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NFL

NFL Week 10 Roundup: RedZone-Konferenz, Highlights, Videos, Ergebnisse

Von SPOX
Die Los Angeles Rams zitterten sich zu einem knappen Erfolg über die Seattle Seahawks.

Chicago Bears (6-3) - Detroit Lions (3-6)

Ergebnis: 34:22 (13:0, 13:7, 8:3, 0:12) BOXSCORE

  • Alle Lions-Fans, die nach dem Debakel in Minnesota mit zehn zugelassenen Sacks eine positive Reaktion und ein Aufbäumen im Kampf um die Playoff-Tickets erhofft hatten - die wurden dramatisch enttäuscht. Einerseits in Protection, Chicago um Khalil Mack konnte sechs Sacks gegen Matt Stafford (25/42, 275 YDS, 2 TD, 2 INT) verzeichnen und kontrollierte, wie schon die Vikings in der Vorwoche, die Line of Scrimmage. Andererseits aber auch, was die eigene Defense angeht.
  • Ohne den verletzten Darius Slay fiel die Lions-Secondary phasenweise auseinander. Mitch Trubisky (23/30, 355 YDS, 3 TD; 3 ATT, 18 YDS, TD) eröffnete die Partie 5/5, 61 Yards, Tarik Cohen beendete den ersten Drive aus drei Yards. Es war nur ein Vorgeschmack: immer wieder waren Receiver komplett offen, Allen Robinson (6 REC, 133 YDS, 2 TD) hatte sein wohl bestes Spiel im Bears-Trikot und auch Anthony Miller durfte in die "Wide-Open-Touchdown-Party".
  • So konnte Chicago die Lions schon in der ersten Hälfte sicher distanzieren, und in der zweiten Hälfte den Pass-Rush weiter vorantreiben, während die Lions-Offense mit Turnovern noch nachhalf. Es dauerte bis tief in die zweite Halbzeit, ehe Detroit offensiv einige Antworten fand und zumindest zwei Touchdown-Drives aneinander reihen konnte. Da die Defense im Gegenzug aber einen 9-Play-Drive über 6:17 Minuten zuließ, wurde die Partie nicht nochmals spannend.
  • Für die Kuriosität der Partie sorgte ohne Frage Bears-Kicker Cody Parkey: Vier (!) seiner Kicks (zwei Field Goals, zwei PATs) kickte Parkey an die Torstange.

Cleveland Browns (3-6-1) - Atlanta Falcons (4-5)

Ergebnis: 28:16 (7:0, 7:10, 14:0, 0:6) BOXSCORE

  • Die Falcons hatten nach ihrem dramatischen Fehlstart nur noch minimalsten Spielraum mit Blick auf ein mögliches Playoff-Ticket - die so nicht unbedingt erwartbare Pleite in Cleveland könnte schon eine Niederlage zu viel sein; und während die eigene Offense mit Sicherheit nicht ihren besten Tag hatte, war es letztlich die Defense, die einmal mehr überfordert war.
  • Dabei präsentierten die Browns ihre kreativste Offense dieser Saison. Cleveland hatte diverse flexible, vielseitige Play Designs zu bieten, Baker Mayfield (17/20, 216 YDS, 3 TD) konnte daraus mehrfach Kapital schlagen - vor allem hatte Cleveland im zweiten Spiel in Folge seine Running Backs Nick Chubb (3 REC, 33 YDS, TD) und Duke Johnson (4 REC, 31 YDS, TD) deutlich besser ins Passspiel eingebaut, als es in der ersten Saisonhälfte der Fall war.
  • Und doch kam das Highlight-Play der Partie im Run Game: Chubb (20 ATT, 176 YDS, TD) marschierte Mitte des dritten Viertels 92 Yards (!) in die Endzone - es war der Score, mit dem Cleveland auf 28:10 erhöhte und seine Führung anschließend nicht mehr hergeben sollte. Denn Atlanta auf der anderen Seite hatte zu keinem Zeitpunkt in der zweiten Hälfte einen offensiven Rhythmus.
  • Das war nur in der ersten Hälfte der Fall, als die Falcons zwei Scoring-Drives hinlegten - ein kurzer Screen-Touchdown zu Julio Jones gelang Matt Ryan (38/52, 330 YDS, 2 TD) dabei, nachdem eines der Trick Plays der Browns mit einer hässlichen Interception bei einem Passversuch zu Mayfield geendet hatte. Rund um die Halbzeit kippte die Partie mit zwei Browns-Touchdowns, die einen Falcons-Fumble einrahmten. Als Atlanta zu Beginn des Schlussviertels die Partie nochmals spannend machen konnte, gelang den Browns ein Goal-Line-Stand bei Fourth Down.

