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NFL

Giants eliminieren Champ Green Bay

Von SPOX
Packers-Quarterback Aaron Rodgers wurde viermal gesackt - hier durch Michael Boley
© Getty

AFC

Samstag: New England Patriots (1) - Denver Broncos (4) 45:10 (14:0, 21:7, 7:3, 3:0)

QB: Tom Brady (26/34, 363, 6 TD, INT) - Tim Tebow (9/26, 136 YDS)

RB: Aaron Hernandez (5 CAR, 61 YDS) - Willis McGahee (17 CAR, 76 YDS, TD)

WR: Rob Gronkowski (10 REC, 145 YDS, 3 TD) - Demaryius Thomas (6 REC, 93 YDS)

Bis hierhin und nicht weiter! Die Tebow-Mania endete mit einer bitteren Klatsche in New England, bei der schon zur Halbzeit alles klar war. Broncos-Quarterback Tim Tebow wurde dabei von der Patriots-Defense ordentlich in die Mangel genommen und erlebte einen rabenschwarzen Abend: Gerade mal 9 seiner 26 Pässe kamen beim Mitspieler an, keines seiner Zuspiele führte zu einem Touchdown.

Ganz anders Tom Brady, der einmal mehr bewies, wie abgebrüht er in brenzligen Situation sein kann: Unfassbare sechs Touchdown-Pässe, davon fünf alleine in der ersten Hälfte, brachte er an den Mann und haute zwischendurch sogar einen überraschenden Punt über 48 Yards raus.

Zur Pause stand es bereits 35:7, deutlicher ging es kaum. "Er hat schon einiges erlebt und weiß, wie man Spiele gewinnt", lobte Champ Bailey den gegnerischen Quarterback anschließend. "Wenn du nicht bereit bist, ihm ins Gesicht zu schlagen, wird er dich das gesamte Spiel über gnadenlos auffressen."

New England, das zuletzt drei Playoff-Spiele in Folge verlor, ist auf Kurs Richtung Super Bowl. Nur noch ein Spiel trennt sie von der fünften Teilnahme in elf Jahren. Drei dieser Endspiele konnten sie gewinnen - zweimal wurde Brady MVP.

Durch seinen sechsten Touchdown-Pass zog er mit Steve Young und Daryle Lamonica gleich und hält nun gemeinsam mit diesen den Rekord für die meisten in einem Postseason-Spiel. Nebenbei kletterte Brady im Ranking für die meisten Playoff-Touchdown-Pässe aller Zeiten (36) auf Rang drei - nur Joe Montana (45) und Brett Favre (44) liegen noch vor ihm.

Seine Abnehmer gegen Denver waren Wes Welker, Deion Branch, Aaron Hernandez und der ebenfalls sensationell aufspielende Rob Gronkowski, dem gleich drei Touchdowns gelangen. Eine Leistung, die angesichts der Brady-Gala fast unterging.

Beim Stand von 42:7 aus Patriots-Sicht starteten die Fans einen "Teeee-bow"-Chant. Beim nächsten Spielzug kassierte der zuletzt gefeierte Broncos-Star dann einen Sack mit 11 Yards Raumverlust.

"Wann immer du so deutlich besiegt wirst, hat es keine Bedeutung, wie sehr du gekämpft hast", zeigte er sich enttäuscht. "Egal, ob wir beim ersten Spielzug waren oder beim letzten, oder ob wir mit 42 zurück lagen... ich wollte einfach nur derselbe Spieler sein wie zuvor."

Den einzigen Touchdown für Denver erzielte Willis McGahee nach einem Lauf über 5 Yards zu Beginn des zweiten Viertels. Dieser Szene vorangegangen war der einzige Fehler Bradys - im Stoplpern schickte er ein Zuspiel Richtung Julian Edelman, das bei Quinton Carter landete. Der Broncos-Safety musste nach seinem Return-Lauf die Partie allerdings mit einer Nackenverletzung verlassen.

NFC

Samstag: San Francisco 49ers (2) - New Orleans Saints (3) 36:32 (14:0, 3:14, 3:0, 16:18)

QB: Alex Smith (24/42, 299 YDS, 3 TD) - Drew Brees (40/63, 462 YDS, 4 TD, 2 INT)

RB: Frank Gore (13 CAR, 89 YDS) - Chris Ivory (9 CAR, 23 YDS)

WR: Vernon Davis (7 REC, 180 YDS, 2 TD) - Jimmy Graham (5 REC, 103 YDS, 2 TD)

Die Detroit Lions warf Drew Brees mit 466 Passing-Yards für 3 Touchdowns praktisch alleine vom Feld und auch in San Francisco lief er wieder heiß. Nur 4 Yards weniger, nämlich 462, dazu 4 Zuspiele, die zu Touchdowns führten - sensationell! Dennoch schieden seine Saints aus, die 49ers stehen in den Conference Finals.

Grund war ein überragender Spielzug ihres Quarterbacks Alex Smith neun Sekunden vor Ende des Spiels. Zu diesem Zeitpunkt lag New Orleans mit 32:29 vorne, alles schien gelaufen. Doch dann ließ Smith einen 14 Yards-Pass zu Vernon Davis segeln, der mit seinem zweiten Touchdown-Catch das Spiel entschied.

"Du musst es 'Den Fang' nennen", lobte Davis die Aktion. "Wir lagen hinten. Ich musste es hinkriegen, um meine Teamkollegen dahin zu führen, wo wir hinwollten." 2:11 Minuten vor Ende hatte sein Quarterback noch selbst das Heft in die Hand genommen und mit einem 28 Yards-Lauf sein Team 29:24 in Front gebracht, bevor Brees mit einem 66-Yards-Zuspiel auf Jimmy Graham zurück schlug.

"Das zeigt, dass er auf dem besten Weg ist, ein Elite-Quarterback zu werden", lobte Linebacker Patrick Willis seinen Quarterback. "Ich bin froh, dass die Welt heute sehen konnte, was er geschafft hat."

Durch die Aktionen von Smith und Davis gegen Ende der Partie wurde San Francisco zum ersten Team der NFL-Geschichte, das innerhalb der letzten drei Minuten eines Playoff-Spiels zweimal die Führung an sich riss. Somit trennt die 49ers, die erstmals seit neun Jahren ein Playoff-Spiel gewannen, nur noch ein einziger Sieg von der ersten Super Bowl-Teilnahme seit 1994 - damals gewannen sie ihren fünften Titel.

Noch ein weiterer Aspekt war entscheidend für den Ausgang: nämlich die Fehler der Saints. 5 Turnover leisteten sie sich im Laufe der Partie. Brees kassierte in der ersten Hälfte zwei Interceptions, wodurch seine Serie von 226 Postseason-Pässen ohne Interception riss.

Den letzten hatte er vor fünf Jahren gegen die Chicago Bears kassiert. "Es schmerzt gerade, da wir mit hohen Erwartungen in die Playoffs gegangen sind und uns klar war, dass alles möglich ist, wenn wir hier gewinnen. Das ist gerade schwer zu schlucken", so Brees nach dem Spiel.

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