NFL

Bradford erleidet Kreuzbandriss

Von SPOX
Sam Bradford (l.) zog sich gegen die Browns einen Kreuzbandriss zu
© getty

Die 49ers fahren den ersten Preseason-Sieg in diesem Jahr ein. Sonderlich überzeugen kann San Francisco gegen die San Diego Chargers aber nicht. Die Defense der Cincinnati Bengals zeigt sich schon wieder gut in Form und lässt den Arizona Cardinals keine Chance. Und: Sam Bradford fällt mit einem Kreuzbandriss lange aus.

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San Francisco 49ers (1-2) - San Diego Chargers (1-2) 21:7 (0:7, 10:0, 0:0, 11:0) BOXSCORE

Die positive Nachricht zuerst: Die 49ers können noch gewinnen. Sonderlich beeindruckend war die Vorstellung der Gastgeber beim ersten Erfolg in ihrem brandneuen Levi's Stadium allerdings nicht. Und das lag weniger an den leeren Plätzen auf den Rängen, die sich vor allem mit dem Erdbeben erklären ließen, das die Region San Francisco am Wochenende erschütterte.

Sondern eher an der Leistung der First Unit, die wie bei den Chargers nur das erste bzw. die ersten beiden Viertel auf dem Feld stand. Insbesondere Colin Kaepernick erlebte einen schmerzhaften Tag. Der Quarterback bekam nicht sonderlich viel Untersützung von seiner O-Line und kassierte alleine im ersten Viertel vier harte Hits. "Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns", so Head Coach Jim Harbaugh.

Am Ende hatte Kaepernick gerade mal 59 Yards auf dem Konto (6/12, 1 Fumble), bevor Backup Blaine Gabbert übernahm, der kurz vor der Halbzeit für den ersten 49ers-Touchdown in der diesjährigen Preseason sorgte.

Ganz anders Philip Rivers auf der Gegenseite: Der Chargers-QB brachte 9 seiner 10 Würfe an den Mann und beendete die Partie mit 85 Yards und einem TD-Pass. Nimmt man Peyton Mannings Vorstellung aus der Vorwoche dazu, erlaubte San Francisco den letzten beiden gegnerischen Starting-Quarterbacks insgesamt 187 Yards (21/24) bei einem Passing-Rating von 120 oder besser.

"Da ist noch viel Luft nach oben. Wir müssen immer noch voneinander lernen", resümierte Cornarback Tramaine Brock nach der Partie, die am Ende nur noch ein Duell der Männer aus der zweiten und dritten Reihe war.

Deswegen dürfte den Chargers die Niederlage auch relativ egal sein. Viel bitterer war allerdings die Knieverletzung von Defensive Tackle Kwame Geathers im ersten Viertel, der damit wahrscheinlich erst mal ausfallen wird.

Arizona Cardinals (1-2) - Cincinnati Bengals (1-2) 13:19 (0:7, 3:6, 10:0, 0:6) BOXSCORE

Die zweitbeste Defense der letzten Saison scheint schon wieder gut in Form zu sein. Zumindest deuteten die Bengals an, was die gegnerischen Offenses so alles erwarten könnte. Nicht mehr als ein Field Goal ließ Cincinnati in der ersten Hälfte, in der die Starters beider Mannschaften spielten, zu.

Für das Highlight sorgte Terence Newman, der den Football nach einer Interception von Cards-Quarterback Carson Palmer über 54 Yards in die Endzone trug und damit die ersten Punkte der Partie machte. "Ich musste mich gar nicht großartig bewegen, der Ball flog mir quasi genau in die Hände", so der Cornerback.

Es war nicht die einzige Szene, in der für Arizona nicht alles nach Plan verlief. "Wir hatten heute einige Fehler in unserem Spiel. Mal wurde ein Pass überworfen, dann gab es wieder ein paar Drops", suchte Palmer (92 YDS, 7/19, 1 INT) nach dem Duell mit seinem ehemaligen Klub keine Ausreden.

Sein Gegenüber dürfte dagegen ganz zufrieden gewesen sein. Andy Dalton verbuchte 157 Yards (13/21), zudem überzeugte Backcup-Kicker Quinn Sharp mit Field Goalds aus 34 bzw. 51 Yards.

Kreuzbandriss bei Bradford: Ganz bittere Nachricht für die Rams! St. Louis muss die komplette Saison auf Sam Bradford verzichten. Der Quarterback zog sich beim Preseason-Game gegen die Cleveland Browns einen Kreuzbandriss im linken Knie zu. Und es ist nicht die erste schwere Verletzung dieser Art für den 26-Jährigen

Bereits in der letzten Saison fiel Bradford mit derselben Diagnose lange aus. "Das ist ein Schock. Jeder, der weiß, was Sam jetzt durchmachen muss, kann sich vorstellen, wie es ihm geht. Zweimal so eine Verletzung innerhalb eines Jahres ist unvorstellbar", so Head Coach Jeff Fisher, der an eine mögliche Rückkehr noch keinen Gedanken verschwendet. "Darüber will ich jetzt nicht reden. Ich kann es auch nicht, es gibt keinen Zeitplan."

Die Nachricht ist auch deswegen schockierend, weil es nach dem Hit von Clevelands Armonty Bryant noch schien, als handele es sich lediglich um eine Überdehnung. "Das passiert einmal in 100 Fällen. Der Kontakt war nicht mal so groß. Aber jeder Kreuzbandriss ist nun mal anders", erklärte Fisher.

Ob die Rams nun noch mal aktiv werden oder auf Routinier Shaun Hill setzen, ließ der Head Coach offen: "Blinder Aktionismus bringt uns nicht weiter. Wir werden die Situation jetzt analysieren und dann eine Entscheidung treffen."

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