Tampa Bay Buccaneers (3-6) - Washington Redskins (6-3)

Ergebnis: 3:16 (0:3, 3:3, 0:0, 0:10) BOXSCORE

  • Die Buccaneers haben in dieser Partie Geschichte geschrieben - allerdings nicht die Art Geschichte, die ein Team für sich beanspruchen will: Tampa Bay ist das erste Team in der Super-Bowl-Ära, das mit mindestens 500 Net Yards nicht mehr als 3 Punkte erzielen konnte; und das im ersten Spiel, in dem Head Coach Dirk Koetter das Play-Calling wieder übernommen hatte. Das lag an anhaltenden Turnovern durch Ryan Fitzpatrick (29/41, 406 YDS, 2 INT, FUM), zwei davon nach langen Drives tief in der gegnerischen Hälfte - aber auch an zwei weiteren Field-Goal-Fehlschüssen.
  • Das erlaubte es Washington, die erhoffte enge Partie zu führen. Dabei waren die Voraussetzungen für die Gäste alles andere als ideal: Washington trat ohne beide Starting Guards und ohne Left Tackle Trent Williams an, genau wie ohne Paul Richardson, Jamison Crowder und Chris Thompson. Der unter der Woche verpflichtete Jonathan Cooper startete direkt auf Guard, Ty Nsekhe - der zwischenzeitlich ebenfalls verletzt raus musste - startete für Williams auf Left Tackle und Tony Bergstrom besetzte den Right-Guard-Spot.
  • Kurzum: Die Redskins hatten eine absolute Patchwork-Line, und dennoch konnte Tampa Bays vor der Saison so teuer verstärkte Defensive Line daraus kein Kapital schlagen. Alex Smith (19/27, 178 YDS, TD) stand nur selten unter Druck, während Washington im Run Game immer noch 116 Yards bei 25 Runs raus holte.
  • Und während Tampa Bay zwar den Ball teilweise problemlos bewegte, das Spiel letztlich aber weg warf, verwandelte Washington seine drei Field Goals und beendete seinen besten Drive in der Endzone: spät im dritten Viertel konnte Smith einen 8-Play über 62 Yards dirigieren, an dessen Ende er aus sechs Yards Josh Doctson in der Endzone fand. Das reichte.

Indianapolis Colts (4-5) - Jacksonville Jaguars (3-6)

Ergebnis: 29:26 (14:7, 15:9, 0:7, 0:3) BOXSCORE

  • Die Colts kamen in dieser Partie raus, wie die Feuerwehr: Andrew Luck (21/29, 285 YDS, 3 TD, INT) attackierte die Jaguars-Defense früh vertikal - und früh mit seinen Tight Ends: Eric Ebron fing in der ersten Hälfte gleich zwei Touchdown-Pässe und lief ein weiteres Mal bei einem Misdirection-Play aus zwei Yards in die Endzone. Aktuell ist kaum ein Team besser und kreativer in seinem Umgang mit den Tight Ends als Indy.
  • Doch an Jacksonvilles Offense um Blake Bortles (26/38, 320 YDS, 2 TD) lag es dieses Mal nicht, dass die Jaguars früh zurück fielen: Ex-Colts-Receiver Donte Moncrief antwortete an alter Wirkungsstätte mit einem 80-Yard-Touchdown und nach einem schnellen 6-Play-Drive fand sich Leonard Fournette, der nach mehrwöchiger Verletzungspause zurückkehrte, in der Endzone wieder.
  • Und Jacksonvilles Offense machte die Partie dann auch endgültig wieder spannend: Ein monströser 17-Play-Touchdown-Drive zu Beginn der zweiten Hälfte nahm mehr als die Hälfte des dritten Viertels von der Uhr, und als dann Lucks Pass von einem komplett offenen Alie-Cox fallen gelassen wurde und der Abpraller zur Interception bei Telvin Smith landete, war die Partie endgültig wieder offen.
  • In der Schlussphase aber hatte Indy das Glück auf seiner Seite: nachdem die Colts zunächst ein Field Goal verschossen hatten, waren die Jags bereits in Field-Goal-Reichweite um zumindest auszugleichen - oder die Partie auch zu gewinnen. Bei Third Down fand Bortles Greene für 10 Yards, doch der ließ den Ball fallen! 1:30 Minuten vor dem Ende schnappten sich die Colts den Turnover und beendeten die Partie. Für Jacksonville wird es jetzt sehr schwer, sich im Playoff-Rennen nochmal zurück zu melden.

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