Yard-Spielzeiten hat. Und auch was danach passierte, war für Fans in Arizona ein nur zu vertrautes Bild: abermals fiel die Offensive Line, in der drei (!) Rookies spielten, im Laufe der Partie auseinander. Waren es früh im Spiel noch Atlantas Blitze, so kam jetzt mehr und mehr auch der 3- und 4-Men-Rush durch. Rosen hatte hier einige spektakuläre Szenen in der Pocket, doch abermals bekam er nahezu keine Hilfe. Sechs Sacks kassierte Rosen in Atlanta.
  • Das Spiel war so auch Mitte der zweiten Halbzeit längst entschieden, Atlantas zuletzt so schwaches Run Game konnte aber noch Stats sammeln. Ein 43-Yard-TD-Run von Coleman zeigte einmal mehr die desolate Run-Defense der Cardinals überdeutlich auf. Aus Arizona gab es zuletzt mehrfach Gerüchte, wonach die Cardinals einen kompletten Neustart - mit neuem Head Coach, Trainerstab und GM - wählen könnten. Auftritte wie der in Atlanta befeuern diese Theorien.

Baltimore Ravens (8-6) - Tampa Bay Buccaneers (5-9)

Ergebnis 20:12 (0:0, 10:9, 7:3, 3:0) BOXSCORE

  • Ein elementar wichtiger Sieg für die Ravens im AFC-Wildcard- (und womöglich im AFC-North-Division-)Rennen, ehe nächste Woche der Trip zu den Chargers ansteht. Und zunächst sah es gar nicht danach aus: Baltimores Offense hatte früh im Spiel enorme Probleme, leistete sich einfache Turnover in Form von Fumbles und konnte den Ball durch die Luft so gar nicht bewegen.
  • Die Buccaneers auf der anderen Seite starteten gut und präsentierten sich im Regen von Baltimore überraschend zunächst wie das physischere Team. Tampa Bay konnte anfangs ein Run Game aufziehen und ging in Führung, nach wiederholten Fehlwürfen von Lamar Jackson (14/23, 131 YDS, TD; 18 ATT, 95 YDS) gab es erste Buh-Rufe von den Ravens-Fans.
  • Doch wendete sich das Blatt. Baltimore, das sich im Run Game einmal mehr deutlich auf Jackson lehnte - der Rookie-Quarterback verzeichnete 18 Runs -, legte seine beiden besten Drives der ersten Hälfte direkt vor der Halbzeitpause hin: ein 16-Play-Drive über 73 Yards, an dessen Ende ein Trick Play mit einem Jackson-Pass auf Chris Moore aus fünf Yards stand, sowie kurz danach ein 63-Yard-FG-Drive.
  • Und damit kippte die Partie. Tampa Bay bekam in der zweiten Hälfte nur noch drei Punkte zusammen, auch weil Baltimores Defense spät im Spiel bei Fourth Down hielt, einige Minuten nachdem ein ungenauer Pass von Jameis Winston (13/25, 157 YDS, INT) in den Armen von Cornerback Marlon Humphrey gelandet war. Die Ravens konnten in der zweiten Hälfte schließlich mit ihrem Run Game die Uhr runter spielen.

Minnesota Vikings (7-6-1) - Miami Dolphins (7-7)

