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NFL

Seattle weiter im Beast Mode

Von Adrian Franke/Marcus Blumberg
Marshawn Lynch (M.) und die Seahawks sind momentan nicht zu stoppen
© getty

New Orleans Saints (6-9) - Atlanta Falcons (6-9) 14:29 (7:3, 0:10, 0:7, 7:9) BOXSCORE

New Orleans ist aus dem Playoff-Rennen eliminiert - gegen den Divisions-Rivalen gab es ein komplettes Desaster für die Saints-Offense: Das Passing Game kam überhaupt nicht ins Rollen, Tight End Jimmy Graham wurde, weil er nicht um jeden Ball kämpfte, vereinzelt sogar ausgebuht und die Offense knackte die 100 Yard-Marke erst fünf Minuten vor Ende des dritten Viertels. Auch QB Drew Brees (30/47, 313 YDS, TD, 2 INT, FUM) erwischte einen schwarzen Tag und warf zum dritten Mal in Folge zuhause mindestens einen Pick. So passte es auch zum Spiel, dass die Schiri-Entscheidung des Spiels gegen New Orleans ausfiel.

Graham wurde wohl Zentimeter vor der Goal Line gestoppt und verlor dann den Ball - die Refs gaben ihm weder den Forward Progress, noch entschieden sie, dass er die Linie überquert hatte. Dennoch hatten die Saints, die das Spiel mit einem 99-Yard-Return von Jalen Saunders und einem frühen TD-Run von Mark Ingram begonnen hatten, noch eine Chance: Die Defense hielt und Brees, der ohne Left Tackle Terron Armstead auskommen musste, hätte das Spiel per TD drehen können. Doch Atlantas unerwartet guter Pass-Rush machte erneut Druck und Brees warf den Pick, der das Spiel und New Orleans' Playoff-Hoffnungen beendete.

Symptomatisch dazu verlor Brees den Ball beim letzten Play des Spiels und Atlanta trug das Ei zurück in die Endzone. Das Debakel sowie die fünfte Heimpleite in Folge waren perfekt. Die Falcons auf der anderen Seite, bei denen Receiver Julio Jones rechtzeitig fit geworden war, konnten zwar erneut kein Run Game aufziehen (22 ATT, 81 YDS), zumal Steven Jackson verletzt raus musste. Doch Matt Ryan (30/40, 322 YDS, TD) bot ein fast fehlerfreies Spiel und Atlanta erhält jetzt sein NFC-South-Endspiel gegen Carolina am letzten Spieltag.

Tampa Bay Buccaneers (2-13) - Green Bay Packers (11-4) 3:20 (0:7, 3:3, 0:0, 0:10) BOXSCORE

Die Green Bay Packers haben sich offenbar gut von ihrer überraschenden Pleite bei den Buffalo Bills erholt. In Tampa lief nach anfänglichen Schwierigkeiten wie einem Fumble von Aaron Rodgers alles nach Plan. Eddie Lacy dominierte im Laufspiel wie immer und legte mit seinem 44-Yard-Touchdown-Lauf Ende des ersten Viertels den längsten TD-Lauf seiner Karriere und den längsten Lauf der Saison hin.

Den Rest besorgten Mason Crosby mit zwei Field Goals, Jordy Nelson mit einem Touchdown-Catch sowie die Packers-Defense, die Tampa Bay kurz vor der Pause bei genau null Yards gehalten hatte. Rodgers präsentierte sich solide, war allerdings durch eine Verletzung am linken Unterschenkel gehandicapt. Das hielt ihn aber nicht von hervorragenden Zahlen ab: 31/40 und 318 Yards.

Die Packers bleiben im Rennen um die NFC North und haben im sechsten Jahr in Folge die Playoff-Teilnahme perfekt gemacht. Am letzten Spieltag steht das Division-Finale mit den Lions im Lambeau Field an. Die Buccaneers, denen DT Gerald McCoy merklich fehlte haben die Pole Position im "Kampf" um den ersten Pick im kommenden Draft. "Das war ein guter Sieg für uns. Wir brauchten diesen Sieg, um uns für die Playoffs zu qualifizieren", freute sich Packers-Coach Mike McCarthy: "Heute hat begann und endete alles mit der Defense. Das war eine ihrer besten Saisonleistungen. Aber ab morgen konzentrieren wir uns auf Detroit."

New York Jets (3-12) - New England Patriots (12-3) 16:17 (0:0, 10:7, 3:3, 3:7) BOXSCORE

Die Patriots schrammten nur haarscharf an einer Niederlage in den Meadowlands vorbei in Rex Ryans wohl letztem Spiel gegen New England als Head Coach der Jets. Die Patriots traten dabei ohne Top-Receiver Julian Edelman, Guard Dan Connolly und Running Back LeGarrette Blount an und das machte sich am Anfang bemerkbar: Die Jets, bei denen sich Center Nick Mangold mutmaßlich schwer verletzte, schafften vier Sacks gegen Tom Brady vor der Pause! Das waren die meisten gegen New England seit Woche eins in Miami (ebenfalls vier).

Die Entscheidung fiel im Schlussviertel nach einer Interception von Brady tief in der eigenen Hälfte. Ein Sack von Sealver Siliga gegen Geno Smith bei Third Down erzwang danach einen 52-Yard-Field-Goal-Versuch, den Nick Folk vergab. Danach spielten die Gäste die Uhr herunter und fuhren den Sieg ein. "Ich dachte wirklich, dass das unser Tag werden könnte", erklärte Jets-Coach Rex Ryan anschließend.

Carolina Panthers (6-8-1) - Cleveland Browns (7-8) 17:13 (3:0, 7:3, 0:3, 7:7) BOXSCORE

Nur etwas mehr als eine Woche nach seinem schweren Autounfall samt Frakturen im Rücken ist Superman Cam Newton zurück. Genau zur rechten Zeit führte der Quarterback (18/31, 201 YDS, TD, INT) die Panthers zu einem enorm wichtigen Heimsieg über die Browns, bei denen Johnny Manziel in der ersten Hälfte verletzt raus musste. Newton brachte die Panthers in den Schlussminuten der ersten Halbzeit mit einem Touchdown-Lauf auf einen Bootleg in Führung.

Mitte des Schlussviertels entschied er schließlich die Partie mit seinem TD-Pass auf Jonathan Stewart. Stewart war es auch, der das finale First Down ganz am Ende erzielte, was es Carolina erlaubte, die Uhr herunterlaufen zu lassen. Die Browns kämpften so gut sie konnten und waren drauf und dran, die Partie spät zu drehen. Ein 81-Yard-Touchdown-Pass von Brian Hoyer, der für Manziel übernahm und für den es der längste TD-Pass überhaupt war, schockte die Gastgeber aber nicht sonderlich. Nur zwei Minuten danach stellte Stewart nämlich den Entstand her.

Durch den Sieg der Panthers und den zeitgleichen Erfolg der Falcons in New Orleans gibt es am kommenden Sonntag gewissermaßen das NFC South Championship Game zwischen den Panthers und Falcons in Atlanta. Der Sieger gewinnt die Division! Cleveland kann dagegen bereits die Planungen für die Offseason starten.

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