Ergebnis 41:17 (21:0, 0:10, 3:7, 17:0) BOXSCORE

  • Wer sich nach der Entlassung von Offensive Coordinator John DeFilippo gefragt hatte, wie Minnesotas Offense im ersten Spiel unter Kevin Stefanski aussehen würde - er bekam schnell einen guten Eindruck. Wie erwartet setzte Minnesota deutlich stärker auf das Run Game in verschiedenen Variationen, inklusive einem Fullback als Blocker, am Ende standen 220 Rushing-Yards bei 40 Runs. Minnesotas Saison-Schnitt waren 84,5 Rushing-Yards pro Spiel.
  • Wirklich eindrucksvoll war aber nur der Start in die Partie. Die Vikings beendeten ihre ersten drei Drives allesamt mit Touchdowns und sind mit dieser Partie das erste Team dieser Saison, das im ersten Viertel eines Spiels über 200 Offense-Yards auflegen konnte. Minnesota hatte 21 Punkte im ersten Viertel, in den letzten sechs Spielen hatten sie zusammengerechnet 21 Punkte im ersten Viertel.
  • Auch Kirk Cousins (14/21, 215 YDS, 2 TD, INT) begann äußerst effizient, erst mit 12:18 Minuten auf der Uhr im zweiten Viertel warf er seine erste Incompletion. Dazu kam, dass Miamis Offense zunächst überhaupt keinen Rhythmus fand und mehrfach blitzartig wieder die eigene Defense rausschicken musste. So war es auch die Dolphins-Defense, die für die ersten Gäste-Punkte sorgte: Minkah Fitzpatrick las einen versuchten Screen-Pass perfekt, sprang in den Passweg und trug den Ball zum Pick Six zurück.
  • Und es blieb nicht bei dieser einseitigen Partie. Minnesotas Offense konnte die hohe Schlagzahl aus dem ersten Viertel nicht ansatzweise aufrechterhalten, während Miami, trotz einer frühen Knöchelverletzung von Frank Gore, immer besser in die Partie fand. Das Blatt wendete sich sogar drastisch: die Dolphins kamen mit einem sehenswerten 75-Yard-Touchdown-Run von Ballage bis auf 17:21 ran, und als die Vikes im Gegenzug schnell punten mussten, setzte es Buh-Rufe von den Rängen für Minnesotas Offense.
  • Der Eindruck manifestierte sich, dass die Vikings offensiv zu Beginn des Spiels von geskripteten Plays gelebt hatten und anschließend massive Probleme bekam. Und so war es die Defense, die diese Partie in den Griff bekam. Ryan Tannehill (11/24, 108 YDS) und die Dolphins-Offense konnte im Vergleich zur Vorwoche gegen die Pats das Spiel nicht über das Run Game kontrollieren. Stattdessen sammelte Minnesota neun (!) Sacks und kontrollierte mit einer herausragenden Vorstellung der D-Line die Line of Scrimmage, ein 40-Yard-Touchdown von Cousins zu Aldrick Robinson zehn Minuten vor dem Ende war die Vorentscheidung.

New York Giants (5-9) - Tennessee Titans (8-6)

Ergebnis 0:17 (0:7, 0:0, 0:7, 0:3) BOXSCORE

  • Geschichte in der NFL! Zum ersten Mal überhaupt haben die Giants und die Cowboys am gleichen Tag eine Shutout-Pleite erlitten - und New Yorks Niederlage im heftigen Regen war besonders bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass ein erneut über die Maßen harmloses Titans-Passing-Game die 100-Yard-Marke nicht knackte. Marcus Mariota (12/20, 88 YDS) konnte wieder einmal keinerlei explosive Plays liefern.
  • Stattdessen war es im zweiten Spiel in Serie das Run Game, das Tennessee trug. Derrick Henry (33 ATT, 170 YDS, 2 TD) und Co. sammelten 215 Rushing-Yards und kontrollierten die Partie so komplett, während gleichzeitig die starke Titans-Front Saquon Barkley (14 ATT, 31 YDS) und das Giants-Run-Game komplett im Griff hatten. Dazu unterliefen Eli Manning (21/44, 229 YDS, INT) zwei Turnover, darunter ein Fumble, während sich Tennessee keine Turnover leistete.
  • Die Titans konnten sich sogar einen Field-Goal-Fehlschuss leisten, in einer von Punts geprägten Partie hatte New York fünf Drives, die nach 3 Downs endeten, zusätzlich zu der Interception und einem Turnover on Downs. Die Giants sind mit dieser Niederlage nun auch rechnerisch aus dem Playoff-Rennen ausgeschieden.